Hochschule

IT-Visionen fördern Exzellenz  

VDI nachrichten, Hannover, 17. 3. 06, ws – Die Umstellung der Hochschulen auf den Bologna-Prozess wird durch IT beschleunigt, wie der „Hochschultag auf der CeBIT“ zeigte; durchgängig akzeptiert aber sind die neuen Abschlüsse noch immer nicht.

Mit Visionen wird auf der CeBIT kreativ gehandelt. Selbst der Bologna-Prozess entzündete auf dem „CeBIT-Hochschultag“ ein visionäres Feuer.

Wolfgang Branoner, Microsoft-Direktor Public Sector, erwartet eine Effizienzspirale: „Durch den Bologna-Prozess werden die Studenten mobiler, die Hochschulen müssen sich öffnen und vernetzen, was auch den Wettbewerb beschleunigt und Europas Hochschulen leistungsfähiger und attraktiver für die Wirtschaft macht.“ Beweis seien die in der ersten Runde der Exzellenzinitiative gekürten Hochschulen: „Sie liegen auch im Bologna-Prozess vorne.“ Vor allem betreiben sie den administrativen Umbau zügig, unterstützt vom Hochschulinformationssystem HIS, von SAP (FU Berlin) oder von Datenlotsen Informationssysteme (CampusNet/Uni Hamburg) und Microsoft-Technologie. Auch an der RWTH Aachen ist Microsoft dabei.

„Die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge hat uns animiert, ein durchgängiges digitales System aufzubauen, das die Bedürfnisse aller Beteiligten einbezieht“, berichtete Lucia Vennarini, Bereichsleiterin Lehre für das Dezernat Planung, Entwicklung und Controlling der RWTH. Der Prozess wächst, indem die Kerngruppe Vertreter der Hochschulangehörigen unterrichtet, die den Prozess weiter kommunizieren. „Dadurch stehen alle dahinter und wir bleiben handlungsfähig“, freut sich Vennarini.

Die Pilotphase mit 1800 Studierenden läuft ab Sommersemester 2006 zum Wintersemester 2006/7 soll allen Hochschulangehörigen der Zugang ermöglicht werden. Das System informiert über Studiengänge, ihre Module und Leistungspunkte (ECTS), über inhaltliche und formale Anforderungen, Unterrichtsräume einzelner Lehrveranstaltungen, Anmeldefristen oder Prüfungstermine. Und noch bezieht es die „alten“ Diplom-Studiengänge ein.

„Wir bieten einen allgemeinen und einen personalisierten Zugang,“ so Vennarini. „So kann mit der eigenen Kennung jeder Studierende sein persönliches ,Konto“ einsehen und erfahren, wo ihm Leistungspunkte fehlen oder wie er in Prüfungen abgeschnitten hat.“ Alles soll einfacher und effizienter sein. Lange Warteschlangen vor dem Immatrikulationsamt oder Sprechstunden zu Prüfungsvereinbarungen werden online überholt. Vennarini: „Das Schwierigste sind die Schnittstellen zwischen den Bereichen.“

Die nächste Vision heißt E-Learning. Das Portal jedenfalls kann mit entsprechenden Tools direkt verknüpft werden. Microsoft unterstützt ein Projekt zu „Blended Learning“, das Präsenzphase mit virtuellen Phasen kombiniert, was dem pädagogischen State of the Art entspricht.

Noch hat der von Bologna beflügelte IT-Umbau in den Hochschulen keinen Durchbruch in der Akzeptanz der neuen Abschlüsse erreicht selbst die IT-Branche ist noch weitgehend resistent. In einer 2005 von Accenture gemeinsam mit der Initiative D21 durchgeführten Untersuchung wird beklagt, dass weder die kürzere Studiendauer, noch der intensivere Praxisbezug die Entscheider in IT-Unternehmen davon abhielten, bei Neueinstellungen Diplomanden zu bevorzugen.

Der europäische Bologna-Prozess aber geht unvermindert weiter, befördert durch IT – und unterstützt durch die Wirtschaft, wie Branoner versichert. Dass eines Tages das freie Spiel der Kräfte in den Hochschulen die Freiheit der Wissenschaft gefährden könnte, verneint er ganz entschieden.

RUTH KUNTZ-BRUNNER

RWTH Aachen: IT- Pilotphase läuft im Sommersemester 2006 an

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