Beratung 07.02.2014, 01:00 Uhr

Mit Ehrlichkeit zu einer sinnvollen Lebensplanung für Ingenieure

Weil die Wahrheit ein so großes Gewicht hat, ist sie uns oft zu schwer und deshalb scheuen wir auch nicht davor zurück, uns selbst etwas vorzumachen oder gar selbst zu belügen. Für unsere Lebensplanung müssen wir jedoch ehrlich zu uns selbst sein, um den richtigen Weg einschlagen zu können.

Für unsere Lebensplanung müssen wir ehrlich zu uns selbst sein.

Für unsere Lebensplanung müssen wir ehrlich zu uns selbst sein.

Foto: Digital Vision / Thinkstock

„Wenn du zum Altweiber-Karneval nach Köln fährst oder auf Kegeltour nach El Arenal, dann habe ich Angst, dass du mich betrügst“, sagt Katrin zu ihrem Freund Jens, als sie ihre Lebensplanung besprechen. „Warum sollte ich das tun?“, fragt Jens und schiebt nach: „Ich bin doch glücklich mit dir.“ „Naja, aber die Wahrscheinlichkeit ist dort sicher größer. Es ist Alkohol im Spiel, die Mädels sind lockerer drauf und machen es dir leicht und dann noch die Jungs, mit denen du unterwegs bist, vor denen du glänzen kannst, wenn du eine hübsche Frau erobert hast.“

„Um den Jungs zu imponieren, mache ich gar nichts und ich trinke auch immer nur so viel Alkohol, dass mein Verstand noch glasklar funktioniert. Wenn ich eine gute Partnerschaft habe, in der mir nichts fehlt, setze ich als Ingenieur meine Lebensplanung doch nicht durch ein einmaliges Abenteuer aufs Spiel. Mit dem einmaligen Betrug wäre es ja nicht getan, ich müsste dich ja im Anschluss auch noch anlügen und mich dabei auch noch selbst im Spiegel angucken können.“

Lebensplanung für Ingenieure: Ehrlichkeit ist schmerzhaft

Katrin ist immer noch skeptisch, kann sich so viel Pragmatismus bei der Lebensplanung kaum vorstellen. „Ich hab trotzdem Angst“, sagt sie. „Wovor genau?“, fragt Jens nach. „Dich zu verlieren.“ Jens sieht sie direkt an und sagt: „Die Wahrscheinlichkeit, dass mir bei einer dieser Gelegenheiten eine Frau begegnet, bei der mir das Herz noch mehr aufgeht als bei dir, ist sehr gering, aber wenn es denn so ist, können wir beide es auch nicht ändern. Dann muss man den anderen eben freigeben, denn dann war die Liebe wohl doch nicht groß genug.“

Tränen schießen Katrin in die Augen. Sie weiß, dass Jens ehrlich geantwortet hat und dass sein Denken richtig ist, aber das hat sie nicht hören wollen. Sie wollte Sicherheit, wollte hören, dass er sagt, für ihn werde es in seiner Lebensplanung nie eine andere Frau geben. Nun ist sie verunsicherter als zuvor. Wie kommt es eigentlich, dass wir uns ehrliche, gradlinige Menschen in unserem Umfeld so sehr wünschen und andererseits mit der Wahrheit gar nicht umgehen können?

Lebensplanung für Ingenieure: Warum wir uns oft selbst belügen

Die Wahrheit im Fall von Katrin und Jens ist, dass es trotz Lebensplanung keine Garantie für ewige Liebe und ewiges Zusammensein gibt. Wenn es diese Garantie gäbe, dann würden zumindest 100 Prozent aller verheirateten Paare noch die Goldene Hochzeit feiern. Die Statistik spricht aber eine andere Sprache. Die Wahrheit, über die wir immer wieder sprechen, ist etwas, das weh tut. Die Wahrheit ist etwas, das unbequem ist. Die Wahrheit ist etwas, das uns verunsichert, und da wir das alles nicht wollen, wollen wir auch die Wahrheit nur unter bestimmten Umständen oder gleich eine Scheinwahrheit in unserem Sinne.

