Aktive Stellensuche 27.01.2003, 01:00 Uhr

Wie gebe ich ein Stellengesuch auf

Bei einem Stellengesuch inseriert der Kandidat selbst in einer Fachzeitschrift, Zeitung oder Bewerberdatenbanken im Internet. Er bietet seine Arbeitskraft unter den dafür vorgesehenen Rubriken an. Im Gegensatz zur Stellenanzeige wird der Spieß umgedreht. Der Stellensuchende erhält eine Reihe von Zuschriften von Arbeitgebern oder deren Mittlern (Personalberatern). Der Inserent entscheidet dann, bei welchen Arbeitgebern er sich bewirbt und zu welchen Personalberatern er Kontakt aufnimmt.

Suchen satt: Selbst ein Stellengesuch schalten!

Suchen satt: Selbst ein Stellengesuch schalten!

Foto: panthermedia.net/garagestock

Das Stellengesuch signalisiert Initiative und Aktivität. Bei der Stellenanzeige fordert der Arbeitgeber erst den Stellensuchenden zur Bewerbung auf. Personalentscheider, die sich auf ein Gesuch melden, haben meist ein erhebliches Interesse am Inserenten. Sie setzen sich rasch mit ihm in Verbindung. Ferner steht der Stellensuchende nicht mit einer großen Zahl von Bewerbern, wie bei der Stellenanzeige, in direkter Konkurrenz. Arbeitgeber, die auf Stellengesuche antworten, werden meist nur auf zwei oder drei derartige Anzeigen reagieren. Die Rücklaufquote der Bewerbungsunterlagen, ohne vorher zu einem Telefoninterview oder Vorstellungsgespräch zu kommen, fällt daher relativ gering aus.

Das Stellengesuch sollte mit dem entscheidenden Bildungsabschluss oder der aktuell bekleideten Position eröffnet werden. Staatlich geprüfter Techniker, Promovierter Ingenieur, Qualitätsmanager, Elektrotechniker usw. Im Mittelpunkt können auch Themen oder Kombinationen stehen wie: Maschinenbau + Elektrotechnik, Technik + Management, Aufbau Projektmanagement u.ä. Interessant ist auch die Eröffnung über eine Frage: „Beherrschen Sie Ihre Produktionsprozesse?“ oder: „Suchen Sie neue Märkte in China?“ Nichtssagende Eröffnungen nach dem Motto: „Suchen Sie den Supermann?“ sind dagegen zu vermeiden.

Stellengesuch: Informationen im Zentralteil

Es folgen im Stellengesuch Angaben über Alter, Ausbildungs-/ Schul-/ Praxisleistungen, zwei bis drei Angaben zu Persönlichkeitsmerkmalen wie teamorientiert, engagiert, weltweit mobil usw., fünf bis sechs Schwerpunkte aus den Bereichen Studium (bei Young Professionals) und Tätigkeits-/ Erfahrungsschwerpunkte, Verantwortlichkeiten, Ergebnisse der bisherigen Berufspraxis, ggf. wichtige Zusatz-, Sprach-, EDV-Kenntnisse. Wichtig ist auch der Hinweis ungekündigt – wenn dies zutrifft! Grundsätzlich gilt: Nur zur angestrebten Position passende Informationen aufführen! Die Schwerpunkte im Gesuch müssen so gewählt werden, dass sie Probleme der Branche und/oder des Funktionsbereichs ansprechen. Unsicher? Anregungen liefern die Berufsprofile von ingenieurstage.de.

