Karrierestrategie 30.01.2017, 01:00 Uhr

Was Empfehlungen wirklich bringen

Wer seine Chancen im Bewerbungsverfahren erhöhen will, braucht Kontakte. Wie eine Studie der Karriereplattform Glassdoor zeigt, steigern Mitarbeiterempfehlungen die Einstellungschancen für Jobsuchende erheblich. 

Nutzen Sie ihre Kontakte!

Nutzen Sie ihre Kontakte!

Foto: panthermedia.net/AndreyPopov

Ob Sie einst auf einem Recruiting Tag mit dem Personalverantwortlichen gesprochen haben oder ein ehemaliger Kollege jetzt im Wunschunternehmen arbeitet – nutzen Sie Ihre Kontakte!

Auf eine ausgeschriebene Ingenieurstelle kommen heutzutage gut und gerne über 100 Bewerbungen, wenn wir von Unternehmen der Automobilindustrie sprechen, sind es weit mehr. Um aus diesem Haufen als geeigneter Kandidat herauszustechen, sollte man sich nicht nur auf die eigene Laufbahn verlassen. „Networking ist in der heutigen Arbeitswelt Gold wert“, sagt Joe Wiggins, Karriereexperte bei Glassdoor. Und der Königsweg für ein Jobangebot seien in vielen Fällen Empfehlungen der Mitarbeiter. Darauf verlassen sich auch Ingenieurarbeitgeber.

Unternehmen setzen auf Mitarbeiterempfehlungen

In Zahlen heißt das: Die Chance eines Bewerbers auf ein Stellenangebot steigt um 7 %, wenn ein Mitarbeiter des gewünschten Arbeitgebers seinem Unternehmen eine Empfehlung zugunsten des Kandidaten aussprechen kann. Häufig reicht ein Verweis darauf, dass man bei einem früheren Projekt gut zusammengearbeitet hat oder als Kollegen früher gut miteinander auskam. Eine Empfehlung muss nicht gleich ein ausformuliertes Referenzschreiben sein.

Das zeigen auch andere Ergebnisse der Studie. So haben Ingenieure einen Vorteil, die im Vorhinein der Bewerbung einen Unternehmensvertreter persönlich gesprochen haben, etwa auf einem Recruiting Tag oder einer anderen Jobmesse. Wer eine solche Gelegenheit nutzt, um sich ins Gespräch zu bringen, erhöht die Chance auf ein Jobangebot. Aber auch der Weg über eine Personalvermittlung nimmt positiven Einfluss auf die Einstellungschancen. Der naheliegende Schluss ist, dass die Auswahlkriterien der Vermittlungsstelle denen des Unternehmens entsprechen und der Blick für einen passenden Kandidaten somit ähnlich ist.

In Zeiten der sozialen Medien müssen Sie übrigens nicht warten, bis jemand auf Sie aufmerksam wird. Verfolgen Sie die Unternehmensnachrichten in Ihrer Zielbranche, diskutieren Sie mit, wenn es um Ihr Fachthema geht, zeigen Sie sich in den beruflichen Netzwerken.

Auch Unternehmen lassen sich empfehlen

Was nach innen funktioniert, lässt sich natürlich auch umkehren. Unternehmen hören sich nicht nur Empfehlungen ihrer Mitarbeiter für andere Ingenieure an, sie möchten auch selbst gerne beworben werden. Denn ein großer Bekanntenkreis der Angestellten reicht nicht aus. Wenn die eigenen Mitarbeiter ihren Freunden von einer Bewerbung abraten, ist nichts gewonnen. Zufriedene Mitarbeiter aber sind die besten Werber. Und so verbreiten viele Angestellte im Internet Informationen über ihr Unternehmen, ob zu Weiterbildungsmöglichkeiten oder Gehaltseinstufungen, ihrer eigenen Zufriedenheit oder dem Ablauf von Bewerbungsprozessen.

Wer wissen möchte, wie die Arbeit im Wunschunternehmen tatsächlich ist, sollte sich seiner Kontakte bedienen. Oder sich das Ranking auf Glassdoor ansehen, in dem Arbeitnehmer anonym angeben können, ob sie ihr Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen würden. Unter den Top 25 sind zahlreiche Ingenieur- oder zumindest ingenieuraffine Unternehmen.

Tipp:
Nutzen Sie unsere Musterlebensläufe nach Berufserfahrung

 

Ein Beitrag von:

  • Lisa Diez-Holz

    Die Autorin war von 2017 bis Ende 2019 Content Managerin für das TechnikKarriere-News-Portal des VDI Verlags. Zuvor schrieb sie als Redakteurin für die VDI nachrichten.

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