Tipps vom Personal Coach 06.11.2009, 01:00 Uhr

Sollten Ingenieure ein Angebot zum Outplacement nutzen?

Ein Outplacement bieten manche Unternehmen Ingenieuren an, um verdienten oder langjährigen Mitarbeitern den Absprung zu erleichtern. Betroffene Ingenieure fragen sich dann: Soll ich auf das Angebot eingehen? Welchen Erfolg verspricht eine derartige Beratung?

Outplacement kann langjährigen Mitarbeitern den Absprung erleichtern.

Outplacement kann langjährigen Mitarbeitern den Absprung erleichtern.

Foto: iStock / Thinkstock

In wirtschaftlich turbulenten Zeiten ist es keine Besonderheit, wenn auch Ingenieure entlassen werden. Um verdienten oder langjährigen Mitarbeitern den Absprung zu erleichtern, bieten Unternehmen neben der entsprechenden Abfindung nicht selten ein Outplacement an. Betroffene Ingenieure fragen sich dann: Soll ich auf das Angebot eingehen? Welchen Erfolg verspricht eine derartige Beratung?

Outplacement kann Ingenieure auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation vorbereitenDie erste Frage zu beantworten fällt leicht: Bei der derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt kann es nicht verkehrt sein, sich bei der Jobsuche von einem Experten begleiten zu lassen, um eine lückenlose Weiterbeschäftigung zu erreichen. Nicht zuletzt, da die in den letzten Jahren verwöhnten Ingenieure ohne Outplacement häufig schlecht vorbereitet sind auf die Jobsuche in schwierigen Zeiten. Während einige Ingenieure überzogenen Karrierevorstellungen nachhängen, treten andere wiederum zu devot gegenüber potenziellen Arbeitgebern auf.

Fachleute, die Ingenieure beim Outplacement beraten, können ein realistisches Bild vom Arbeitsmarkt vermitteln und zeitgemäße Bewerbungsstrategien erläutern. Schaden kann eine derartige Beratung also nicht, vorausgesetzt der Berater verfügt über die entsprechende Kompetenz und hat das richtige Konzept. Viel zeitraubender und riskanter ist es, nach der Methode Versuch und Irrtum den letzten Stand der Dinge selbst zu erarbeiten!

Beim Outplacement muss die Chemie zwischen Ingenieuren und Beratern stimmenIst die generelle Entscheidung für ein Outplacement gefallen, sollten Ingenieure schon wissen, wer sie auf dem Weg zu einem neuen Job begleitet, bevor sie sich auf die umfangreiche, häufig über Monate anhaltende Beratung einlassen. Zwischen Ingenieur und Berater sollte von Beginn an die Chemie stimmen, deshalb ist das zunächst unverbindliche Kennenlernen wichtig. Der Berater sollte auf jeden Fall den Ingenieurarbeitsmarkt bestens kennen und konkrete Erfolge mit Ingenieuren nachweisen können.

Zwar wird er sich mit Namensnennungen von Kandidaten und Unternehmen aus Diskretionsgründen zurückhalten – was einleuchtet. Dennoch kann der Ingenieur den Berater vor der Entscheidung für ein Outplacement bitten, drei oder vier seiner Beratungsfälle mit Ingenieuren in anonymisierter Form darzustellen. Hier wird schnell klar, ob sich ein Märchenerzähler oder ein Fachmann präsentiert.

Das Outplacement für Ingenieure sollte schnell konkret werdenZudem sollte der Berater sein Konzept genau erläutern. Ein Experte fürs Outplacement, der tatsächlich Ingenieuren zum neuen Job verhelfen will, legt natürlich den Schwerpunkt seiner Beratung auf die konkrete Jobsuche! Zwar ist es meist ganz unterhaltsam und ablenkend, sich mit einer ganzen Reihe von Persönlichkeitstests auseinanderzusetzen und sich der Illusion vom Traumjob hinzugeben, zu einem neuen Job führt dies aber in den seltensten Fällen.

Der bessere Weg ist, sich im Outplacement realistische Optionen des Arbeitsmarktes für Ingenieure aufzeigen zu lassen und sich dann bewusst für eine Auswahl von Angeboten zu entscheiden. Gemeinsam mit dem Berater werden jetzt zielführende Strategien zum neuen Job entwickelt und umgesetzt. Natürlich gehört eingangs eine gründliche Bestandsaufnahme zur Beratung.

Klare Verträge für das Outplacement von Ingenieuren sind gefragtIngenieur, aktueller Arbeitgeber und Berater sollten den gleichen Wissensstand über die vereinbarte vertragliche Zusammenarbeit, wie Umfang, Inhalt, Kosten und so weiter haben. Knebelverträge, bei denen der Ingenieur auf Gedeih und Verderb die Beratung auf jeden Fall durchziehen muss, sind immer schlecht. Sobald ernsthafte Zweifel aufkommen, dass das Unterfangen nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann, sollten beide Seiten die Zusammenarbeit beenden können. Die beste Ausgangssituation besteht im Grunde, wenn sich der Ingenieur seinen Berater fürs Outplacement selbst aussucht.

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