Nachwuchsförderung

Das veränderte Deutschland nach der Innovationsoffensive

Deutschland nach der Innovationsoffensive.

Die Innovationsoffensive hat Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Bereiche gehabt. Besonders bezogen auf die Fähigkeit zu technisch-naturwissenschaftlichen Innovationen war die Initiative erfolgreich.
Vorschule und Schule:Im Kindergarten werden die Kinder spielerisch mit Technik vertraut gemacht. In allen Schultypen und Jahrgangsstufen ist ein Drittel der Unterrichtszeit dem naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Unterricht vorbehalten. Technikunterricht wird als Allgemeinbildung verstanden. Auch Nichttechniker können jetzt Technik verstehen und beurteilen. Die Aufgeschlossenheit für Technik und Naturwissenschaften ist dadurch gestiegen.
Unterschiedlichen Begabungen wird in der Schule Rechnung getragen. So werden beste Voraussetzungen sowohl für studierte als auch für handwerklich orientierte Fachkräfte geschaffen. In der Schule werden Selbstlerntechniken durch übergreifende Projektarbeit vermittelt. Damit wird lebenslanges Lernen schon in der Schule geübt.
Durch Lehrerweiterbildung, die Einführung von Bildungsstandards und Mädchenförderung konnte der Anteil der Studierwilligen erhöht, und die Zahl der Studienanfänger in naturwissenschaftlichen und technischen Fachrichtungen verdoppelt werden.
Hochschulen:Die Autonomie der Hochschulen in Bezug auf die Bewerberauswahl, Berufungen und Mitteleinsatz gewährleistet den Wettbewerb der Hochschulen untereinander. Sie sind Anziehungspunkt für die Besten. Die Einführung von Studiengebühren und wirkungsvoller Stipendien- und Kreditsysteme haben die Abbrecherquote und die Studiendauer verkürzt.
Die konsequente Einführung der gestuften Studiengänge Bachelor, Master, Promotion und die Sicherung hoher Qualität durch verbindliche Akkreditierungen unabhängiger Agenturen, sowie fakultätenüberschreitende Studiengänge haben die Attraktivität der deutschen Hochschulausbildung weiter gestärkt.
Eine durch die Hochschulen selbst vorgenommene Integration und Kooperation von Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien decken das ganze Spektrum der wissenschaftlichen und industriellen Anforderungen ab. Ein institutionalisiertes Weiterbildungsangebot der Hochschulen in einem profitablen Nebenbetrieb bietet die Voraussetzungen für lebenslanges Lernen.
Industrie: Die Entbürokratisierung des Staates und eine einfache Steuergesetzgebung geben den Unternehmen Spielraum für vermehrte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.
Durch die Liberalisierung des Arbeitsmarktes sind individuelle Arbeitszeiten je nach Alter und Gesundheitszustand möglich. So können auch die, die es wollen, ihren Beruf unabhängig von tariflichen Arbeitszeitgrenzen hinaus leben.
Die Unternehmen haben es geschafft, durch Teilzeitangebote, Kinderbetreuung, Wiedereingliederung nach Mutterschaftsurlaub und Elternzeit für Männer, ohne dass dies ihrer Karriere schadet, Frauen in die Unternehmen zu integrieren. Frauen stellen mittlerweile einen bedeutenden Anteil auch der technischen Berufe. Ihre Denkweise stellt einen wesentlichen Produktivitätsfaktor dar.
Die Gewerkschaften unterstützen durch flexible Arbeits- und Entlohnungspolitik eine konjunkturunabhängige Personalplanung.
Public Private Partnership macht die konsequente Anwendung neuer Technologien in staatlichen Verantwortungsbereichen möglich und löst weitere Innovationsschübe aus. Eine Transrapidstrecke zwischen Frankfurt, Stuttgart und München als erstes Teilstück eines europäischen Fernverkehrsnetzes wurde in Betrieb genommen.
Wissenschaft: Durch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und Veränderung der Prioritäten stehen wieder mehr Mittel für die Forschungseinrichtungen von Bund und Ländern zur Verfügung. Deutschland rangiert wieder deutlich über dem Durchschnitt der EU.