Jens sollte Katrin ernst ansehen und ihr mit fester Stimme sagen: „Dich werde ich lieben bis zum Lebensende“, dann ginge es Katrin gut, obwohl sie genau wüsste, dass dieser Satz nur eine Momentaufnahme wäre und dass Jens – genauso wenig wie umgekehrt sie – eine Garantie für eine „never ending love“ geben könnte. Weil die Wahrheit ein so großes Gewicht hat, ist sie uns oft zu schwer und deshalb scheuen wir auch nicht davor zurück, uns für unsere Lebensplanung selbst etwas vorzumachen oder gar selbst zu belügen. Die Wahrheit würde uns Dinge über uns selbst deutlich machen, die uns wahrscheinlich nicht gefallen würden.

Lebensplanung für Ingenieure: Die Angst vor Veränderungen

Wenn wir zum Beispiel an einer unbefriedigenden beruflichen Situation festhalten, weil wir kein Risiko eingehen wollen, weil wir nicht wissen, ob das, was danach kommt, besser ist, und weil wir darauf hoffen, dass die Situation doch noch einmal entschärfter sein wird und wir lieber noch ein paar Jahre mit unserer Lebensplanung für Ingenieure warten, dann sind das scheinbar unsere wahren Gründe auszuharren. Es gibt aber eine Wahrheit, die dahinter liegt, die wir lieber nicht so genau anschauen: Wir haben keinen Mut, etwas zu verändern, sind zu feige, ein Risiko einzugehen.

So wollen wir uns selbst nicht sehen, also geben wir uns lieber dem Selbstbetrug hin und schieben 1001 Gründe für unser Nichthandeln vor. Dabei ist es immer die Wahrheit, die uns Beine macht. Die Wahrheit ist, dass Ingenieure für ihre Lebensplanung nur eine begrenzte Lebenszeit haben und dass ein verlorener Tag, an dem wir Dinge tun, die wir eigentlich nicht tun wollen, noch kein Drama ist. Wie schnell wird aber aus einem Tag eine Woche, aus einer Woche ein Monat, aus einem Monat ein Jahr. Die Wahrheit ist, dass es eine absolute Sicherheit nie geben wird. Nicht in Beziehungen, nicht im Job.

Lebensplanung für Ingenieure: Auf veränderte Umstände reagieren

Das Einzige, was absolut sicher ist, ist, dass morgen schon alles anders sein kann und dass unser Leben auch dann weitergeht, wenn die Umstände sich vollkommen verändern. Ob das Leben besser oder schlechter wird, misst sich auch daran, wo wir heute stehen. Wenn Ingenieur Frank mir über seine Situation erzählt: „Ich fühle mich sowohl im Job als auch in meiner Beziehung wie eine Pflanze, die gerade genug Wasser bekommt, dass sie nicht vertrocknet“, dann bin ich mir in diesem Moment sicher, dass sich seine Situation durch eine gute Lebensplanung für Ingenieure nur verbessern kann.

Auf der Basis der Wahrheit, dass es vor dem Ableben um mehr geht als ums Überleben, sondern ums Erleben zum Aufleben, wüsste er schnell, was er zu tun hätte: Gedanken sortieren, Ziele aufschreiben, handeln! Also mit der Lebensplanung für Ingenieure starten. Bei vielen von uns ist es so, dass wir eine unbefriedigende Situation erst dann ändern, wenn es im Negativen einen massiven Auslöser gibt oder wir im Positiven eine Alternative auf einem Silbertablett serviert bekommen. Das eine ist schmerzhaft, das andere ein Glücksfall.

Lebensplanung für Ingenieure: Lebenszeit nutzen

Handeln ist immer dann leichter, wenn es aus einer Kann-Situation heraus entsteht (ungekündigte Stellung, halbwegs respektvoller Umgang mit dem Partner) und wird umso schwerer, je mehr „MUSS“ im Spiel ist (Übergang vom Arbeitslosengeld auf Hartz IV, emotional erschütternder Rosenkrieg in der Beziehung). Manchmal ist es aber tatsächlich so, dass wir vor lauter Vorwänden und Ausreden die Wahrheit schon gar nicht mehr erkennen. Um sie zu finden bzw. zu erkennen, hilft bei der Lebensplanung für Ingenieure ein einfacher Trick.

