Technik erleben

Besuchermagnet IdeenExpo: „Es muss knall, puff und peng machen“

Die dritte IdeenExpo für Schüler und Studenten auf dem Messegelände in Hannover erwies sich als Besuchermagnet – am Dienstag war der Andrang so stark, dass es mehrmals zu einem Einlass-Stopp kam. Ein Prototyp von VW wurde in Deutschland erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Eines der spektakulärsten Exponate auf der IdeenExpo ist das Ein-Liter-Auto von VW. Der Prototyp XL1, ein Hybridauto, wird erstmals in Deutschland der Öffentlichkeit präsentiert. „Hier bei uns und nicht auf der IAA, der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt“, freuen sich die Veranstalter. Der stromlinienförmige, aerodynamisch optimierte, weitgehend aus Carbon gefertigte Zweisitzer verbraucht nach Hersteller-Angaben nur 0,9 l Diesel auf 100 km.

Was der Nachwuchs drauf hat, zeigt nicht nur ein komplett von VW-Azubis gestalteter Golf GTI, sondern auch der „SR Zero“, ein von Maschinenbau-Studenten konstruierter Elektro-Rennwagen, der bis 200 km/h schnell ist und mit einer Batterieladung etwa 500 km weit fahren kann. Auf der Panamericana von Alaska bis nach Feuerland fuhr dieser Wagen 26 000 km. In Hannover steht er nicht nur als Hingucker: Es besteht die Möglichkeit, als Beifahrer darin eine Runde über das ehemalige EXPO-Gelände zu drehen.

IdeenExpo als Jobbörse für den technisch interessierten Nachwuchs

Ebenfalls mit einem Boliden – hier einen DTM-Wagen – als Blickfang, einem Fahrsimulator und dem Thema „Was wäre die Welt ohne Stahl?“ lockt die Salzgitter AG. Am Stand kann man unter anderem Kranführer spielen und Coils (Bandstahlrollen) auf Güterwaggons verladen, am benachbarten Stand der Handwerkskammer Hannover LED-Bilder fabrizieren und bei NiedersachsenMetall kleine Elektromotoren zusammenbauen.

Europas größte Wissenschafts- und Technik-Show für Schüler und Studierende findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. „Interessieren – aktivieren – motivieren“ ist die Intention, Spannung und Unterhaltung sind die Mittel. Neun Tage lang geht es wieder darum, „Technik spielerisch zu vermitteln, d. h. die jungen Leute abzuholen und ihnen zu zeigen, dass Technik nicht immer kompliziert und anstrengend ist“, erklärt Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo GmbH.

Zielgruppe seien zwar die Acht- bis 14-Jährigen, sagt Schmidt, aber ebenso wichtig seien „die 14- bis 15-Jährigen, bei denen jetzt die Berufswahl ansteht“. Die IdeenExpo ist nicht nur das größte Klassenzimmer weltweit, sondern auch die größte Jobbörse für technisch interessierten Nachwuchs.“

Auf der IdeenExpo versuchen Azubis und Studierende die Technikbegeisterung bei Besuchern zu wecken

Mithilfe interaktiver Exponate lässt sich in der Erlebnisarena „Sport & Technik“ beim Fechten, Schießen, Laufen, Rudern und Radfahren wetteifern und zugleich viel über Sportgeräte aus Hightechmaterial erfahren. Hier wie auch an den übrigen Ständen in den Themenwelten sind es Azubis und Studierende, die den jungen Besuchern Technik erklären, sie anleiten und bei Versuchen unterstützen.

„Auf den Vorveranstaltungen hatten wir noch Referenten, die trockene Vorträge gehalten haben“, erinnert sich Olaf Brandes, Geschäftsführer der Stiftung NiedersachsenMetall, auch verantwortlich für deren Bildungsaktivitäten. „Aber das ist nichts. Es geht nur mit Unterhaltung“. „Es muss knall, puff und peng machen“, ergänzt Schmidt. Zumindest für die Acht- bis Zwölfjährigen.“

Getragen wird die Technik-Schau vom Land Niedersachsen und der niedersächsischen Wirtschaft, organisiert von der IdeenExpo GmbH. Ministerpräsident David McAllister (CDU) ist Schirmherr der Veranstaltung, VW größter Aussteller.

Die Wolfsburger warten auch mit dem größten Exponat auf, nämlich einer Produktionsstraße. Dort lässt sich die „Hochzeit im Automobilbau“ verfolgen, die Zusammenführung von Karosserie und Motor zu einer Einheit. Neben der Salzgitter AG, der Continental AG, dem NDR, Airbus, Sennheiser sowie der Meyer Werft sind auch andere Perlen der deutschen Industrie vertreten, wie Siemens und Bosch, E.on und Telekom, ZF, Voith sowie die Chemiebranche. Feuerwehr, Bundeswehr und Polizei nutzen ebenfalls die Gelegenheit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, denn – wie Volker Schmidt es formulierte – „auch Fachkräfte haben Lieferzeit“.

Die IdeenExpo ist Niedersachsens Leuchtturm-Projekt

Mit der IdeenExpo hat Niedersachsen ein Leuchtturmprojekt auf die Beine gestellt, das weit über die Landesgrenzen hinausstrahlt und immer mehr Besucher aus den angrenzenden Bundesländern anzieht: Schulklassen aus dem hessischen Gelnhausen und Bad Orb nahmen eine immerhin mehr als 300 km lange Anreise auf sich und Volker Schmidt gab bei einem Pressegespräch die vielleicht nicht ganz repräsentative, aber originelle Statistik zum Besten, dass von den rund 80 Kindern, die während des ersten Wochenendes auf der IdeenExpo zeitweise verloren gingen, mehr als die Hälfte nicht aus Niedersachsen kam.

2009 wurden bei der IdeenExpo rund 300 000 Besucher gezählt und damit doppelt so viele wie bei der Premiere 2007. In diesem Jahr waren es bereits am ersten Wochenende 70 000, und noch einmal so viele Schüler aus 13 Bundesländern hatten sich bereits vorab für einen Besuch angemeldet. Für Horst Schrage, stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover, ist das ein Indiz dafür, „dass das Konzept stimmt“.  

www.ideenexpo.de

Von Anne Schneller

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