Recht

Blauer Dunst kommt hinter Glas  

Dort erhalten nun geschlossene Glaskabinen den Status eines separaten Raucherraums. VDI nachrichten, Düsseldorf, 3. 4. 09, rok

Das Rauchen könnte aber bald auch in Gaststätten möglich sein, die sich nicht Raucherclub nennen. Denn in der von einigen Bundesländern vor dem Jahreswechsel ins Nichtraucherschutzgesetz eingebrachten Kommentierung werden Raucherkabinen in Gast- und Schankwirtschaften als baulich getrennte Raucherräume anerkannt. Die Raucherkabine muss aber durch eine Türe geschlossen sein. Mit dem Gesetzeskommentar haben die Länder Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg bereits den Anfang gemacht.

Geschlossene Raucherkabinen für Innenräume sind auf dem Markt indes noch nicht häufig anzutreffen. Die Firma Green-Line aus dem westfälischen Lünen hat sich genau darauf spezialisiert. Unternehmensangaben zufolge ist Green-Line zurzeit der einzige Anbieter, der vollständig geschlossene Kabinen im Sortiment hat. „Die meisten Hersteller von Raucherkabinen setzen ja auf offene Systeme“, sagt Lothar Wuttke, Geschäftsführer von Green-Line. „Das soll angeblich die Kommunikation zwischen Rauchern und Nichtrauchern fördern.“ Doch die offenen Systeme könnten keinen 100 %igen Schutz der Nichtraucher vor dem Tabakqualm garantieren, meint Wuttke.

Die Raucherkabinen seines Unternehmens weisen eine modulare Bauweise auf, die eine individuelle Gestaltung der Kabinen zulässt. Eine Aufstellung von Kabinen mit Umluftsystem soll ohne bauliche Veränderungen möglich sein. Die Filtertechnik der Umluftanlagen würde eine Luftreinigung von bis zu 99,95 % gewährleisten. Die Firma baut auch Kabinen mit Fortluftsystem, doch kommen diese freilich nur infrage, wenn der Raum entsprechende technische Voraussetzungen bietet.

Eine Verwirbelung des Tabakrauches soll durch Quellabsaugung sowie zusätzlich durch eine vollständig geschlossene Tür gewährleistet werden. Im Gegensatz zu konkurrierenden Unternehmen setzt das Unternehmen nicht auf sogenannte „Luftvorhänge“. Die Erfahrung habe gezeigt, so Wuttke, dass sich der Tabakqualm durch Luftverwirbelungen (etwa durch vorbeigehende Personen) auch außerhalb der Kabine verbreiten könnte.

Doch inzwischen haben alle Anbieter technisch aufgerüstet. In Büros existieren mittlerweile vielfach offene Raucherkabinen wie die der Firma Smoke Free Systems (SFS). Auch sie sollen dauerhaft für rauchfreie Luft in Gebäuden sorgen. Diese offenen Raucherkabinen ersetzen die traditionellen Raucherzimmer oder Rauchplätze im Freien. Die rauchhaltige Luft wird in einem Filtersystem gereinigt, das speziell für Tabakrauch entwickelt wurde. Hochfeine Partikelfilter scheiden Unternehmensangaben zufolge fast 100 % der schädlichen Partikel ab, der patentierte Kohlefilter reinige die Gase zu 100 %, so der Hersteller. Auch für die sichere Aufbewahrung der Asche gibt es eine Vorrichtung: Jede Kabine ist mit einem brandsicheren Asche-Entsorgungssystem ausgestattet, das sowohl Stummel als auch Asche aufnimmt. Die glühenden Zigarettenstummel und die Asche sollen dadurch brandsicher und geruchsdicht verschlossen aufbewahrt werden.

LARS WALLERANG

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