IT''s magic

Grünes Licht für die Hochschul-Ausbildung

Fast täglich wird ein neuer Studiengang proklamiert. Spezial-Programme zur Förderung von IT-Fächern sollen die Kapazitäten an den Hochschulen erhöhen.

Die Rahmenbedingungen für die Green Card stehen fest. Doch die Bewerber aus dem Ausland können nach Ansicht von Experten den Mangel nicht beheben. In der aktuellen Diskussion rund um den IT-Fachkräftemangel wird auch immer wieder die Frage aufgeworfen, ob die Hochschulen für den derzeitigen Missstand mit verantwortlich sind. Das weist der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Klaus Landfried, weit von sich. Die HRK und ihre Vorläuferin Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) hätten schon seit Beginn der 80er Jahre immer wieder auf den unzureichenden Ausbau der Informatik hingewiesen und seit Mitte der 90er Jahre vor einer drohenden Ingenieur-Lücke gewarnt. Das zu vermeiden, sei eine Frage der finanzpolitischen Prioritäten. „Wir müssen weg von der Subventionsgesellschaft, wir müssen in die Nachhaltigkeit investieren“, meint Landfried.
In einigen Bundesländern gibt es bereits spezielle Programme, die die Ausbildung von Computer-Experten an den Hochschulen fördern oder fördern sollen. Auch die Bundesregierung zieht nach und kündigte an, bei der Jahresversammlung der HRK ein Bund-Länder-Sonderprogramm zur Modernisierung des Informatik-Studiums mit Schwerpunkt Bio-Informatik vorzustellen. Bis Redaktionsschluss wollte sich niemand im Bundesministerium oder dem Kanzleramt zum Programm und seinem Umfang äußern, aber bereits im Vorfeld war bekannt geworden, dass es sich wohl um etwa 100 Mio. DM handelt. Damit sollen vor allem die Modernisierung bestehender Angebote und die Konzeption neuer Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten forciert werden.
Das Programm, so sickerte durch, wird je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert werden und noch in diesem Jahr starten – sollte es die Zustimmung der Länder finden. Klaus Landfried wollte sich ebenfalls nicht im Vorfeld zum Programm äußern, versicherte aber, dass er dies als „Ouvertüre“ begreife.
Ein Bund-Länder-Hochschul-Sonderprogramm war 1989 vom damaligen Bundesbildungsminister Jürgen Möllemann (FDP) angestoßen worden – seinerzeit allerdings gedacht als Förderprogramm für Nachwuchswissenschaftler. In einzelnen Bundesländern wurden die Weichen bereits schon vor dem Regierungs-Vorstoß auf Grün gestellt. Hessen beispielsweise hat ein in diesem Jahr beginnendes Sonderprogramm mit einer Gesamthöhe von 25,3 Mio. DM in vier Jahren für die Ausbildung von Computerspezialisten aufgelegt. Das Geld soll vor allem Fachhochschulen zu Gute kommen. In Bayern sind zusätzlich 30 Mio. DM für den Ausbau der Informatik-Studienplätze vorgesehen. Künftig sollen 250 zusätzliche Studierende pro Jahr an den FHs des Freistaates Informatik wählen können. Die FHs in Neu-Ulm und Ulm bieten im kommenden Wintersemester erstmals den Studiengang Wirtschaftsinformatik an. Die Lehrveranstaltungen Database Systems und IT Controlling und die Prüfungsleistungen sollen in englischer Sprache abgehalten bzw. abgefragt werden. Das Angebot entspreche vor allem dem regionalen Bedarf an IT-Fachkräften vor Ort, erklärte Wissenschaftsminister Hans Zehetmaier. In Baden-Württemberg soll die Zahl der Studienplätze für Informations- und Kommunikationsberufe an Berufsakademien weiter erhöht werden. In den letzten vier Jahren hat sich die Anzahl der Studienanfänger in den Informatikstudiengängen auf 4600 verdoppelt. NRW wiederum bildet nach Auskunft der Bildungsministerin Gabriele Behler 27 % aller angehenden IT-Fachleute in Deutschland aus. „Wir liegen damit an der Spitze“, verkündet sie selbstbewusst. In den letzten zwei Jahren seien 50 Mio. DM in Qualifizierungsmaßnahmen von 1000 IT-Fachkräften geflossen. Und Sachsens Wissenschaftsminister Prof. Dr. Hans Joachim Meyer zeigt sich von „aufgebauschten Sensationsmeldungen“ unbeeindruckt. Die Hochschulen würden den Anforderungen gerecht. Von 1195 möglichen Studienanfängerplätzen zum Wintersemester 1999/2000 seien 1039 belegt worden.
Ob das Bund-Länder-Hochschulprogramm – wenn es denn kommt – zusätzlich zu den Ländermaßnahmen eingerichtet oder mit den angekündigten Mitteln verrechnet wird, ist derzeit noch unklar – lediglich in Bayern hieß es, dass es zusätzlich zum Landesprogramm laufen wird. Eines ist aber jetzt schon klar: Die Hochschulen rüsten in jedem Fall auf, um den aktuellen und auch späteren Bedarf an IT-Fachkräften zu mildern. Dazu zählen „Orchideen“ wie die Einrichtung des neuen Studienschwerpunktes „E-Commerce“ an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. Es handelt sich um ein interdisziplinäres Wahlpflichtfach, das die Fachbereiche Wirtschaft Rheinbach und Angewandte Informatik Sankt Augustin konzipiert haben. 2001 sollen die ersten Absolventen auf den Markt kommen.
An der Medizinischen Universität zu Lübeck (MUL) kann man ab dem kommenden Wintersemester Informatik in Form eines Bachelor- und eines Master-Studienganges studieren. Beim Bachelor-Studiengang soll nach Angaben von Prof. Dr. Dieter Hogrefe, Studiendekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der MUL, stärker als beim Diplom-Studiengang das Augenmerk auf Praktische und Technische Informatik gelegt werden. Die Goethe-Uni in Frankfurt führt zeitgleich den Diplom-Studiengang Bioinformatik ein.
Eine Übersicht über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bietet die Web-Site der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung: http://http://www.studienwahl.de . cha
Wegweisende Studiengänge sollen den Fachkräftemangel in der Informations- und Telekommunikationsindustrie mindern.
Auch in Zukunft kann Deutschland den wachsenden Bedarf an Spezialisten mit Studienabgängern nicht befriedigen. Das zeigt die teilweise Prognose.

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