Hochschule

Für“s Studieren zahlen – Anreiz oder Abschreckung?

Wie ein sozialverträgliches Gebührensystem entwickeln, das Qualität schafft und Studierwillige anlockt und nicht abschreckt?

Deutschland muss sich bildungspolitisch bewegen. Das zeigt der OECD-Bildungsbericht – und das nicht allein für den Schulbereich. Im Durchschnitt der 29 OECD-Staaten kommen auf 100 000 Beschäftigte rund 1500 Ingenieure oder Naturwissenschaftler. Hierzulande sind es nur 1040.
Ob die Erhebung von Studiengebühren die Qualität fördert und die Hochschulen so mehr Begabte anziehen und ins Wirtschaftsleben entlassen oder ob junge Menschen dadurch vom Studium fern gehalten werden, bleibt vorerst unbeantwortet. Die ersten Gebühren werden wohl 2006 erhoben. Und dass diese mittelfristig auf dem angekündigten 500 €-Niveau pro Semester verharren, glaubt niemand.
Dass sie kommen, steht außer Frage. Und wo sie demnächst eingeführt werden, ist absehbar. Bleibt die Ungewissheit, wann und in welcher Höhe Studiengebühren erhoben werden. Während CDU-regierte Länder wie Bayern und Baden-Württemberg an Modellen basteln, stecken Sozialdemokraten die Köpfe zusammen, um zu einer einheitlichen Meinung zu gelangen.
Denn während Länderchefs wie Matthias Platzeck (Brandenburg) und Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit Gebühren keinesfalls für abwegig halten, machen Bildungsministerin Edelgard Bulmahn, Finanzminister Hans Eichel und Parteichef Franz Müntefering den Genossen in den Ländern klar, dass sie auf Bundesgeld für Gebührenmodelle vergeblich warten müssten.
In dieser Defensivhaltung verharren jedoch die Wenigsten. Selbst das Deutsche Studentenwerk als Interessenvertreter der unmittelbar Betroffenen hat sich bereits als Ratgeber bei der Einführung von Studiengebühren angeboten. Wenn Hochschulen und Wirtschaft aber High-Potentials nach Deutschland locken wollten, müsse man auch bereit sein, etwas dafür zu tun, heißt es aus dem Studentenwerk.
Gebührenerlass und Stipendien können Wege sein, ausländische Studenten, die über geringe finanzielle Mittel verfügen, für Deutschland zu begeistern. Gute Konzepte brauchen aber Zeit. Trotz Freude über das Ende des Gebührenverbots haben auch Unionsminister eingesehen, dass Schnellschüsse mit Gebührenerhebungen in diesem Jahr keinen Sinn machen.
In der Wirtschaft zeigt man sich tendenziell erfreut. Mit dem studentischen Beitrag werde „endlich auch an den Hochschulen dem allgemein akzeptierten Verursacherprinzip Rechnung getragen“, nach dem Leistung nur für Geld zu haben ist, findet etwa Michael Sandrock vom Technologieverband Telematicspro. Seiten 2 und 21 ws

Von Wolfgang Schmitz

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