Recruiting Tag Blog

Erfahrungen eines Karriereberaters

Auf jedem VDI nachrichten Recruiting Tag ist die Karriereberatung ein wichtiger Teil der Veranstaltung. Von 11 – 17 Uhr werden in Vier-Augen-Gesprächen Fragen an Personalexperten gestellt. Dieses Angebot wird immer rege genutzt, denn gern wird der Rat von Profis eingeholt.

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Foto: panthermedia.net/maxkabakov

Ein echtes Urgestein auf unseren VDI nachrichten Recruiting Tagen ist Gerd Schierenberg. Zum ersten Mal als Karriereberater vor mehr als 10 Jahren in Dortmund mit dabei. Wir erinnern uns gern. Eine kurze Begrüßung in der Hektik, eine kurzer Hinweis zur Organisation der Karriereberatung und es ging wie immer pünktlich um 11 Uhr los. Nach der Veranstaltung war Gerd Schierenberg begeistert von den Gesprächen und der ganzen Atmosphäre, weshalb wir uns sicher waren, einen neuen Karriereberater gewonnen zu haben.

Guten Tag Herr Schierenberg, Sie sind schon seit über 10 Jahren auf den VDI nachrichten Recruiting Tagen mit dabei. Haben die wirtschaftlich guten, aber auch schlechten Zeiten miterlebt. Sind die Gespräche immer ein Spiegelbild der Wirtschaft oder ist für Ingenieure die Situation weniger wackelig, da immer ein Bedarf an technischen Fach- und Führungskräften besteht?

Gerd Schierenberg: Letztlich ist auch der Arbeitsmarkt für Ingenieure von der Konjunktur abhängig. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (z. B. Rezessionen 1994 und 2009) waren Ingenieure aber deutlich weniger von Nachfrageschwankungen betroffen als andere Berufsgruppen.

Der Diplom-Ingenieur war für viele Unternehmen eine vertrauensvolle Berufsbezeichnung, die für ein hohes Maß an Qualität stand. Ist die Reform der Studiengänge nach so vielen Jahren jetzt wirklich auch bei allen Unternehmen angekommen?

Bei den meisten Unternehmen sicherlich. Beim Thema Akzeptanz sieht es aber etwas anders aus. Es gibt nicht wenige Unternehmen bzw. Entscheidungsträger, die gerne den klassischen Diplomingenieur zurück hätten.

Immer wieder sind Ingenieure verunsichert, ob sie nach dem Bachelor noch einen Masterstudiengang anschließen sollen. Es gibt hier natürlich keine generelle Antwort, aber was raten Sie bei dieser Frage? Wovon hängt die Entscheidung ab?

Primär von 2 Kriterien: Karriereziele und Lust am Lernen. Mit dem Masterabschluss sind die Karrierechancen generell besser. Man muss aber auch Lust am Lernen und Zeit für ein paar weitere – häufig auch theorielastige – Semester aufbringen.

Hat das Internet die Gesprächskultur bei den Terminen verändert? Heutzutage wird ja alles vorher gegoogelt?

Das Informations- bzw. Orientierungsbedürfnis ist durch die Flut von Online – und auch Print-Publikationen noch größer geworden. Vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht mehr und braucht einen Führer bzw. Kompass – z. B. den Karriereberater.

Welche Themen sind jungen Teilnehmern wichtig?

Es kommt darauf an, ob junge Teilnehmer Hochschulabsolventen oder Young Professionals sind. Hochschulabsolventen haben häufig einen generellen Orientierungsbedarf (z. B. Großkonzern versus Mittelstand, Traineeprogramm oder On-The-Job-Einstieg). Young Professionals wollen häufig wissen, wann der ideale Zeitpunkt für einen ersten Arbeitgeberwechsel ist oder welche Karrierepfade für sie relevant sind.

Und bei den älteren Ingenieuren?

Ältere Ingenieure haben i. d. R. ganz andere Fragen bzw. Problemstellungen – z. B. auch existentielle. Zum Beispiel: Wie finde ich nach einer langjährigen Beschäftigung bei meinem Arbeitgeber eine neue Stelle/Herausforderung? Finde ich mit Mitte/Ende Fünfzig noch einen neuen Job? Wie sind meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit? Diese Fragestellungen erfordern dann einerseits Fingerspitzengefühl, aber auch eine realistische und ehrliche Einschätzung.

Herr Schierenberg, herzlichen Dank für das interessante Interview. Wir freuen uns auf die weiteren Recruiting Tage mit Ihnen. Danke für die bisherige gute Zusammenarbeit. 

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