Gehen Sie einmal in ein großes Möbelhaus und nehmen sich eines der Papiermetermaße mit, die dort überall hängen. Legen Sie das Metermaß zuhause auf den Tisch und stellen Sie sich vor, die Strecke, die dort liegt, sei eine mögliche Lebenszeit für Ihre Lebensplanung. Als Ingenieur reißen Sie einfach von der 100 ausgehend das Stück ab, das wenig realistisch ist, so dass Sie als Frau vielleicht den Abriss bei 85, als Mann etwa bei 80 haben (wohl wissend, dass das Mittelwerte sind, die sich sowohl nach oben als auch nach unten verschieben können), dann reißen Sie von der 1 ausgehend an der Zahl ab, die Ihr aktuelles Alter angibt, also bei 38, 45, 53.

Lebensplanung für Ingenieure: Die eigenen Bedürfnisse erkennen

Jetzt schauen Sie sich als Ingenieur für ihre Lebensplanung das Stück an, das vor Ihnen liegt. Dieses Stück Papier ist der Abschnitt Leben, über den Sie verfügen können. Sie können ihn einfach ableben oder Sie können ihn gestalten, mit Wünschen und Zielen versehen, mit Träumen garnieren und soviel wie möglich davon selbstbestimmt umsetzen. Die Wahrheit ist, ganz gleich ob das Stück Maßband, das vor Ihnen liegt, etwas länger oder schon kürzer ist: Irgendwann ist es bei uns allen verbraucht. Dumm ist auch, dass uns niemand garantiert, dass wir ein Nachfolgeband bekommen.

Zwischen „nicht vertrocknen“ und „in voller Blüte erstrahlen“ liegt eine riesige Bandbreite und die Wahrheit ist, dass Sie entscheiden, wie viel Sie sich selbst zugestehen. Außerhalb unheilbarer Krankheiten gibt es für alles eine Lösung, aber es gibt keine Lösung ohne eine Entscheidung beziehungsweise eine angemessene Lebensplanung für Ingenieure. Vielleicht bekommen Sie ein lukratives Jobangebot, das aber damit verbunden ist, dass Sie häufig – auch an Wochenenden – unterwegs sein müssen und gleichzeitig lernen Sie einen Menschen kennen, mit dem Sie gerne Zeit verbringen möchten, dann gibt es sicher eine Lösung.

Lebensplanung für Ingenieure: Prioritäten setzen

Beides lässt sich aber nur unter einen Hut bringen, wenn Sie vorher eine Entscheidung darüber treffen, wo Ihre Prioritäten in der Lebensplanung für Ingenieure liegen. Dazu brauchen Sie allerdings nicht nur eine Kopfentscheidung, sondern müssten einmal Ihr Gefühl zurate ziehen. Stellen Sie sich für einen Moment den Worst Case vor: Wie fühlt es sich an, wenn Sie morgens aufwachten und Sie wüssten, man hätte Ihnen dieses Jobangebot entzogen? Wie fühlt es sich an, wenn Sie aufwachten und diesen Menschen gäbe es in Ihrem Leben nicht mehr?

Die Wahrheit ist oft so unerträglich hart, dass wir sie kaum aushalten, aber nur sie bringt uns tatsächlich weiter. Jeder Selbstbetrug trennt uns von dem, was wir uns unter einem erfüllten Leben vorstellen. Um aber der Wahrheit ein Stückchen ihrer Schwere zu nehmen: Auch sie ist oft eine Momentaufnahme. Und wie hat Mahatma Gandhi gesagt: „Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.“ Vielleicht tun wir uns leichter, wenn wir unser Handeln und unsere Lebensplanung als Ingenieur an den kleinen Begleitern der großen Wahrheit orientieren: Klarheit, Aufrichtigkeit, Gradlinigkeit.

www.schmidt-partner-solingen.de

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