Richtig reagieren 26.09.2017, 00:00 Uhr

10 überraschende Fragen im Vorstellungsgespräch

Längst stellen Personaler im Bewerbergespräch nicht mehr nur Fragen, die man ohnehin erwartet. Oft wird es ungewöhnlich. Wir sagen Ihnen, wie Sie mit überraschenden Fragen umgehen.

 Wenn Sie gut vorbereitet sind, bringen Sie auch unerwartete Fragen nicht aus der Ruhe. 

 Wenn Sie gut vorbereitet sind, bringen Sie auch unerwartete Fragen nicht aus der Ruhe. 

Foto: panthermedia.net/WavebreakmediaMicro

„Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“, „Was sind Ihre Stärken?“ oder auch „Warum haben Sie sich hier beworben?“ sind klassische Fragen, die eine Zeit lang in nahezu jedem Vorstellungsgespräch gestellt wurden. Da das jeder wusste und sich darauf entsprechend vorbereiten konnte, brachten die Antworten bald keine echten Erkenntnisse mehr über den Bewerber.

Deshalb sind viele Personalverantwortliche dazu übergegangen, ungewöhnliche und damit weniger zu erwartende Fragen zu stellen. Wir haben zehn davon ausgewählt und erläutern, was der Fragende damit eigentlich aus Ihnen herauskitzeln möchte und wie Sie am besten darauf reagieren.

1. „Welches Küchengerät wären Sie am liebsten?“

Die Frage ist reichlich absurd. Geben Sie dennoch zu verstehen, dass Sie sie ernst nehmen und gründlich durchdenken. Hier ist kein Gerät richtig oder falsch – entscheidend ist allein die Begründung. Und die hängt nicht zuletzt von der Stelle ab, um die Sie sich bewerben. Werden Sie gesucht, um neue Strukturen zu schaffen, könnten Sie sagen, dass Sie gern ein Mixer wären, weil dieser aus Vorhandenem etwas Neues schafft. Wollen Sie Ihre überdurchschnittliche Arbeitsgeschwindigkeit herausstellen, könnten Sie den Wunsch äußern, ein Wasserkocher zu sein, der durch seine Spezialisierung auf das Erhitzen von Wasser in der Lage ist, Aufgaben deutlich schneller zu erledigen als konkurrierende Küchengeräte.

2. „Wie würden Sie reagieren, wenn Sie nun plötzlich Schluckauf hätten?“

Mit dieser Frage versucht der Interviewer herauszufinden, wie Sie sich verhalten, wenn etwas Unerwartetes und für Sie u. U. Peinliches passiert. Eine gute Antwort von Ihnen gibt ihm zu verstehen, dass Sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen. So könnten Sie z. B. sagen, dass Sie um ein Glas Wasser oder eine kurze Unterbrechung des Gespräches bitten würden, da es Ihnen wichtig ist, in dieser Unterhaltung den besten Eindruck zu hinterlassen.

3. „Nennen Sie drei Oscargewinner dieses Jahres.“

Diese Aufforderung hat natürlich überhaupt nichts mit der ausgeschriebenen Stelle zu tun. Dennoch ist die Aufgabe wichtig. Denn so möchte der Fragende herausfinden, ob Sie auch an Dingen, die über Ihr Fachgebiet hinausgehen, interessiert sind oder nur in einer Spezialistenwelt leben. Wesentliche Fakten der jüngeren Nachrichten sollten Sie daher immer parat haben.

4. „Was war Ihr größter Misserfolg?“

Jeder erzählt lieber von seinen Glanztaten, und genau deshalb ist die Antwort auf diese Frage so wichtig. Der Personaler möchte hier hören, dass Sie einerseits Fehler zugeben können. Andererseits ist es hochinteressant, wie Sie den Fehler begründen. Schieben Sie alles auf die Kollegen oder können Sie eingestehen, dass Sie gewisse Dinge falsch eingeschätzt haben? Seien Sie hier ehrlich, fügen Sie aber unbedingt an, was Sie aus diesem Fehler gelernt haben und wie Sie ähnliche Patzer künftig vermeiden werden.

