Jobwechsel 10.08.2007, 00:00 Uhr

Neue Branche: Ja oder nein?

Wer seine berufliche Laufbahn in einer bestimmten Branche beginnen oder fortsetzen möchte, sollte sich zuvor ein genaues Bild machen. Anhand von Zahlen, Fakten und Aussagen von Insidern kann sich jeder einen Überblick über den aktuellen und zukünftigen Stand der jeweiligen Branche verschaffen.

Branche wechseln: Ja oder Nein?

Branche wechseln: Ja oder Nein?

Foto: F1online / Thinkstock

Zwar kann ein Fehlgriff nie ausgeschlossen werden und Prognosen können falsch sein, dennoch gilt: Je spezieller die Produkte oder Dienstleistungen, je kleiner der Industriezweig und je schlechter seine Zukunft erscheint, umso größer ist das Karriererisiko. Die Branche bietet dann Berufseinsteigern wenig Karrierepotenzial, sie müssen sich wahrscheinlich früher oder später umorientieren. Für gestandene Ingenieure, die in die Branche wechseln, kann diese Entscheidung im schlimmsten Fall zum Karriereaus führen.

Branche: Wichtige Eckdaten vor dem Wechsel sammeln

Die großen Industrieverbände liefern wichtige Eckdaten zur aktuellen Gesamtsituation und zur Zukunftsperspektive in der jeweiligen Branche – beispielsweise die neuesten Angaben zu Umsätzen, Beschäftigten, Auftragseingängen, Exporten etc. -, teilweise liefern sie auch detaillierte Zahlen zum speziellen Arbeitsmarkt. Diese Informationen sind zwar interessant und ermöglichen eine generelle Aussage zur Bedeutung einer Branche und dem daraus folgenden Karrierepotenzial, letztlich entscheidet aber deren Homogenität.

Bei großer Homogenität der Produkte, Dienstleistungen, Werkstoffe und Technologien, gibt es relativ viele Arbeitgeber in einer Branche, die für einen eventuell beabsichtigten oder erforderlichen Stellenwechsel in Frage kommen. Kenntnisse und Know-how sind austauschbar und auch in anderen Unternehmen einsetzbar. Für die Ingenieure ist der Bewerbungs- und Einarbeitungsprozess relativ leicht zu bewältigen. Anders sieht es bei heterogener Vielfalt aus. Die Unterschiede der Produkte, Technologien usw. führen zu längeren Einarbeitungszeiten, Wissen und Erfahrungen können nicht unmittelbar übertragen werden; und die Hürden, die ein Neuling zu nehmen hat, sind entsprechend höher.

Branche: Je geringer der Wettbewerb, desto größer die Wechsel-Wahrscheinlichkeit

Mit anderen Worten: In einer Branche mit geringem Wettbewerb, die von einem oder wenigen Unternehmen beherrscht wird, muss fast immer ein Branchenwechsel angegangen werden, um die Karriere fortzusetzen. Natürlich spielt auch die Größe der jeweiligen Sparte eine Rolle. Je größer die Branche, desto mehr potenzielle Arbeitgeber sind im Regelfall vorhanden.

Zudem ist es wichtig, sich mit der vor- und nachgelagerten Branche zu beschäftigen. Hier das Beispiel des Großanlagenbaus. Die wesentlichen vorgelagerten Branchen sind in diesem Fall die Zulieferer für die einzelnen Objekte der Großanlage: Maschinen- und Anlagenbau, Fördertechnik, Hersteller von Armaturen, Pumpen und Verdichter, Geräte- und Apparatebau, Energie- und Antriebstechnik, Automatisierungstechnik, Mess- und Regeltechnik, Bauwirtschaft, Gebäude- und Versorgungstechnik sowie Umwelttechnik. Die späteren Besitzer oder Betreiber der jeweiligen Anlage – beispielsweise in den Bereichen Petrochemie, Chemie, Kohlenbergbau oder Energiegewinnung – gelten als nachgelagerte Branchen des Großanlagenbaus.

Branche: Vor- und nachgelagerte Bereiche beachten

Je größer die vor- und nachgelagerten Branchen sind, desto eher besteht die Wahrscheinlichkeit für einen langen kontinuierlichen Karriereweg im gesamten Berufsfeld. Auch sollten angrenzende und thematisch ähnliche Bereiche vor dem Berufseinstieg berücksichtigt werden. Doch viele Bewerber verfügen lediglich über Halbwissen und Vorurteile, dabei wäre ein realistischer Blick wichtig, um zu entscheiden: Passe ich wirklich in diese Branche hinein?

Letztlich nützt es wenig, wenn Produkte und Technologien zwar interessant sind, mit der eigenen Grundqualifikation (Konstruktion, Vertrieb, Produktmanagement usw.) aber keine großen Arbeitsmöglichkeiten unabhängig von der Branche bestehen. Es ist also wirklich sinnvoll, sich über die entsprechenden Medien Informationen zu beschaffen. Die heutigen Online-Stellenmärkte beispielsweise machen es den Kandidaten leicht, sich relativ rasch einen Eindruck über einzelne Branchen, auch über einen längeren Zeitraum, zu verschaffen.

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