Heiko Mell

Fachrichtungswechsel beim Master?

Frage:

Ich bin Ausländerin und habe kürzlich in der Heimat mein Studium als Chemieingenieurin abgeschlossen.

Jetzt habe ich mich für einen Masterstudiengang in Deutschland entschieden. Besonders interessiere ich mich für Studiengänge, die mit Energietechnik und Maschinenbau zu tun haben.

Wie sehen die Berufsperspektiven für die beiden Branchen aus? Wie sieht in der Zukunft der Arbeitsmarkt in Deutschland für Ingenieure mit solchen Qualifikationen aus? Ich bevorzuge, ehrlich gesagt, die Energietechnik.

Antwort:

Als ich mein Studium abschloss, galten Bergbau (Stein- und Braunkohle), Werften und konventionelle Kraftwerkstechnik als solide Branchen, die ihre Mitarbeiter sicher ernähren würden. Nukleartechnik war die Zukunft überhaupt, später ersetzt durch Windenergie und Photovoltaik. Was daraus geworden ist, sehen Sie selbst.

Konkret: Niemand kann Ihre Frage mit hinreichender Sicherheit beantworten. Dann sind solche Veränderungen ja nicht nur technisch bedingt, gerade auch die unberechenbare Politik nimmt großen Einfluss.

Hier müssen Sie Ihre ureigene Entscheidung treffen, mit den dabei gemachten Fehlern leben – und zu lebenslanger Flexibilität bereit sein.

Eine Anregung kann ich, so glaube ich, dennoch geben: Wenn ein Unternehmen einen Master des Maschinenbaus sucht, dann ist das im Normalfalle jemand, der schon seinen Bachelor im Maschinenbau abgeschlossen hat und nun ein Studienwissen „aus einem Guss“ anbieten kann.

Warum sollte ein Bachelor des Chemieingenieurwesens jetzt einen Master der Energietechnik draufsetzen und zwei nicht optimal zueinander passende Fachrichtungen miteinander kombinieren? Denn: Wenn ein komplettes Studium einer Fachrichtung allein im Master erworben werden könnte, wozu braucht man dann überhaupt noch den vorgeschalteten Bachelor?

Überlegen Sie also vor allem auch, den Master in „Ihrer“ vertrauten Fachrichtung Chemieingenieurwesen zu absolvieren. Das hat Zukunft und wirft keine Fragen im obigen Sinne auf.

Frage-Nr.: 2.931
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 10
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2018-03-09

Von Heiko Mell

Top Stellenangebote

Panasonic Industrial Devices Europe GmbH-Firmenlogo
Panasonic Industrial Devices Europe GmbH QC-Fachkraft (m/w/d) für die SW-Programmierung der Automotive-Teststände Lüneburg
Bauhaus-Universität Weimar-Firmenlogo
Bauhaus-Universität Weimar Leiter (m/w/d) Sachgebiet Liegenschaftsverwaltung Weimar
Freie Universität Berlin-Firmenlogo
Freie Universität Berlin Technische/-r Beschäftigte/-r (m/w/d) Berlin
Technische Universität Braunschweig-Firmenlogo
Technische Universität Braunschweig Universitätsprofessur (W3) Intermodale Transport- und Logistiksysteme (m/w/d) Braunschweig
Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Hochschule für angewandte Wissenschaften München W2-Professur für Fertigungstechnik und Produktionsprozesse (m/w/d) München
Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung-Firmenlogo
Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung Ingenieur für Messtechnik und Datenerfassung (w/m/d) Potsdam
Fachhochschule Bielefeld-Firmenlogo
Fachhochschule Bielefeld W2-Professur Lehrgebiet Projektmanagement; insbesondere Kostenermittlung und Controlling Minden
Ernst-Abbe-Hochschule Jena-Firmenlogo
Ernst-Abbe-Hochschule Jena Professur Virtuelle Produktentwicklung (W2) Jena
FH Aachen-Firmenlogo
FH Aachen Professur Technische Mechanik und Simulation Aachen
KfW Bankengruppe-Firmenlogo
KfW Bankengruppe Bau- oder Umweltingenieur/in als Technischer Sachverständiger (w/m/d) Frankfurt am Main
Zur Jobbörse

Top 5 Heiko Mell…

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.