Heiko Mell

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Was dann ja wohl bedeutet, dass der später bis zu spät kommende Wurmfänger sich sehr viel schwerer damit tut. Wie so oft, stimmt eine alte Volksweisheit auch hier wieder.

Fakt ist: Manager und Fachkräfte, die ihren Arbeitgeber unter Druck verlassen, sind mit den Bewerbungsaktivitäten häufig sehr – oft zu – spät dran. Ein halbes Jahr oder noch früher wären die Aktivitäten oft weitaus aussichtsreicher gewesen. Da ist der Kandidat um 50 mit Aufhebungsvertrag in der Tasche. Er kratzt an der Altersgrenze und wird in Kürze arbeitslos sein – eine unglückliche Verbindung zweier Negativfaktoren bei Bewerbungen. Aber auch der Manager von 45 Jahren, der sich wegen unüberbrückbarer Differenzen mit seinem Chef bewirbt oder die Fachkraft mit 38, die wegen Aufgabe des Geschäftsbereichs jetzt suchen muss, sie alle haben zu lange gewartet. Im Gespräch stellt sich fast immer heraus, dass die Dinge sich seit vielen Monaten zuspitzten, dass die Anzeichen der kommenden Katastrophe eigentlich unübersehbar waren. Aber in einer Mischung aus Ignoranz, Gottvertrauen und unbegründeter Hoffnung haben sie die Augen verschlossen und nichts in Sachen „neue Anstellung“ unternommen. Bis es krachte – und sie nunmehr gezwungen sind, unter Zeitdruck und aus gekündigter Position auf den Markt zu gehen.

Ich schätze einmal, dass die beiden Faktoren zusammen die Chancen um etwa 60% reduzieren. Also heißt die Devise: Wenn sich Gründe für Probleme zeigen, die Sie nicht oder nur sehr bedingt beeinflussen können, beginnen Sie rechtzeitig mit der Suche.

Zwar heißt es hier bei uns im Rheinland „Es ist noch immer gut gegangen“ (im Original in einer Sprache, die ich verstehen, nicht jedoch schreiben kann), aber das gilt natürlich nur für in der Wolle gefärbte Rheinländer.

Frage-Nr.: 456
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 31
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2015-07-30

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