Wer einfach nur einen neuen Wirkungskreis oder eine neue Herausforderungen sucht, überlässt die Denkarbeit dem Leser. Für Fantasie und Konstruktivität im Stellengesuch spricht dies nicht. Zudem wird vermutet, dass der Inserent nicht weiß, was er will! Die Angabe einer Position oder eines Gebietes reicht unter Umständen nicht aus, viele Unternehmen anzusprechen. Zwei oder drei Gebiete oder Positionen können ruhig gebracht werden, sofern sie sinnvoll zusammenpassen, z.B. Entwicklung-Konstruktion, Produktionsleitung/-steuerung. Häufig gibt es auch Synonyme für gleiche oder ähnliche Positionen oder Funktionen. Es ist darauf zu achten, dass die Erfahrungsschwerpunkte aus dem Zentralteil (s.o.) unbedingt mit den Zielpositionen und Zielgebieten harmonieren!

Bei den Zielgebieten und -positionen können weitere Restriktionen gesetzt werden, z.B. in einem mittelständischen Unternehmen, in der Automobilzulieferbranche, in Bayern usw. Allerdings kann möglicherweise die Resonanz auf das Stellengesuch dadurch beeinträchtigt und ggf. mangelnde Flexibilität und Mobilität signalisiert werden. Bei den Inhalten des Gesuchs ist auf leichte Lesbarkeit zu achten: Kurze und sachliche Worte verwenden, Abkürzungen unterlassen, nicht eindeutige Fremdwörter durch deutsche Worte ersetzen etc.

Optische Gestaltung für das Stellengesuch

Die Anzeigenmedien beraten häufig zum Thema optische Gestaltung und geben dazu Informationsmaterialien heraus. Zu beachten sind beim Stellengesuch auf jeden Fall einige entscheidenden Regeln: Werfen Sie zunächst einen Blick in die Zeitung, Zeitschrift, Internet-Jobmarkt. In welcher Größe arbeiten dort üblicherweise Stellensuchende? Für die eigene Anzeige sollte ein gesundes Mittelmaß gewählt werden. So wird dem Leser nicht das Gefühl vermittelt, der Inserent wolle sich mit einer besonders großen Anzeige aufdrängen. Anderseits wäre eine kleine Anzeige zu unauffällig. Sie wird leicht überlesen! Nach Möglichkeit sollte zweispaltig inseriert werden. Breiter angelegte Anzeigen sind leichter lesbar, auffälliger und lassen mehr Gestaltungsspielraum. In manchen Medien sind die Gesuchsgrößen vereinheitlicht oder es bestehen nur begrenzte Gestaltungsspielräume.

Beim Stellengesuch spielen optische Klippen eine große Rolle. Wird das Stellengesuch überflogen, muss das Auge des Lesers Aufhänger finden, um zu verweilen. Ansonsten gelingt es dem Inserenten nicht, Informationen an das vorüberfliegende Auge zu transportieren. Fettdruck, verschiedene Schriftgrößen und Leerräume sind die Gestaltungshilfsmittel. Auffällig hervortreten sollten auf jeden Fall die Eröffnung des Gesuches und die Zielpositionen bzw. Zielgebiete.

Auswahl des Mediums für das Stellengesuch

Grundsätzlich sollten zuerst geprüft werden, ob die großen überregionalen Zeitungen für das Stellengesuch in Frage kommen. Die Stellengesuchsseiten dieser Zeitungen werden sicherlich intensiv von Einstellern und Personalberatern gelesen. Eine Alternative dazu ist die Platzierung in einer Fachzeitschrift. Es sollte genau recherchiert werden, ob es zu dem eigenen Aufgabengebiet oder der Branche ein solches Fachblatt gibt, in dem regelmäßig Stellengesuche erscheinen. Flankierend zur Insertion in den überregionalen Zeitung und Fachblättern sollte geprüft werden, ob die Platzierung des Gesuchs in der Regionalzeitung einen Sinn macht. Der Eintrag in die für Ingenieure wesentlichen Datenbanken sollte nicht vergessen werden.

Der Insertionszeitpunkt spielt bei der Schaltung eines Stellengesuches ebenfalls eine große Rolle. Er sollte nicht in die Ferien oder üblichen Urlaubszeiten fallen. Ein Stellengesuch um Weihnachten, Ostern oder in Wochen mit Feiertagen empfiehlt sich ebenfalls nicht.

 

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