Recruiting Tag Blog 08.11.2016, 01:00 Uhr

Was macht eigentlich ein Bauingenieur?

Sie entwerfen, planen, konstruieren, entwickeln, bemessen, errichten und überwachen Bauwerke und sorgen für die Instandhaltung und Nutzungsfähigkeit sowie letztendlich auch für den Abbruch. Was sind Herausforderungen für den Job, wie viel Geld gibt es und was macht die Digitalisierung mit Branche?

Philipp Busse

Philipp Busse

Im Vorfeld einer unserer VDI Ingenieurgeschichten, die eine junge Bauingenieurin im Gleisbau begleitet, hat sich das VDI Blog den Beruf des Bauingenieurs einmal genauer angeschaut. Das Bauingenieurwesen ist eine Ingenieurwissenschaft, die sich in drei unterschiedliche Teilgebiete gliedert. Der Hochbau, der Tiefbau und der Wasserbau. In diesen unterschiedlichen Teilbereichen setzen sich Ingenieure mit der Konzeption, Planung, Konstruktion, Berechnung und Herstellung verschiedenster Bauvorhaben auseinander.

Zudem übernehmen Bauingenieurinnen und Bauingenieure beratende und bauaufsichtliche Tätigkeiten bei Baumaßnahmen aller Art. Dabei müssen sie stets auch den Schutz vor Gefahren oder unerwünschten Zuständen wie Einsturz, Brand, Wärme, Kälte, Feuchte, Lärm, Schadstoffbelastung, Immissionen usw., im Auge haben und sich um die Rekultivierung oder den Abbruch am Ende des Lebenszyklus der Bauwerke kümmern.

In der täglichen Arbeit der Bauingenieure nimmt die Digitalisierung einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Inzwischen werden im Planungs- und Bauprozess digitale Bauwerksmodelle erstellt, die weit über 3-D-Pläne hinausgehen. Die digitale Abbildung eines Bauwerks ermöglicht hierbei nicht nur die immer komplexer werdenden Bauwerke besser planen und bauen zu können, sondern auch den Betrieb zu erleichtern und zu optimieren.

Wie werde ich Bauingenieur?

Die größten und beeindruckendsten Werke von Bauingenieuren sind u.a. das Burj Khalifa in Dubai und die Akashi-Kaikyo-Brücke in Japan, eine Autobahn-Hängebrücke mit der größten Stützweite der Welt. Wer Bauingenieur werden möchte, muss aber nicht unbedingt mit den größten Bauten der Welt beginnen.

Grundvoraussetzung für den Beruf ist ein Gefühl für den Raum und für dessen Nutzungsmöglichkeiten. Daraus ergeben sich vielfältige und spannende Beschäftigungsfelder, die sich längst nicht auf extrem hohe Häuser oder lange Brücken beschränken. Schließlich brauchen wir auch Tunnel, Straßen oder Gleise, Deiche, Häfen oder Talsperren, Kraftwerke oder Kläranlagen.

Um als Bauingenieure tätig werden zu können, steht ein Studium an der Uni oder der Fachhochschule auf dem Plan. Die ersten Semester hindurch heißt es büffeln. Hier werden Grundlagen vermittelt, zu denen Physik, Chemie, Mechanik, Mathematik, Geometrie und Konstruktion gehören. Danach werden die Kenntnisse vertieft. Es gilt Schwerpunkte zu setzen. Hier könne sich angehende Bauingenieure auf Statik, Bauinformatik oder bestimmte Baustoffe wie Holz, Beton oder Stahl ebenso spezialisieren wie auf Baumanagement oder Siedlungswasserwirtschaft. Das Studium an Fachhochschulen ist mehr auf die Praxis bezogen, an Universitäten theoretischer ausgerichtet.

Wo arbeiten Bauingenieure und was verdienen sie?

Bauingenieure arbeiten häufig in Baufirmen, Ingenieur- und Planungsbüros oder im öffentlichen Dienst. Weitere Arbeitgeber sind Unternehmen der Verkehrsbranche, Bausoftwareunternehmen, Versicherungen, baugewerbliche Firmen, Fertigteilwerke und die Baustoffbranche.

 

Die Einstiegsgehälter liegen bei rund 41.000 Euro, das zeigt die Gehaltsstudie von ingenieurkarriere.de. In den vergangenen Jahren sind die Einstiegsgehälter um knapp vier Prozent gestiegen. Ein Stück weit kann das Einstiegsgehalt beeinflusst werden, nämlich durch die Wahl des eigenen akademischen Abschlusses. Wer nach dem Bachelor aussteigt, erhält im Schnitt 3.000 Euro weniger als die Kollegin oder der Kollege mit einem Masterabschluss. Der Durchschnittsverdienst eines Bauingenieurs mit Berufserfahrung lag 2015 bei rund 51.500 Euro. Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass sich die Baubranche – und mit ihr das Gehalt für Bauingenieure – stabilisiert und wächst.

Übrigens: Die oben angesprochene VDI Ingenieurgeschichte zeigt die junge Bauingenieurin Juliane Thiel, die das DB Streckennetz der Zukunft plant und baut. Sie sorgt dafür, dass Gleise instandgehalten werden und neue Streckenabschnitte entstehen. Falls Ihr noch nichts von unseren Ingenieurgeschichten gehört habt, beantworten wir Euch gerne diese Frage: „Was sind eigentlich die VDI Ingenieurgeschichten?“

Vielen Dank für den informativen Blogbeitrag. Philipp Busse ist Junior Pressereferent beim VDI e.V. und für die Bereiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation und Social Media zuständig.

 

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