Lebenslauf und Co.

Bewerbung: Konventionen gelockert?

So ganz unrecht haben einige Bewerber nicht, die da behaupten: Wer gut ist, der kann im Grunde gegen alle Konventionen in der Bewerbung verstoßen! Das Leistungspotenzial wird mit guten oder sehr guten Studienzeugnissen dokumentiert, daher ist der knappe Lebenslauf und der 3-Zeiler als Anschreiben völlig ausreichend.

Gewisse Standards sollten eingehalten werden.

Gewisse Standards sollten eingehalten werden.

Foto: panthermedia.net/Sarnade

Wenn die benötigten Arbeitskräfte knapp werden, brauchen Bewerber auf manche Bewerbungsregel aus schlechten Zeiten nicht mehr achten! Dennoch gibt es Grenzen der Freiheit bei der Bewerbung. Diese werden beispielsweise von dem diplomierten Ingenieur klar überschritten, der sich auf dem preiswerten Bewerbungsfoto im blassgrünen Sweatshirt und unordentlicher Frisur zeigt.

Bewerbung: Qualität nach wie vor Trumpf

Das Foto ist per Büroklammer auf einem 10-zeiligen Lebenslauf festgehalten und danach folgt das Diplom-Zeugnis mit „sehr gut“. Ob das zum großen Erfolg bei der Bewerbung führt, darf bezweifelt werden. Vielmehr provoziert eine solche Billigbewerbung förmlich die Ablehnung, weil sich der Arbeitgeber verschaukelt fühlt. Gewisse Grundprinzipien sollten eben doch eingehalten werden.

Richtig ist aber: Im Aufschwung werden Bewerbungen wohlwollender beurteilt und nicht nach dem Haar in der Suppe gesucht. Die Toleranz der Unternehmen gegenüber einer Bewerbung wächst zwangsläufig mit zunehmender Knappheit der Kandidaten. Da die Bewerbungen nicht mehr waschkörbeweise auf den Tisch kommen, hat der Personalentscheider eben wieder mehr Zeit, sich mit der einzelnen Bewerbung zu befassen.

Durchgestylte Bewerbung auch heute noch sinnvoll

Und so manche sonst unentdeckte positive Seite des Bewerbers kitzelt er auch noch aus der letzten Seite der beigefügten Unterlagen heraus. Trotzdem lohnt es sich auch heute, über eine durchgestylte Bewerbung nachzudenken und streng die bewährten Erfolgsprinzipien einzuhalten. Sonst besteht in vielen Fällen erst gar nicht die Chance auf ein Vorstellungsgespräch.

Branchen und Unternehmen, die bei Bewerbern trendy sind, erfreuen sich nach wie vor hoher Bewerberzahlen. Wer sich für Branchen interessiert, wo Arbeitsplätze abgebaut oder nur schleppend neu geschaffen werden, muss sich gleichfalls mächtig ins Zeug legen, um einen der knappen Plätze zu ergattern. Kandidaten, die nicht ganz so stromlinienförmig durch das Studium gekommen sind oder für die geplante Karriere ein ungünstiges Fach studiert haben, können mit einer optisch und inhaltlich geschickt aufgemachten Bewerbung manche Schwachstelle im Lebenslauf glätten und sich so die Eintrittskarte für das Vorstellungsgespräch sichern.

Bewerbung: In Punkto Inhalt, Form und Stil feilen

Gleiches gilt für Absolventen unbekannter und wenig gefragter Studienfächer oder Studienrichtungen. Zudem gibt es Lieblingsunternehmen, die Bewerber als potenzielle Arbeitgeber favorisieren. Um sich mit einer schwachen Bewerbung nicht zu disqualifizieren, sollte penetrant an Inhalt, Form und Stil gefeilt werden.

Etwas unkonventioneller und bequemer können sich dagegen Absolventen bewerben, die in gefragten Fächern studiert und ordentliche Noten erbracht haben, wenn sie hinsichtlich Branche, Arbeitgeber und Region flexibel sind. Sie brauchen nicht den großen Aufwand im Bewerbungsgeschehen zu betreiben. Dazu gehören auch die viel zitierten High Potentials. Aber gerade diese und viele andere Absolventen fühlen sich aus persönlichem Ehrgeiz angespornt, Arbeitgebern ihre beste Bewerbung zu präsentieren.

Standard-Bewerbung bei günstiger Ausgangssituation ausreichend

Befindet sich der Bewerber in einer guten Ausgangssituation, kann er sich das Leben relativ einfach machen. Die einmal abgefasste Standard-Bewerbung wird etwa gleich zu mehreren Arbeitgebern verschickt. Meist stehen in egozentrierter Form Ziele des Bewerbers im Mittelpunkt des Anschreibens. Der Lebenslauf wird kurz und knapp gehalten und beschränkt sich in der Regel auf die Darstellung biographischer Daten. Große Freiheiten nimmt sich der Bewerber bei der optischen Gestaltung heraus.

Wer sich in großer Anzahl in Konkurrenz mit anderen Bewerbern befindet oder nicht zu den heiß umworbenen Absolventen zählt, sollte etwas mehr an seiner Bewerbung arbeiten. Auf das Unternehmen individuell zugeschnittene Bewerbungen sind hier angesagt. So beweist der Kandidat mit jedem Satz des Anschreibens und jeder Information des Lebenslaufes, dass er der Richtige ist für die Stelle und das Unternehmen. Im Lebenslauf stehen mehr theoretische Qualifikationen und praktische Erfahrungen im Mittelpunkt als biografische Daten. Das Design ist eher klassisch-konservativ angelegt; die Struktur von Lebenslauf und Anschreiben ist leserorientiert und der Schreibstil dynamisch.

So wird das Auge des Lesers quasi automatisch auf entscheidende „Verkaufsargumente“ des Bewerbers gelenkt und damit motiviert, möglichst viel in der Bewerbung zu lesen. Insgesamt empfiehlt es sich, soviel wie möglich in die Bewerbung zu investieren. Je nach Bewerbersituation führen also auch heute sehr unterschiedliche Prinzipien zum Erfolg.

 

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