Karrierestrategie 22.12.2014, 12:01 Uhr

Wie Coaching der Karriere hilft

Das neue Jahr ist jung und dennoch steht eines fest. Auch in diesem Jahr wird es für viele Ingenieure gewollte oder ungewollte berufliche Veränderung geben. Für den einen oder anderen Ingenieur ist es hilfreich, den Berufsweg mit einem Coaching zu unterstützen.

Auch das Coaching sollte hinterfragt werden.

Auch das Coaching sollte hinterfragt werden.

Foto: Wavebreak Media / Thinkstock

Das gibt Sicherheit, kann vieles vereinfachen und führt oftmals für die Klienten zu sehr guten Lösungen, es erspart ihm nicht selten ein langes und kostspieliges learning by doing.  Zum Thema Coaching gibt es aber auch ganz andere Ansichten, wie man etwa im Buch „BLUFF! Die Fälschung der Welt“ von Manfred Lütz nachlesen kann. Dort werden gleich Coaches, Personalberater und Bewerbungsberater verwechselt. Die Berater in diesem Markt werden pauschal abqualifiziert. Zudem ist die Rede von einem „riesigen Markt“: „Coachen bis der Arzt kommt“! Schön wäre es für jeden Berater, wenn es dann so wäre.

So bleibt alles die Scheinwelt eines Autors, der offensichtlich nicht ganz gut recherchiert hat. Aber was tut man nicht alles, um das eine oder Kabinettstückchen zu bringen und den Leser so bei der Stange zu halten. Nur der Kölner Karneval unterhält besser! Und eines ist ja auch klar, schwarze Schafe gibt es überall, das ist nicht nur im Markt für Coaching so und eine allbekannte Binsenweisheit. Klar, bei jeder Beratungsleistung gibt es auch Aussagen, Tipps etc. die wenig gehaltvoll sind oder dem Betroffenen nichts bringen. Aber so geht es mir auch, wenn ich beim Hausarzt sitze und dieser u.a. urgroßmütterliche Ratschläge anbringt. Dennoch würde ich den Wert des Arztbesuches insgesamt nicht in Frage stellen.

Ist das Coaching nur heiße Luft?

Aber eines ist unstrittig: Was für den beruflichen Vorwärtsdrang mehr oder weniger wichtig ist, bringen weder Hochschule noch Arbeitgeber bei. Für hartgesottene Kämpfertypen scheint das learning by doing angemessen. Sie erfahren Karrieregesetze am eigenen Leibe. Wenn sie an der Position ihrer Träume ankommen, haben sie die Ochsentour hinter sich und viele Messer zieren ihre Rücken. Vielleicht doch nicht der Weg für jeden? Leichter fällt der Austausch mit Experten, die sich rund um die Uhr mit dem Thema beschäftigen, um aus Erfahrungen zu lernen. Ihre Ratschläge lassen sich in Zeitungen, Zeitschriften und im Internet nachlesen oder im Coaching einholen.

Doch können hieraus überhaupt maßgebliche Anregungen und Ideen für die eigene Karriere abgeleitet werden? Handelt es sich beim Coaching nicht eher um viel heiße Luft, die in Kochrezeptmanier zum Besten gegeben wird und sich die einzelnen Experten sogar widersprechen? Ob und was mit den Inhalten aus Karrierebeiträgen und -beratungen angefangen wird, hängt in erster Linie von der Ausgangssituation des Betroffenen, vom Experten, der sich äußert, und der  Glaubwürdigkeit des Mediums ab. Genauso wichtig ist allerdings die Fähigkeit des Ratsuchenden, mit mehr oder weniger Kreativität die Empfehlungen und Ratschläge auf seine Situation zu übertragen und daraus etwas zu machen.

Fachspezifisches Coaching buchen

Sinnvollerweise sollte man sich früh mit Karriereverhalten, Bewerbungsstrategien, Schlüsselqualifikationen usw. befassen. Wer eine gute Antenne für diese Themen mitbringt, wird seltener in Irrwege, Sackgassen und Fallen laufen. Die Karriere wird effektiver. Präventives Verhalten ist nicht jedermanns Ding. Die beratende Lektüre und ein Coaching werden nicht selten gesucht, wenn es fünf vor oder nach zwölf ist, d.h. die Kündigung ins Haus geflattert ist, eine zu hohe Workload die Gesundheit schädigt, das teuere MBA-Programm doch nicht in den Vorstand und die x-te Bewerbung nicht zum Erfolg führte. Um erst gar nicht in diese Situationen zu kommen, empfiehlt sich die kontinuierliche Karrierelektüre und in größeren Zeitabständen oder Sonderfällen ein persönliches Coaching.

Zweifel kann allerdings bei der Seriosität mancher Ratschläge aufkommen. Wem nützen banale Suggestivformeln wie „Jeder kann alles“, „Mache einen MBA und Du sitzt im Vorstand eines Konzerns“ oder die unterhaltsame Lektüre eines Medienstars, der seine Erfolgsgesetze präsentiert? O.k., eine gute Unterhaltung ist etwas Wert und die Illusion, irgendwann zu den Größten zu gehören, kann beflügeln. Doch fehlen hier Substanz und Bodenhaftung. Die kann höchsten ein Journalist bringen, der viele Fälle recherchiert oder ein Coach, der sich im beruflichen Alltag auskennt. Je dichter das Medium und das Coaching  dann noch an einer speziellen  Berufsgruppe orientiert sind, umso substanzieller die Beiträge.

Auch ein Coaching immer hinterfragen

Ratschläge in Karrierebeiträgen können nur als Hilfestellungen verstanden werden. Niemand kann den wissenschaftlichen Anspruch erheben, dass seine Ratschläge immer und in jeder Situation zutreffen. Denn auf der Seite der Unternehmen sitzen eben auch nur Menschen, die zudem sehr unterschiedlich sind. Sie beurteilen Verhaltensweisen und Werdegänge ganz verschieden. Hier muss es dem Leser gelingen, mit einem Schuss Kreativität  Ratschläge auf seine eigene Situation zu übertragen, anders als in einer persönlichen Beratung, wo sich ein Coaching ganz gezielt auf die individuelle Problemstellung einstellt. Unbesehen sollten aber weder Aussagen eines Coaches noch eines Karrierebeitrages hingenommen werden. Die Ratschläge „Tun Sie dies oder lassen Sie jenes“ haben nur dann einen Wert, wenn sie nachvollzogen werden können. Dann können auch Aussagen des einen oder anderen Experten gegeneinander abgewogen werden.

Fazit: Die Beschäftigung mit Karrierebeiträgen und Coaching lohnt sich auf jeden Fall. Je früher sich jemand mit dem Themenkreis auseinandersetzt, desto besser. Wichtig ist es allerdings, sich nicht auf irgendwelche Medien und Experten zu verlassen. Entscheidend ist die nachweisbare, einschlägige Erfahrung des Beraters oder Autors. Leider führt in Deutschland das Coaching eher ein Schattendasein und nur wenige qualifizierte Anbieter üben das Geschäft aus und halten sich lange im Markt. Offensichtlich wird das Karrierecoaching nur selten wahrgenommen, obwohl das  Gespräch mit dem „bezahlten Freund“ wertvolle Hinweise und Ideen bringen kann.

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