Jobstart 03.06.2005, 00:00 Uhr

Probezeit: Selbstorganisation im Fokus

Selbstorganisation in der Probezeit ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Was heißt das konkret? Setzen Sie sich Arbeitsziele! Werden seitens des Vorgesetzten keine Ziele festgelegt, sollte der Neuling selbst Ziele formulieren und diese mit dem Vorgesetzten abstimmen.

Selbstorganisation z.B. mit To-Do Listen hilft besonders in der Probezeit.

Selbstorganisation z.B. mit To-Do Listen hilft besonders in der Probezeit.

Foto: panthermedia.net/imtmphoto

Zielloses Arbeiten lässt dem Vorgesetzten gerade in der Probezeit jede Menge rhetorische Manövriermasse, weshalb der Kandidat die Leistung nicht erbracht hat und womöglich die Koffer packen darf.

Arbeitsmittel in der Probezeit organisieren

Organisieren Sie Ihre Arbeitsmittel in der Probezeit! Nicht in jedem Unternehmen ist es selbstverständlich, dass alle benötigten Arbeitsmittel dem neuen Mitarbeiter an die Hand gegeben werden. Wenn ein neuer Arbeitsplatz für eine neue Aufgabe eingerichtet wird, fehlt manchen der Überblick, welche Werkzeuge der neue Mitarbeiter wirklich braucht.

Der Harmonie wegen einfach weg zu schauen, wenn es in der Probezeit Wochen oder gar Monate dauert, bis alle Werkzeuge mundgerecht aufgebaut werden, bringt in der Regel nichts. Hier muss der Einsteiger selbst aktiv werden und den Zuständigen täglich „nerven“. Am Schluss zählen Ergebnisse. Kaum ein Vorgesetzter wird sich auf Diskussionen einlassen, dass eine Arbeitsleistung nicht erbracht werden konnte, weil ein EDV-Programm oder ein adäquater Rechner nicht zur Verfügung standen. Erwähnt dies der Kandidat, schließt sich schnell der Argumentationskreis des Vorgesetzten. Der Vorwurf lautet: „Sie hätten sich eben stärker darum kümmern müssen, wenn etwas fehlt.“

Probezeit: Prioritäten setzen!

Setzen Sie Prioritäten! In regelmäßigen Zeitabständen sollte auch in der Probezeit überlegt werden, welche der anliegenden Projekte und Tätigkeiten für das Unternehmen bzw. den Vorgesetzten insgesamt die wichtigsten sind. Darauf sollte sich der neue Mitarbeiter gerade in der Probezeit konzentrieren. Hier kann er schnell punkten und sich für den Chef wichtig machen.

Die tägliche Arbeit planen: Bevor es mit dem Daily Business richtig losgeht, ist ein Tagesplan sehr hilfreich. Welche Aufgaben will ich heute erledigen? Abends empfiehlt es sich, in vier oder fünf Stichworten festzuhalten, was tagsüber gearbeitet und bewegt wurde. Dies ist ein guter Nachweis, wenn es am Tag X zum Ende der Probezeit heißt: Und was haben Sie eigentlich für uns in der Probezeit geleistet? Die Liste ist aber auch ein hervorragendes Mittel für das Selbstmarketing, um dem Vorgesetzten zu bestätigen und nachzuweisen, dass man ein wertvoller Mitarbeiter ist.

To Do-Listen helfen auch in der Probezeit

Arbeiten, die man nicht sofort erledigen kann, sollten auf einer To Do-Liste notiert werden. So geht in der Probezeit nichts verloren, worüber dann Unmut bei Kollegen, Kunden, Vorgesetzten aufkommen kann, weil der Neue „schlampt“ oder man ihm alles hinter her tragen muss. Aufgaben, die man selbst zur Erledigung weitergegeben hat, sollten gleichfalls auf einer To Do-Liste fest- und nachgehalten werden. So wird dem Arbeitsumfeld gleich klar, dass diese Aufgaben nicht einfach ignoriert oder bis auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden können.

 

Ein Beitrag von:

  • Bernd Andersch

    Bernd Andersch ist Karriere-Coach, Sachbuchautor und Spezialist für Bewerbungsstrategien.

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