Hochschule

Bachelor ist noch keine Erfolgsgeschichte  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 7. 3. 08, ws –

Durch die Einführung des Bachelors an den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen der Fachhochschulen ist die Abbrecherquote – im Gegensatz zu den Universitäten – dramatisch gestiegen. Fast jeder zweite Student bricht sein Ingenieurstudium wieder ab, so die Ergebnisse einer Untersuchung der „Hochschul Informations System GmbH“ (HIS).

Die Einführung der neuen Bachelor-Studiengänge im Zuge des Bologna-Prozesses wurde von hochschulpolitischer Seite auch damit begründet, dass so die Dauer des Studiums verkürzt und die Abbrecherquote gesenkt werde. Zumindest die letzte Erwartung hat sich nicht erfüllt und ist in einzelnen Hochschulbereichen eher gegenläufig.

Dabei hat sich, so das Gesamtergebnis der HIS-Studie, die Abbrecherquote an deutschen Hochschulen verringert. Von 100 Studienanfängern der Jahrgänge 1999 bis 2001 haben 21 ihr Erststudium ohne Abschluss aufgegeben. Bei der letzten Berechnung, die den Studienanfängern von 1997 bis 1999 galt, lag diese Quote noch bei 22 %. Der Rückgang des Studienabbruchs beruht dabei auf einer günstigen Entwicklung an den Universitäten.

Für HIS-Projektmitarbeiter Ulrich Heublein ist klar, dass die Zahl derjenigen Ingenieurstudenten an Fachhochschulen, die einen Bachelorstudiengang abbrachen, „deutlich über der 40-Prozent-Marke“ liegt.

Warum das so ist, darüber soll eine Befragung der Studienabbrecher durch HIS Auskunft geben, Vermutungen gibt es bereits. Zum einen spiele die soziale Herkunft der FH-Studenten eine Rolle. Denn diese stammten eher als an der Universität aus einkommensschwachen Schichten der Bevölkerung.

Diese Studenten haben nach Erlangung der Fachhochschulreife gejobbt oder eine Berufsausbildung absolviert, sodass das durchschnittliche Alter der Studienanfänger bei 23 Jahren liegt. In der Zwischenzeit, so Heublein, geht aber der Kontakt mit Grundlagenfächern wie Mathematik verloren.

Auf der anderen Seite aber seien die Leistungsanforderungen in den Bachelor-Studiengängen eher gestiegen, der Stoff müsse nun in kürzerer Zeit bewältigt werden. In den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen sei die Umsetzung auf den Bachelor noch nicht optimal gelungen.

Den zweiten Problemkreis sieht Heublein in der Finanzierung des Studiums. Wer mit 23 Jahren schon einmal ein Einkommen erzielt hat, befindet sich in einer anderen Lebensphase als ein 19-Jähriger. Auf einen Lebensstandard mit eigener Wohnung und Auto zu verzichten, „das fällt eben schwer“. Die Lösung sehen die FH-Studierenden in der Erwerbstätigkeit, die aber kollidiert wiederum mit den Studienanforderungen. Veröffentlicht werden sollen die Ergebnisse der Befragung Ende dieses Jahres. RUDOLF STUMBERGER

Von Rudolf Stumberger

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