08.08.2008, 00:00 Uhr

Im Maschinen- und Anlagenbau stimmen die Perspektiven für Ingenieure

Gute Perspektiven im Anlagen- und Maschinenbau für Ingenieure.

Gute Perspektiven im Anlagen- und Maschinenbau für Ingenieure.

Foto: panthermedia.net/shock

Der Maschinen- und Anlagenbau ist nach wie vor die tragende Stütze der deutschen Wirtschaft. Laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) ist die wirtschaftliche Situation nach wie vor hervorragend. Die Branche wächst ununterbrochen seit vier Jahren, und 2007 war sogar ein Jahr der Rekorde. Nach vorläufigen Berechnungen wuchs die reale Produktion von Maschinen und Anlagen in Deutschland um 8 Prozent. Ein so hohes Plus kann selbst in der Investitionsgüterbranche, die ja durch starke zyklische Ausprägungen bekannt ist, nur selten erreicht werden.

Was die Bedeutung des Maschinen- und Anlagenbaus angeht, so liefert der VDMA in seiner aktuellsten Datensammlung „Maschinenbau in Zahl und Bild 2008“ alle wichtigen Eckdaten der Branche. Die Industrie des Maschinen- und Anlagenbaus kam demnach auf einen Umsatz von 190 Mrd. Euro, den knapp 6.000 Unternehmen erwirtschafteten. Starke Zuwächse (20 Prozent und mehr) beim Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Fachzweige Hütten- und Walzwerkseinrichtungen, Bekleidungs- und Ledertechnik, Landtechnik, Power Systems (Turbinen), Holzbearbeitungsmaschinen, Werkzeugmaschinen, Bau- und Baustoffmaschinen, Feuerwehrfahrzeuge und -geräte, Robotik und Automation, Antriebstechnik, Fluidtechnik.

Wie ein Märchen muten auch die 136 Mrd. Euro Umsatz (+11 Prozent gegenüber dem Vorjahr) an, die von Unternehmen der Branche im Ausland erzielt wurden. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz der Branche von über 70 Prozent. Bereits im Vorjahr hatte der Umsatz 15 Prozent zugelegt und 2005 erstmalig die Schallgrenze von 100 Mrd. Euro überschritten. Auch die anderen großen deutschen Wirtschaftsbranchen sind sehr stark exportabhängig, angeführt werden sie aber vom Maschinen- und Anlagenbau. Den größten Beitrag am Export der Branche lieferten Unternehmen der Fachzweige Antriebstechnik, Bau- und Baustoffmaschinen, Fördertechnik, Werkzeugmaschinen, Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, allgemeine Lufttechnik, Druck- und Papiertechnik, Landtechnik. Die Ausfuhren blieben hauptsächlich in Europa. Russland kann dabei als „Exportmagnet“ bezeichnet werden. Lediglich 21 Prozent der Exporte gingen nach Asien, wobei Indien eine besondere Rolle spielte.

Als Arbeitgeber liegt der Maschinen- und Anlagenbau unter den technologiezentrierten Branchen auf Platz 1 vor der elektrotechnischen Industrie. Fast in Vergessenheit geraten ist die noch vor zwei Jahren rückläufige Tendenz der Beschäftigtenzahl. Mit einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber 2006 brillierte die Branche. Die Zahl der Arbeitsplätze stieg nach Angaben des VDMA Ende 2007 auf 914.000. Die Kapazitätsauslastung lag laut Ifo-Konjunkturtest bei rund 92 Prozent, die Kapazitäten werden also langsam aber sicher knapp.

In den Augen der Ingenieure rangiert der Maschinen- und Anlagenbau ganz oben, wenn es um die Wunschbranche für den Berufseinstieg oder einen Stellenwechsel geht. Dies zeigen viele Ingenieure, die sich in die Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de eingetragen haben. Immerhin 27 Prozent von ihnen weisen Berufserfahrungen in der Branche nach.

Die sehr gute Gesamtlage wirkt natürlich auch auf den Arbeitsmarkt. Nach der SCS-Stellenmarktanalyse wurden im ersten Quartal 2007 von Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus Anzeigen für 2.432 Ingenieurstellen veröffentlicht. Im Branchenvergleich ist dies der höchste Wert überhaupt. In 2006 waren es für den gleichen Zeitraum noch 1.477 Stellen. Das erste Quartal 2008 mit immerhin noch 2.044 Stellen zeigte aber, dass sich der Arbeitsmarkt wieder beruhigt.

 

Ein Beitrag von:

  • Bernd Andersch

    Bernd Andersch ist Karriere-Coach, Sachbuchautor und Spezialist für Bewerbungsstrategien.

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