Heiko Mell

„Jung“ heißt mehr als nur „nicht alt“

Antwort:

Es ist schon ein Kreuz, wenn man älter wird. Nun ist diese Erkenntnis nicht ganz neu. Es gibt aber einen speziellen Aspekt, den Betroffene nur allzu leicht übersehen:Stellenanzeigen sprechen oft und gern vom „jüngeren“ Mitarbeiter, der gesucht wird. Oder vom „jungen“, was als Steigerung gilt. Obwohl „jünger“ eigentlich jünger ist als jung, heißt „jung“ in diesem Metier deutlich jünger als „jünger“. Ich kann nichts dafür, die Dinge liegen so, lesen Sie es halt noch einmal.Wie auch immer: Irgendwie „jung“, ob mit oder ohne Altersangabe, wird „gern genommen“ in den Anforderungen. Dann rufen ältere Bewerber an und fragen, ob auch sie eine Chance hätten. Sie übersehen dabei einen Haken, der sich hinter dem Jugendaspekt verbirgt:
Das suchende Unternehmen hat gar keine Angst vor einer drohenden Vergreisung, wenn sich ein deutlich oberhalb von „jung“ angesiedelter Mensch bewirbt. Auch die in zwanzig oder fünfzehn Jahren anstehende Pensionierung ist nicht das eigentliche Problem. Aber junge Mitarbeiter sind billiger!

Fest steht, dass der Kandidat „gut“ sein muss im Sinne von hochqualifiziert. Wer aber gut ist und bald fünfzig, der muss inzwischen ganz einfach viel teurer geworden sein als einer von 26 (jung) oder 33 (jünger)! Ist er das nicht, kann er nicht „gut“ sein.

Gegen diese Logik ist nichts, absolut nichts auszurichten. Bewerber fallen am Telefon oft aus allen Wolken, wenn ich sie ihnen nahe bringe: Der qualifizierte Fünfzigjährige hätte in den letzten fünfzehn bis zwanzig Jahren keine Gehaltserhöhung mehr bekommen haben dürfen. Aber dann wäre er nicht „gut genug“ gewesen für den hier anstehenden Job es ist tatsächlich ein Teufelskreis.

Kurzantwort:

Frage-Nr.: 50
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 46
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2000-11-17

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