Recruiting Tag Blog

Gute Karriereaussichten für Ingenieure in der Luft- und Raumfahrt!

Der Luftfahrt geht es gut – und allen voran der zivilen Luftfahrt!

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Foto: panthermedia.net/maxkabakov

Das ist doch mal eine eindeutige Aussage, die vor allem den jungen Ingenieuren und Ingenieurinnen richtig Freude bereiten dürfte, geht sie doch einher mit positiven Jobaussichten, und das auch längerfristig. Aber das gilt nicht nur für Absolventen und Young Professionals, die tatsächlich Luft- und Raumfahrt studiert haben, sondern auch für viele andere technische Disziplinen. Wie kommt es dazu?

Dies erläutert Marco Wagner, Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Vorsitzender des BDLI-Fachausschusses Human Ressource und Personalchef bei Airbus, auf der  ILA Berlin Air Show 2016 anlässlich eines Hintergrundgesprächs zur soeben vom BDLI veröffentlichten Human Ressource-Studie zu den aktuellen Zahlen der Personalentwicklung. Am Beispiel des Branchenriesen Airbus beschreibt Wagner die aktuellen Herausforderungen in der Luft- und Raumfahrt. Und die sind sicherlich so oder ähnlich auf konkurrierende Unternehmen übertragbar. Sinngemäß kommen hierbei drei Punkte zur Sprache, und sie machen deutlich, dass sich die Anforderungen an den aktuellen Personalbedarf ein wenig von der Qualifikation des reinen Flugzeugentwicklers entfernt haben.

„Die Entwicklung des A380 ist im Prinzip abgeschlossen.“ so Wagner. „Wir werden sicherlich in den nächsten Jahren kein neues Flugzeug entwickeln. Aber wir entwickeln in einem kontinuierlichen Prozess unsere existierenden Modelle immer weiter. Und hierfür lernen wir von allen sich anbietenden Disziplinen wie z.B. der Bionik, der Akustik und anderen. Deshalb analysieren wir sehr genau die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter/Innen, aber ebenso detailliert, welche Skills wir jetzt und in Zukunft benötigen. Und damit sind für uns die Menschen von Interesse, die von der Fliegerei begeistert sind und uns mit Kreativität und Fachwissen in unserem Weiterentwicklungsprozess helfen können.“

Verkehrsexperten prognostizieren für die kommenden zwei Jahrzehnte einen Bedarf an rund 30.000 neuen Großflugzeugen weltweit. Airbus hat offensichtlich in der Vergangenheit einiges richtig gemacht, denn alleine am Standort Hamburg werden heute schon von den rund 15.000 Beschäftigten 17% aller Passagierflugzeuge weltweit produziert. Und die Auftragsbücher sind weiterhin prall gefüllt. Würden ab heute keine Aufträge mehr eingehen, könnte Airbus noch komplette 8 Jahre unter der momentanen Auslastung weiterproduzieren. Diese Zahl stellt sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal dieser Branche dar, vor allem die sehr finanzkräftigen asiatischen und ostasiatischen Airlines setzen Ihre Bestellungen fort.

„Angesichts dieser beeindruckenden Wachstumszahlen ist es das erklärte Ziel unserer Industrie, Lärm und Emissionen zu reduzieren.“ so Wagner: „Die ständige Optimierung der Triebwerke sowohl in puncto Treibstoffverbrauch und Emissionen, als auch bei Gewicht und Geräuschentwicklung sind entscheidende Wettbewerbsfaktoren.“ So setzt Airbus beispielsweise beim A350 auf die mittlerweile 6. Generation der von Rolls-Royce entwickelten Trent Familie. Aktuell wird die neue Trend XWB engine eingebaut, die 15% leichter ist, deutlich weniger Kerosin verbrennt, als noch die Triebwerke vor ihr und durch die fortschrittlichen Technologien auch besonders „leise“ sein soll.

