Hochschule

Die ganz persönliche Art der Bildung

Sich mal eben so auf die Schnelle weiterbilden, das läuft nicht an der TU Dresden. Wissenschaftliche Weiterbildung braucht ihre Zeit – und eine gute Beratung. Denn die ist Voraussetzung für eine individuell maßgeschneiderte Kompetenzvermittlung.

Die Hochschulen sehen sich immer noch als wissenschaftliche Elfenbeintürme, heißt es. Nur zähflüssig gelangen die Produkte forschender Geister in die Öffentlichkeit, heißt es. Den Nutzen von Weiterbildungsangeboten für das Image der Hochschulen ignoriert man in den elfenbeinernen Weisenhäusern, heißt es weiterhin.
Vorurteile, denen viele Hochschulen mit der Öffnung nach außen zu begegnen trachten. Dass die vorhandenen Ressourcen wie Bibliotheken und Gerätschaften nicht allein für die nachrückende Wissenselite der unter 30-Jährigen zur Verfügung stehen sollten, darüber ist man sich flächendeckend an deutschen Lehr- und Forschungseinrichtungen einig.
Ein Beispiel für die gelungene Umsetzung des Dienstleistungsgedankens ist die Technische Universität Dresden. Das dortige Zentrum für Weiterbildung bietet seinen Kunden – in der Mehrzahl weiterbildungshungrigen Akademikern – nicht allein das gesamte Spektrum der an der TU vorhandenen Wissenschaftsdisziplinen an. Es bündelt auch die Wünsche und Vorstellungen, die über diese Angebote hinausgehen und stellt Kontakte mit externen Fachleuten her.
„Unsere Angebote sind immer kundenzentriert“, erklärt Dezernentin Verena Leuterer. Sucht ein Ingenieur etwa zur Bewältigung eines neuen Firmenauftrags Hilfe, erstellt er in Kooperation mit den Mitarbeitern des Weiterbildungszentrums ein Gesamtbild seiner Wissensanforderungen. Leuterer: „Wir suchen dann den Mentor, der diese Lücken zu schließen versteht. Das hat für beide Seiten Nutzen: Dem Anfragenden wird geholfen, zeitgleich bringt er sein Praxiswissen in die Wissenschaft ein.“
Wirtschaftlich macht dieses Vorgehen für die TUDAG, die Technische Universität Dresden Aktiengesellschaft, natürlich nur Sinn, wenn der Weiterbildungssuchende zu größeren finanziellen Aufwendungen bereit ist oder sich genügend Interessierte für Lehrveranstaltungen finden lassen. Ballen sich die Wünsche, entstehen daraus neue Kursideen.
Herzstück der TUDAG-Weiterbildungseinrichtungen ist die Dresden International University. Die Gründungsidee der DIU aus dem Jahre 2003 fußt auf dem Gedanken, nicht eine weitere Business- oder Law-School zu den vielen anderen hinzuzugesellen, sondern eine neue Variante zu schaffen, „eher eine Academic Professional School, die das breite Fächerspektrum der TU Dresden und der Dresdner Forschungseinrichtungen zur Formulierung von marktgängigen Angeboten nutzt“.
Praxisnähe wird also auch hier betont. Und da im Berufsleben auch nie eine einzelne Disziplin isoliert anzutreffen ist, wird auf praxisnahe Vernetzung geachtet. Die drei wesentlichen Fachbereiche Wirtschaftswissenschaften bzw. Management, Ingenieurwissenschaften sowie Rechtswissenschaften gehen dabei meist verschiedene Konstellationen ein, etwa in den Masterprogrammen „Logistikmanagement“, „Health Care Management“, Kultur und Management“ oder in dem vielfach nachgefragten „Wirtschaft und Recht“.
Zwangsläufig treffen in den interdisziplinär aufgestellten MBA- und LL.M (Master of Laws)-Kursen Wirtschaftsexperten auf Ingenieure und Juristen ein interdisziplinärer Mix, der auf alle befruchtend wirkt, wie Tobias Zimmermann, an der DIU für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, versichert. Fachbezogenes Lernen wird in der Regel mit Zertifikaten belohnt, so etwa bei ingenieurtypischen Inhalten der Elektrotechnik oder der Mechatronik.
Welche Richtung der Studierende auch immer einschlagen möchte: Die Praxisnähe ist stets gewährleistet, nicht allein durch den hohen Dozentenanteil von Führungskräften aus der Wirtschaft. Im Studiengang Logistik arbeitet die DIU mit der Gläsernen Manufaktur Dresden zusammen, die Konzeption des brandneuen Studiums „Patient Management“ geht auf die intensive Kooperation mit dem Gesundheitskonzern Fresenius zurück.
„Wer bei uns studieren möchte, braucht ein abgeschlossenes Studium und mehrjährige Berufserfahrung“, erläutert Zimmermann. „Bei den Fachrichtungen sind wir aber grundsätzlich offen.“ Ebenso sind – und der Name Dresden International University sagt es bereits – ausländische Studierende willkommen. So finden vor allem Asiaten großen Gefallen am MBA-Programm in Logistik.
45 % der Studierenden kommen aus dem Ausland, die meisten aus China und Indien, aber auch aus Süd- und Nordamerika. Die Kurse finden je nach internationaler Nachfrage und Dozentenherkunft in Deutsch oder Englisch statt. Wer dazu an seinen Deutschkenntnissen feilen muss, kann sich im Sprachinstitut TUDIAS weiterbilden.
„Die Weiterbildung der TU Dresden verkauft keine Konfektionsware aus dem Regal. Wir fokussieren stets den wissenschaftlichen Anspruch“, fasst Verena Leuterer die Stärken der Hochschulweiterbildung zusammen. „Und wir wollen unsere Angebote nicht unter allen Umständen an den Mann oder die Frau bringen. Wir stellen gemeinsam mit dem Weiterbildungssuchenden die Frage, ob ein weiteres Studium überhaupt Sinn macht. Insofern bieten wir nicht nur eine Weiterbildungs-, sondern auch eine Lebensberatung an.“
Aus drei Gründen finden Studierwillige den Weg nach Dresden. Zimmermann: „Zum einen wollen sich viele im und mit ihrem Unternehmen weiterentwickeln, zum anderen erkennen Teilnehmer, die noch nicht lange im Berufsleben stecken, dass das raue Gebaren im beruflichen Alltag bestimmte Techniken verlangt und schließlich geht es darum, den persönlichen Marktwert zu erhöhen.“
„Je ernsthafter gearbeitet wird, umso wichtiger ist das Lachen“, findet Verena Leuterer. So kommt es, dass die meisten Absolventen erklären, sie hätten mehr gelernt, als sie bei ihrer Anmeldung vermutet hätten.
WOLFGANG SCHMITZ

Von Wolfgang Schmitz

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