5. „Welche fünf Dinge kann man mit einem Kugelschreiber außer schreiben noch tun?“

Auch hier gibt es wieder kein Richtig und kein Falsch. Der Hintergrund der Frage ist, dass der Personaler Ihre Kreativität testen möchte. Überlegen Sie daher (am besten laut), was Ihnen dazu einfällt. Wichtig: Denken Sie auch daran, dass der Kugelschreiber aus verschiedenen Einzelteilen besteht. Wenn Ihnen also mit dem gesamten Stift nur wenig einfällt, überlegen Sie z. B., ob Sie eine Idee für die Feder haben.

6. „Wie viele Golfbälle passen in einen Geländewagen?“

Diese Frage wird so oder mit leichten Abwandlungen immer häufiger gestellt, denn mit ihr kann der Fragende gleich mehrere Dinge testen: Wie gehen Sie mit Unerwartetem um? Wie systematisch erarbeiten Sie Ihre Lösung bzw. Schätzung? Und: Nehmen Sie sich überhaupt die Zeit für eine Berechnung?

Bleiben Sie daher ruhig und gehen Sie die Fragestellung sinnvoll an: Wie groß ist ein Golfball, wie hoch und lang der Innenraum des Autos? Fragen Sie außerdem nach: Zählt der Kofferraum mit oder nicht? Statt möglichst schnell eine Zahl zu nennen – das könnte die Vermutung aufkommen lassen, dass Sie auch im Job lieber schnell ein halbgares Ergebnis liefern, anstatt sich intensiv damit zu befassen –, sollten Sie sich die Zeit nehmen, sich der Lösung rechnerisch zu nähern und schließlich eine möglichst realistische Zahl zu nennen.

7. „Warum stehen Sie morgens auf?“

Der Personaler möchte durch diese Frage etwas über Ihre Einstellung zum Leben und Ihre Art, sich zu motivieren, erfahren. Wenn Sie schlicht sagen, dass Sie aufstehen, weil Sie es jobbedingt müssen, wirft das kein gutes Licht auf Sie. Nennen Sie Dinge, auf die Sie sich täglich freuen. Dies können spannende Projekte im Beruf ebenso sein wie private Belange, etwa das Tennistraining mit dem besten Freund oder die Gassirunde mit dem Hund.

8. „Welches Tier entspricht Ihnen am ehesten?“

Diese Frage zielt nicht nur auf Ihren Charakter ab, sondern auch auf Ihre Einstellung zur Arbeit. Wählen Sie deshalb kein Tier wie das Eichhörnchen, das immer hektisch wirkt und endlos viel Zeit investiert, nur um eine einzige Nuss zu vergraben. Besser wäre z. B. ein Kamel, das Ruhe ausstrahlt und gleichzeitig schier endlose Strecken auch bei widrigsten Bedingungen ausdauernd zurücklegt.

9. „Wie alt waren Sie, als Sie Ihre erste bezahlte Arbeit hatten?“

Im Idealfall können Sie hier erzählen, dass Sie schon zu Schulzeiten nebenbei gearbeitet haben. Denn so lassen Sie durchblicken, dass Sie in der Lage sind, mehrere Aufgaben bzw. Verpflichtungen parallel zu organisieren. Können Sie dies nicht, weil Sie z. B. erst in der Ausbildung das erste Geld verdient haben, sollten Sie versuchen, auf andere Art darzulegen, dass Sie gut organisiert sind und auch bei mehreren Aufgaben den Überblick behalten.

10. „Angenommen, ich bitte drei Personen, Sie mit insgesamt drei Adjektiven zu beschreiben: Welche Adjektive wären es?“

Vorsicht, denn dieses Frage ist eine Falle! Denn natürlich können Sie sie so verstehen wie den Bewerbungsgesprächsklassiker „Nennen Sie drei Stärken“. Doch in der Frage ist pauschal von drei Personen die Rede. Niemand sagt, dass dies ausschließlich Ihnen wohlgesonnenen Menschen sind. Durchschauen Sie dies, indem Sie zwei positive Eigenschaften nennen, aber auch eine negative. Wichtig: Die negative Eigenschaft sollte keine sein, die Sie sofort disqualifiziert. Wählen Sie stattdessen etwas, mit dem man im Zweifel umgehen kann.

 

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