Nun, von „leise“ kann man vielleicht immer noch nicht unbedingt sprechen, wenn ein moderner Düsenjet in weniger als 100 Meter Entfernung vom Mittagstisch startet, doch war es ein beeindruckendes Schauspiel, den schmucken Flieger bei seinen Kreisen über das Flugfeld Schönefeld in Berlin zu beobachten.

Doch gerade weil es in Zukunft noch mehr Passagiere und noch mehr Flugzeuge geben wird, wachsen die Anforderungen an die Logistik, und dies nicht nur in der Produktion, sondern auch in allen vor- und nachgelagerten Prozessen, in nationalen und internationalen  Lieferketten, im Projektmanagement und sogar im Bereich HR. Dies führt dazu, konsequent die Digitalisierung aller Prozesse voranzutreiben. Und hieraus folgt, gerade in einer Branche, in der bisher vielleicht noch deutlich mehr manuelle Arbeitsschritte an der Tagesordnung waren, als in anderen, dass ein Generationenwechsel vollzogen werden muss.

Das heißt: Der selbstverständliche Umgang mit einer durch und durch digitalisierten Welt ist eine wesentliche Qualifikation, die Bewerber und Bewerberinnen aus unterschiedlichsten Disziplinen mitbringen sollten, um für den Einstieg in die Luft- und Raumfahrt gut gerüstet zu sein.

Impressionen der ILA Berlin Air Show 2016:

Und was gab es sonst noch auf der ILA Berlin Air Show? Jede Menge, wenngleich auch quantitativ etwas weniger, als noch vor 2 Jahren. Mit der Verkürzung der ILA Berlin Air Show auf 4 Tage ist dem Wunsch der Aussteller entsprochen worden, die ILA so kompakt, zeit- und kosteneffizient wie möglich zu gestalten. Das Flugprogramm ist nach wie vor integraler Bestandteil der Show.

Natürlich war auch das Militär vor Ort, diesmal hauptsächlich mit den beiden starken Schwerpunkten Helikopter und Transport mit zahlreichen beeindruckenden Exponaten. Unterschiedliche Luftwaffen wie die Royal Air Force, die US Air Force oder die Canadian Air Force, und natürlich die Bundeswehr als größter Einzelaussteller der ILA, zeigten altes wie neues Fluggerät und wurden dafür mit großem Staunen und viel Zuspruch belohnt, die die Besucher in den vielen Gesprächen mit den Soldaten zum Ausdruck brachten. Mit viel Information, eindrucksvollen Flugvorführungen und dem großen Einsatzpavillon in Halle 3 lässt die Luftwaffe auch in diesem Jahr nichts unversucht, sich als attraktiver, moderner Arbeitgeber zu präsentieren.

Drohnen, Quadro- und Multicopter bzw. allerlei unbemanntes Flug- und Aufklärungsgerät in allen Größen und Formen gab es auch reichlich zu bestaunen, denn die Einsatzbereiche dieser Sparte nehmen ständig an Bedeutung zu, sowohl in der militärischen, als auch in der zivilen Nutzung. Hier kämpfen an die 10-20 hochinnovative System um den Durchbruch und die Gunst der Auftraggeber sowie langfristige Lieferverträge.

Aber das sind Details, die eher in den Chalets oder auf dem Kongress besprochen werden. Auf dem Flugfeld sind es nach wie vor die Maschinen, die die Begeisterung von Jung und Alt hervorrufen.

Viele viele, manchmal zu viele technische Details, ja das passiert auch leicht auf der ILA, das ist alles sehr spannend, und man könnte tagelang weiter schauen, hören, sehen, lesen…

Der Traum vom Fliegen hat nicht umsonst und immer schon so viele Menschen begeistert. Und dabei haben wir einen Bereich noch gar nicht beleuchtet: Space!  Doch das wäre nun wirklich zu viel des Guten, hier können wir jetzt nicht mehr eintauchen.

Der Autor Dr. Norbert Lohan ist Leiter von ingenieur.de. Sie erreichen ihn hier: nlohan@vdi-nachrichten.com. Vielen Dank für den Beitrag! 

Dr. Norbert Lohan

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Von Dr. Norbert Lohan Tags:

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