Zwischen Bewerbung und Arbeitsalltag

Urlaub: Karrierebewusst planen

Ein Jahr ist vergangen, Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. In der Fantasie laufen neben Bildern des schön geschmückten Weihnachtsbaumes auch solche von schneebedeckten Bergen und belebten Abfahrtpisten ab. Kein Wunder, dass zum Jahreswechsel gerne ein paar Tage Urlaub genommen werden.

Sonnenliege am Strand

Auch Urlaub sollte karrierebewusst geplant werden.

Foto: panthermedia.net/haveseen

Die eigentliche Urlaubszeit ist aber natürlich der Sommer. Blauer Himmel, Sonne und Meer: damit verbindet wohl jeder angenehme Gefühle. Doch unter Karrieregesichtspunkten betrachtet kann der Urlaub auch zum Problem werden.

Urlaub: Mitunter heikel im Vorstellungsgespräch

Bereits im Vorstellungsgespräch ist das Thema „Urlaub“ mitunter heikel. Wird die Anzahl der Urlaubstage vom Bewerber zu schnell abgefragt, entsteht leicht der Eindruck, dass hier jemand eine Urlaubs- statt Arbeitsstelle sucht. Sinnvollerweise wartet der Bewerber ab, bis der Arbeitgeber die Anzahl der Urlaubstage selbst anspricht. Kommt es nicht dazu, sollte der Kandidat erst im Rahmen der Vertragsverhandlungen (also meist im zweiten oder dritten Gespräch) erfragen, welche Urlaubsmodalitäten vorgesehen sind.

In der Probezeit gilt grundsätzlich die Regel, keinen Urlaub zu nehmen. Schnell wird sonst geschlossen, dass sich hier jemand auf noch nicht verdienten Lorbeeren ausruhen möchte. Mancher Vorgesetzte spekuliert aber auch, dass der Neuling möglicherweise noch anderweitige Gespräche führt, um in oder am Ende der Probezeit zu kündigen. Verdächtig macht man sich so allemal.

Urlaub in Probezeit aus besonderem Anlass

Dennoch gibt es Anlässe, die den Urlaub in der Probezeit unumgänglich machen können, beispielsweise, wenn in der Probezeit der Umzug oder Prüfungstermine eines noch laufenden Aufbaustudiums anstehen. Diese Punkte sollten bereits in der Endphase des Vorstellungsgespräches angesprochen werden. So ist von Beginn an klar, aus welchem Anlass möglicherweise Urlaubstage in die Probezeit fallen und es gibt keine Spekulationen.

Wenn das Geschäft boomt und sich die Überstunden häufen, wächst verständlicherweise das Bedürfnis nach Urlaub. Die Frage ist allerdings, wie es auf Kollegen und Vorgesetzte wirkt, wenn man sie in solch einer Phase einfach sitzen lässt, selbst in den Süden fliegt und sich an den Strand legt. Pluspunkte sammelt man so nicht, und es darf nicht verwundern, wenn die Arbeitskollegen stinksauer sind und der Vorgesetzte zu einem „ernsten Wörtchen“ ausholt.

Urlaub für Vorstellungsgespräche unverfänglich legen

Aber auch die Länge des Urlaubes ist eine Sache für sich. Mehrfach genommene einzelne Tage Urlaub in relativ kurzem zeitlichen Abstand lassen Vorgesetzte und Personalabteilungen mutmaßen, ob hier nicht möglicherweise Vorstellungstermine bei anderen Arbeitgebern stattfinden. Vorstellungstermine sollten also weitestgehend auf „unverfängliche“ Tage gelegt werden – Brückentage wären ideal oder auch der allgemeine Betriebsurlaub beispielsweise. Wegen der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt sollten aber auch interessierte potenzielle Arbeitgeber bzw. deren Personalberater Gesprächstermine am späten Abend oder am Samstag akzeptieren.

Manchmal ist es unumgänglich, etwa für einen Arztbesuch oder Elternsprechtag den einen oder anderen Tag Urlaub zu nehmen, häufen sich diese Einzeltage jedoch, ergeben sich Fragezeichen. Wichtig ist es daher, dem Vorgesetzten mitzuteilen, warum einzelne Urlaubstage genommen werden.

Urlaub richtet sich häufig nach den Entscheidungsträgern

Nicht von ungefähr richten sich Mitarbeiter häufig mit ihren Urlaubsplänen nach den Entscheidungsträgern im Unternehmen. Sie nehmen beispielsweise ihren Urlaub parallel zum Vorgesetzten oder unmittelbar danach. So wird verhindert, dass wichtige Entscheidungen verpasst werden. Manche Vorgesetzte kommen allerdings sehr entscheidungsfreudig aus dem Urlaub zurück, sozusagen mit neuem Mut. Wer dann nicht mitreden kann, bringt sich möglicherweise um die Chance, für das eine oder andere Schlüsselprojekt aufgestellt zu werden. Es zeigt sich also, dass bei der Urlaubsplanung sehr stark auf die internen Gepflogenheiten beim Arbeitgeber geachtet werden sollte.

 

Von Bernd Andersch, Karrierecoach Düsseldorf

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