Hochschule 25.03.2005, 18:37 Uhr

Gute Chancen an Bundeswehrhochschulen  

VDI nachrichten, Bonn, 24. 3. 05 – Für Bundeswehrangehörige beiderlei Geschlechts kann das Ingenieurstudium an einer Bundeswehrhochschule ein attraktiver Weg ins Berufsleben sein. Doch auch als Zivilist kann man an einer Universität der Bundeswehr studieren – wenn der zukünftige Ingenieurstudent ein Unternehmen findet, das ihn hinschickt.

Nach dem zivilen Ersatz- statt Wehrdienst machte Daniel Weida bei Bosch ein Praktikum und war so gut, dass das Unternehmen ihn zum Studium der Elektrotechnik an die Helmut-Schmidt-Universität nach Hamburg schickte. Das Besondere dabei: Diese Uni ist eine Universität der Bundeswehr.

Dort wie an der Schwesterhochschule der Bundeswehr in München sind immer Studienplätze frei. Diese werden Unternehmen angeboten, die die Studienplätze für ihre Personalentwicklung übernehmen.

Der Vorteil für das Unternehmen: Das Diplomstudium bei der Bundeswehr ist in Trimester eingeteilt und in der Regel schon nach drei Jahren abgeschlossen. So lange erhält die Bosch-Nachwuchskraft vom Arbeitgeber ein gutes Studiengehalt – und zahlt keine Studiengebühren.

Der bekennende Zivilist Weida lernt und lebt an der Bundeswehrhochschule zusammen mit angehenden Offizieren.

Diese angehenden Offiziere haben zunächst in einem „Assessment Center“ ihr Führungstalent und geistige wie körperliche Fitness bewiesen und dann beim Heer schon 39, bei den anderen Truppenteilen 15 Monate konkrete Führungserfahrung gesammelt.

Ihr Ingenieurstudium ist Teil der Offiziersausbildung, deshalb entfallen Studiengebühren.

Allerdings bleibt die akademische Qualifizierung strikt von der militärischen getrennt, so dass die zivilen Studenten wie Weida an den Bundeswehrhochschulen fast nur in den Seminaren auf Bundeswehrstudenten treffen.

An den Bundeswehrhochschulen geht es zu wie an jeder anderen Hochschule in Deutschland. Wer will, kann ganz privat in der Stadt wohnen – was die wenigsten tun, weil das Apartment auf dem Campus für Bundeswehrangehörige praktisch nichts kostet.

Bundeswehrangehörige erhalten je nach Alter außerdem einen Monatssold zwischen 1400 € und 1700 € plus freier Krankenversorgung. Das ist mehr als das Doppelte, was andere Studierende nach der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes im Durchschnitt „brauchen“.

Außer in der Elektrotechnik führt die Hamburger Bundeswehr-Uni auch zum Diplom im Maschinenbau, dem Wirtschaftsingenieurwesen und den Computational Engineering.

Die Münchener Schwesterhochschule bildet in ihrem universitären Zweig auch Bau- und Vermessungsingenieure sowie Experten für die Luft- und Raumfahrt aus.

Im Fachhochschulzweig gibt es Maschinenbau und Elektrotechnik/Technische Informatik.

Die Offiziers-Studenten müssen sich insgesamt auf zwölf Jahre beim „Bund“ verpflichten. „Am Ende der Dienstzeit sind sie meist 31 oder 32“, sagt der Sprecher der Hamburger Hochschule, Dietmar Strey. „Das ist immer noch jung genug für den Arbeitsmarkt, auf dem Absolventen anderer Technischer Universitäten meist mit 28 zum ersten Mal auftauchen. Unsere wenig älteren Reserveoffiziere können demgegenüber schon jahrelange Leitungsverantwortung nachweisen.“

Zivile Studenten wie Weida können sich nach drei Jahren Studium auf ihren sicheren Arbeitsplatz bei dem Unternehmen freuen, das sie an die Bundeswehrhochschule geschickt hat. H.H.

 

Ein Beitrag von:

  • Hermann Horstkotte

    Hermann Horstkotte ist freier Journalist und  lehrte als Privatdozent an der RWTH Aachen. In Bonn arbeitet er als Bildungs- und Wissenschaftsjournalist.

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