Hochschule

Exzellenz statt Massenausbildung

VDI nachrichten – Neun Technische Universitäten haben sich jüngst zum Verbund „TU 9 – German Institutes of Technology“ zusammen-geschlossen. Was sie mit diesem Projekt beabsichtigen, verdeutlicht ihr Sprecher Prof. Horst Hippler, Rektor der Universität Karlsruhe.

VDI nachrichten: Warum gründen die führenden Technischen Universitäten eine eigene Interessenvertretung?Hippler: Bei unterschiedlichen Gesetzgebungen in den einzelnen Bundesländern sind die Strukturen der Technischen Universitäten sehr ähnlich. Deshalb kamen wir zu dem Schluss, mit einer Stimme sprechen zu wollen, vor allem gegenüber dem Ausland. Darüber hinaus sind die TU 9 ein geeignetes Instrument, unsere Vorstellungen zum Bologna-Reformprozess zu formulieren und umzusetzen. Es kann nicht sein, dass man die exzellente Forschung im Ingenieurbereich gefährdet, in dem man sie zu Massenausbildungsstätten degradiert.

Die TU 9 streben also eine eigenständige Politik an, losgelöst von anderen Hochschulen?
Hippler: Nein, aber ein Neunerverband wird eher gehört, als wenn jede Universität für sich allein spräche. In einem größeren Kreis von bis zu 40 technisch orientierten Hochschulen, wie zum Beispiel in der ARGE TU/TH, wäre der Abstimmungsbedarf sehr hoch, sodass nur ein kleinster gemeinsamer Nenner möglich wäre.

Im Rahmen des Bologna-Prozesses sehen Sie den Master als Regelabschluss an den TU 9. Glauben Sie, andere Technische Unis ziehen mit?
Hippler: Ich gehe davon aus, dass sich andere Technische Universitäten anschließen. Die künftige Ausbildung muss Qualität und Quantität des derzeitigen Diplomstudiums garantieren, um den Leistungsstandard der deutschen Industrie zu erhalten. Unser Hauptaugenmerk bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses richtet sich also darauf, dass Qualität und Quantität des universitären Ingenieurstudiums nicht gefährdet werden. Die neun Universitäten finanzieren sich zu einem großen Maß über Forschungsprojekte. Schrauben wir die Anzahl der Masterabsolventen und damit die Forschungskapazität zu Gunsten der Bachelorausbildung zurück, bekommen die Universitäten ein Finanzierungsproblem. Die Einwerbung von Drittmitteln bei Industrie, Deutscher Forschungsgemeinschaft und EU wäre in dem derzeitigen Umfang nicht mehr möglich.

 Sind die TU 9 eine dauerhafte Einrichtung?
Hippler: Unsere Zielsetzung, die geeigneten Ausbildungsprofile als gemeinsames Benchmark zu definieren, braucht Zeit und dürfte sich daher noch einige Zeit hinziehen. Probleme bereitet uns auch die Akkreditierungspraxis. Es kann nicht darum gehen, einzelne Studiengänge zu akkreditieren und in Deutschland Agenturen zu schaffen, die sich eine goldene Nase verdienen. Ziel muss es sein, eine internationale Einrichtung zu etablieren, die qualitätssichernde Maßnahmen von Fakultäten und Fachrichtungen akkreditiert und ausländischen Studierenden signalisiert, dass der von ihnen gewählte Studiengang nicht nur für Deutschland akkreditiert ist.

Den TU 9 gehören an: RWTH Aachen, TU Berlin, TU München, TU Darmstadt, TU Dresden, Universität Hannover, TH Karlsruhe, Universität Stuttgart sowie TU Braunschweig.

 

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