Jubiläumszeit

ETH Zürich brachte 21 Nobelpreisträger hervor  

Gefeiert wird das 50. Todesjahr von Albert Einstein, der 100. Geburtstag seiner Relativitätstheorie – und das 150-jährige Bestehen der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich (ETHZ). An dieser Hochschule hatte Einstein 1896 sein Physikstudium begonnen und 1912 als Professor gelehrt. Doch von seiner Alma Mater war das Genie nicht besonders begeistert.

Vielleicht mobilisierte Einsteins Abneigung die ETHZ; jedenfalls setzt sie seitdem alles daran, sich dem Genius ihres Schülers als würdig zu erweisen. Heute ist ihre wissenschaftliche Reputation beträchtlich. 21 Nobelpreisträger hat sie bisher hervorgebracht der letzte wurde 2002 gekürt. Und das internationale „Times-Ranking“ wertet die ETHZ als beste Hochschule Kontinentaleuropas. Die letzten Meter zur Weltspitze versperren ihr nur die neun besten angloamerikanischen Elite-Unis, wie Harvard oder das MIT.

Obwohl auf diesen Spitzenplätzen die Luft sehr dünn und der Einsatz hoch ist, will Olaf Kübler, Präsident der ETHZ, seine Hochschule noch weiter nach vorne bringen. Auf einen wesentlichen Mittelzuwachs kann er dabei nicht rechnen – das Jahresbudget 2004: rund 1,12 Mrd. Franken einschließlich Drittmitteln (zirka 730 Mio. €). Kübler setzt vielmehr auf die traditionellen ETH-Werte „Qualität, intellektuelle Redlichkeit und Partnerschaft, Stehvermögen und Abschlussstärke, Internationalität“. Bereits heute sind 58 % der 360 Professoren und 52,2 % der Doktoranden Ausländer – ein erheblicher Braingain, aus dem die Hochschule schöpfen kann.

Gleichzeitig baut die ETHZ an Kompetenzzentren mit: Die sechs Institutionen, die unter dem Dach der ETH (siehe Fußnote) arbeiten, bilden in Schlüsseldisziplinen Synergie-Cluster, die regional vorhandene Stärken konzentrieren, etwa in den Bereichen Energie und Nachhaltige Mobilität, Umwelt, Materialwissenschaften oder Biomedical Imaging. Grundlagenforschung trifft sich hier mit angewandter Forschung, Wissenschaft mit Wirtschaft – auch ein Tribut an die Schweiz und ihre Prosperität. In diesem Land ist Wissenschaft ungewöhnlich eng in die Gesellschaft eingebunden, die Wissenschaftskultur der ETHZ traditionell von der Nähe zur Gesellschaft geprägt. 2004 etwa stimmte die Bevölkerung über die Zukunft der Stammzellenforschung ab – und gab grünes Licht. Inzwischen kann sich die ETH auch direkt an jenen Unternehmen beteiligen, die von ihr entwickelte Technologien auf den Markt bringen.

An ehrgeizigen Projekten jedenfalls mangelt es nicht. So will die ETH Pionier auf dem Weg zur „2000-Watt-Gesellschaft“ werden, die mit einem Drittel des heutigen Energieverbrauchs auskommt und gleichzeitig die Lebensqualität verbessert. Und sie will entscheidend dazu beitragen, den Rätselraum des Lebens zu entschlüsseln. Ein systembiologisches Netzwerk, an dem sich auch die Unis Basel und Zürich beteiligen, arbeitet beispielsweise an der Früherkennung von Krankheiten: Künftig sollen aus den im Blutserum existierenden Zehntausenden von Proteinen die komplexen Krankheitsmuster herausgelesen werden. Damit die Quelle der Kreativität nicht versiegt, etablierte die Hochschule eine „Innovations-Initiative“, die den Wettbewerb der Wissenschaftler ankurbelt. Preiswürdige Schwerpunktprojekte werden mit rund 160 000 € jährlich gefördert.

Praktisch bei allen Projekten dabei: die Ingenieurwissenschaften. Als Impulsgeber richtungsweisender Forschung arbeiten sie zunehmend in Grenzbereichen zu anderen Fächern wie Medizin oder Biowissenschaften. In diese Dynamik werden die Studierenden der ETHZ früh einbezogen, indem die „hauseigene“ interdisziplinäre Forschung die Lehre stimuliert. Das macht die Ingenieurwissenschaften attraktiv. Sie bleiben weiterhin die stärkste Fraktion: 4108 von 12 505 Studierenden waren 2004 in den Ingenieurwissenschaften eingeschrieben, die meisten in E-Technik. In Mathematik und Naturwissenschaften waren 3741 Studierende immatrikuliert. Peu à peu erobern auch die Frauen ihren Platz: 2004 ist ihr Anteil auf 29,3 % gestiegen. Das zumindest hätte Einstein am damaligen „Polytechnikum“ wohl gefallen. RUTH KUNTZ-BRUNNER

Für Einstein-Forscher: Zum Jubiläum stellt die ETH-Bibliothek Originaldokumente im Web zur Verfügung. Und außerdem: Die ETHZ ist die größte Institution des ETH-Bereichs.

www.ethbib.ethz.ch
www.ethrat.ch
www.ethz.ch

Wissenschaft und Gesellschaft sind dicht verwoben

Von Ruth Kuntz-Brunner

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