Hochschule

Der MBA kommt übers Internet in den privaten PC

Die Weiterbildung zum Master of Business Administration (MBA) steigt im Kurs, weil immer mehr Unternehmen auf eine wirtschaftswissenschaftliche Zusatzqualifikation unmittelbar nach dem Ingenieurexamen Wert legen.

Insbesondere die großen amerikanischen Gesellschaften wie McKinsey, The Boston Consulting Group, KPMG, PriceWaterhouseCoopers, Arthur D. Little und Andersen Consulting legen sehr großen Wert auf den an einer renommierten Schule erworbenen Titel, der seine Träger als leistungsorientiert ausweist und ihnen den Zugang zu einem exklusiven Netzwerk von Ehemaligen (Alumnis) eröffnet. Zahlreiche Institutionen in Europa und in den USA, dem Mutterland des MBA, bieten diese Ausbildung im Vollzeit- oder im Teilzeitunterricht an, wobei die Ausbildungszeit zwischen zwölf und 36 Monaten schwanken kann – je nach Bildungseinrichtung und der Antwort auf die Frage, ob der Studierende seinen Job aufgibt oder ob er nebenberuflich studieren will.
Ganz aktuell und besonders nachgefragt im weltweiten Markt für MBA-Angebote sind die sogenannten distance-learning programs. Angeboten wird die Fernausbildung zum MBA übers Internet allerdings schon seit Mitte der 90er Jahre. Junge Aufstiegswillige können damit gewissermaßen die Quadratur des Bildungskreises schaffen: Sie bleiben in ihren meist attraktiven Karriere-Positionen in den Firmen und studieren abends, am Wochenende und in ihren Ferien bequem vorm heimischen Computer. Der Dialog mit den Lehrern und den Studienkollegen findet virtuell in speziellen Chaträumen statt nur zu den Prüfungen wird persönliches Erscheinen gefordert. Einziger Nachteil der www-Weiterbildung: Der Aufbau eines beruflichen Netzwerkes gestaltet sich schwieriger als bei den Präsenzschulen. Denn das gemeinsame Büffeln für eine Klausur oder die Lösung eines Business Case im Team verbinden stärker als der getippte Schwatz von Computer zu Computer.
MBA-Fernunterricht wird sowohl von den Top-Schulen offeriert als auch von eigens zu diesem Zweck errichteten Neugründungen. Verlage und Softwarefirmen unterhalten solche Online-Schulen, zu deren bekannteste die Dow Jones On-line University zählt. Ein weiterer Trend: Immer mehr Traditionsinstitute knüpfen Allianzen mit Internetgesellschaften, um die Inhalte der Programme umzubündeln und an neue Zielgruppen weiterzuleiten. Eine solche Partnerschaft sind beispielsweise die London Business School und die Columbia University mit dem Internet-Startup Unext.com eingegangen. Ein in den Vereinigten Staaten bekanntes und allmählich auch nach Europa vordringendes Phänomen sind die sogenannten Start-up Incubators. Auch hier hat die LBS die Nase vorn. Mit I:Lab wurde eine Einrichtung zur Förderung junger Firmen gegründet. Wer hier studiert, hat entweder bereits eine Firmengründung hinter sich gebracht, ist auf dem besten Wege hierher oder er arbeitet in einem der vielen neuen Jobs, die von den neuen Medien hervorgebracht wurden. Gelehrt wird aber nicht das umfassende MBA-Programm, sondern genau das, was ein zukünftiger Unternehmer wissen und beherrschen muss.
Wer seine berufliche Laufbahn bei einem Großunternehmen beginnt, hat gute Chancen, den MBA auf einer firmeneigenen Universität erwerben zu können. Zahlreiche Konzerne wie zum Beispiel DaimlerChrysler sichern sich den steten Zustrom an Managementnachwuchs, in dem sie ihn auf die hauseigene Weiterbildungseinrichtung entsenden. Zeitgemäß läuft der Unterricht via Internet in der Freizeit des Studierenden, doch für Klausurvorbereitungen, Workshops und Projekte gestehen die Konzerne großzügige Weiterbildungszeiten zu. Für Jobhopper ist die firmeninterne MBA-Ausbildung freilich weniger geeignet: Die meisten Unternehmen verlangen von ihren frisch gebackenen Masters, dass sie noch ein paar Jahre für ihr Haus tätig sind.
Das wachsende Interesse der Unternehmen an einer MBA-Weiterbildung bestätigt auch eine Umfrage der Zeitschrift „Business Week“ bei Personalleitern von Konzernen. Es stellte sich heraus, dass 42 % der befragten Personalprofis in den letzten fünf Jahren einen deutlich höheren Anteil von Angestellten einen Zugang zu einem MBA-Programm ermöglicht haben als zuvor. Als Grund gaben die Human Ressource-Verantwortlichen die sich rasant entwickelnden Veränderungen im Management an, denen nur mit einer entsprechenden Ausbildung beizukommen sei.
Berufsbegleitende Executive-Programme sind für Personen zwischen 30 und 45 Jahren konzipiert, die im mittleren Management arbeiten und von ihren Arbeitgebern bei der Ausbildung finanziell unterstützt werden. Der amerikanische Arbeitgeber stellt den Arbeitnehmer in der Regel für einen Tag in der Woche von der Arbeit frei, während der Arbeitnehmer einen Tag seiner Freizeit dem Studium widmet. Europäische Institutionen wie beispielsweise die Graduate School of Business Administration (GSBA) in Zürich führen die Management-Weiterbildung bevorzugt in zusammenhängenden Blöcken durch, für die der Studierende Teile seines Urlaubs, sein Arbeitgeber Zeiten der bezahlten Freistellung aufwendet. Zwischen den Unterrichtsblöcken arbeitet der Studierende ganz normal in seinem Unternehmen mit und sammelt Praxiserfahrungen. CHRISTINE DEMMER

Von Christine Demmer

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