Hochschule

Hightech auf den Punkt gebracht

Die TU Chemnitz bildet Redakteure aus, die komplizierte technische Zusammenhänge in einfache Worte kleiden sollen.

Technik wird zunehmend komplexer. Welcher Laie blickt noch durch, wenn er zwischen mehreren Hightech-Varianten zu wählen hat? Die moderne Berufssparte des technischen Redakteurs soll Abhilfe leisten.

Und wo große Nachfrage besteht, da sucht die Industrie meist händeringend nach Fachleuten. Der Deutsche Fachverband für technische Kommunikation und Dokumentation (Tekom) berichtet, dass pro Jahr etwa 1000 Stellen deutschlandweit neu geschaffen werden sollen den unbefriedigten Bedarf schätzt der Verband auf derzeit mindestens 10 000 Stellen. Der Grund für die intensive Suche sind zum einen die Servicebemühungen für immer komplizierter werdende Geräte, die vom Kunden zu übernehmende Selbstmontage und zum anderen die Globalisierung der Märkte und die damit zusammenhängende Anforderung, für den deutschen Markt gut verständliche Bedienungs- oder Aufbauanleitungen sowie technische Dokumentationen zu erstellen.

An der TU Chemnitz gibt es seit dem vergangenen Jahr einen neuen Studiengang, mit dem entsprechende Fachleute in einem Magister-Kurs ausgebildet werden. „Wir haben nach dem Ende der Lehramtsausbildung nicht nur nach zukunftsträchtigen neuen Richtungen gesucht, sondern durch unsere Erfahrung mit fakultätsübergreifenden Studienfachkombinationen organisatorisch günstige Voraussetzungen für eine solche Ausbildung in Chemnitz gesehen“, berichtet Dr. Hartmut Stöckl, der die Ausbildung mitkoordiniert.

So gibt es bereits seit Jahren in Chemnitz Kombinationen von Maschinenbau und Germanistik oder grafischer Technik und Germanistik. Die Chemnitzer konnten zudem auf Erfahrungen an der RWTH Aachen zurück greifen, die ebenfalls einen solchen Studiengang eingerichtet hat.

Das Hauptfach „Kommunikation“ vermittelt Sprach- und Kommunikationswissen, Medienkompetenz und Schreibfertigkeiten, analytische Fähigkeit und Psychologie. Der Technikteil des Studiums bietet einen Einblick in die Kerngebiete der Technik- und Naturwissenschaften wie Chemie, Physik, Mathematik, Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Entsprechend abgespeckte Technik-Vorlesungen gibt es bereits für andere „Randgruppen-Fächer“, berichtet Stöckl. Nach der Etablierung des Studiums, für dessen Hauptfach Kommunikationslehre derzeit eine Ausschreibung für den Lehrstuhl läuft, sollen auch eigenständige Vorlesungen in den technischen Fächern hinzukommen. Außerdem wird den Studenten ein umfangreiches technisches Fremdsprachenwissen abverlangt. „Auf Wunsch kann das Studium in einigen Fächern auch komplett in englischer oder französischer Sprache absolviert werden“, berichtet Stöckl. Außerdem wolle man mit der Tekom einen Stammtisch organisieren, bei dem die Studenten bereits während der Ausbildung Kontakte mit möglichen Arbeitgebern knüpfen können.

„Bisher sind technische Redakteure zu fast 95 % Seiteneinsteiger, die entweder die Seite der Technik oder die der Kommunikation beherrschen“, bestätigt Herbert Herzke, stellvertretender Vorsitzender des Fachverbandes, die Notwendigkeit einer umfassenden Ausbildung. „Mit dem Potenzial an der Uni Chemnitz können hingegen Spezialisten herangebildet werden, die in beiden Metiers ein fundiertes Wissen haben“, so Stöckl. Das reicht bis hin zur Fähigkeit, den Entwicklern und Ingenieuren die letzten technischen Details zu entlocken. MANFRED SCHULZE

 

Technikkommunikation

Vielfältig 
einsetzbar

Die Einsatzmöglichkeiten der Absolventen des neunsemestrigen Magisterstudienganges Technikkommunikation sind vielfältig, so etwa im sogenannten „Technischen Schreiben“ von Gerätedokumentationen und Bedienungsanleitungen, beim Gestalten von Kundenzeitschriften, bei firmeninternem Schrift- und Datenverkehr sowie generell im Wissenschafts- und Technikjournalismus. Das Novum von „Technikkommunikation“ beruht auf einer breiten technischen und naturwissenschaftlichen Ausrichtung sowie auf vielfältigen Kommunikationsinhalten. M.S./ws

Von Manfred Schulze
Von Manfred Schulze

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