Forschungsschwerpunkte an verschiedenen Forschungsinstitutionen – auch über die Grenzen von Max Planck-, Helmholtz-, Leibniz-, Fraunhofer-, Ressort- und Hochschulforschung hinweg – wurden zusammengelegt, so dass diese jeweils gestärkt mit konzentrierter Energie die Aufgaben angehen können. So entstanden weltweit führende Forschungszentren.
Der Staat beschränkt sich in der Forschungspolitik wieder darauf, Ziele vorzugeben und überlässt es den Forschern, den richtigen Weg zu finden. Die Behinderung der Forschung, etwa durch ein Verbot der Mitgliedschaft im „Generation IV International Forum (GIF)“ zur Entwicklung neuer Leistungsreaktoren ist aufgehoben. Deutschland hat wieder Zugang zu diesen Gremien.
Der Staat überlässt Forschung in kritischen Bereichen nicht dem privaten Sektor, sondern betreibt diese Forschung in den eigenen bewährten öffentlichen Forschungseinrichtungen selbst. So kann Deutschland wieder an vorderster Front weltweit in der Anwendung kritischer Technologien sachkundig mitreden.
Die „Empfehlungen zur Selbstkontrolle der Wissenschaft“ der DFG, die vom VDI erarbeiteten „Ethischen Grundsätze des Ingenieurberufs“ und die „corporate governance“ der Industrie sind die allgemein anerkannten Kodizes für die wissenschaftliche und technische Arbeit von Wissenschaftlern und Ingenieuren.
Beispiele haben gezeigt, dass die Grenze zwischen erkenntnisgetriebener Naturwissenschaft und nutzenstiftender Technikentwicklung immer mehr verschwindet und die wissenschaftlichen Disziplinen als ausschlaggebender Orientierungsrahmen für die Forschung an Bedeutung verlieren. An deren Stelle wurden flexible, problemorientierte Forschungsstrukturen mit fakultätsübergreifenden Arbeitsgruppen eingerichtet. Verbundprojekte zwischen Forschung und Industrie mit gleichzeitiger deutlicher Stärkung der Projektförderung haben Deutschland sprunghaft in der Anwendung von Hochtechnologien auf industrielle Produkte in alten und in neuen Branchen an die Weltspitze gebracht.
Unternehmensgründungen: Bund und Länder haben die Programme der früheren Jahre gesichtet und neu geordnet. Es gibt aufeinander abgestimmte Förder-, Darlehens- und Gründerprogramme.
Netzwerke von Forschungsinstitutionen und „business angels“ unterstützen und begleiten die Neugründungen unternehmerisch, technisch und kaufmännisch. Dadurch ist die Überlebensquote der Neugründungen deutlich gestiegen. Es gibt Ansätze für das Entstehen neuer Branchen in bisher nicht bekannten Gebieten.
Die schlechte Zahlungsmoral, die nicht nur bei vielen Unternehmen unterschiedlicher Größe, sondern speziell auch bei öffentlichen Auftraggebern weit verbreitet war und zu schweren Schäden und Insolvenzen insbesondere bei (technologieorientierten) KMUs geführt hat, gehört durch ein hartes Eingreifen des Staates glücklicherweise der Vergangenheit an.
Internationale Aktivitäten: Die Stärkung auf wirtschaftlichem und technologischem Gebiet hat Deutschland zu einem begehrten strategischen Partner innerhalb der EU gemacht. Synergien können genutzt und Kompetenzen im internationalen Standortwettbewerb aufgebaut werden. So haben internationale Konzerne ihre Standorte nach Europa verlegt, weil ihnen die Spitzentechnologien mehrerer europäischer Länder als kombiniertes Paket angeboten werden konnten.
Durch Hilfe bei der Entwicklung von Strukturen und Kompetenzen, insbesondere der osteuropäischen Länder, wurden die Grundlagen für längerfristige Partnerschaften und gut funktionierende Beziehungen in Forschung, Entwicklung und Wirtschaft gelegt. Es konnten gezielt Unterstützungsaktivitäten für KMUs und Neugründungen entwickelt werden, so dass diesen nun der Zugang zu internationalen Märkten erleichtert werden konnte. HUBERTUS CHRIST

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