Heiko Mell

An ihren Spuren sollt ihr sie erkennen!

Man stellt Ihnen einen Tennisspieler vor. Ein angebliches Super-Talent, einen Mann, der höchstes Lob verdiene, unvergleichlich spiele und überhaupt. Sie dürfen ihn auch auf dem Platz in einem Trainingsspiel bewundern. Wie beeindruckt Sie auch sein mögen – irgendwann werden Sie fragen: „Welche großen Turniere hat er denn gewonnen, welchen Titel trägt er?“

Antwort:

Denn Sie sagen sich völlig zu Recht: Wer etwas kann und irgendwo tätig war, der müsste dort sichtbare Spuren hinterlassen, wenn er denn besonders gut sein will. Das gilt nicht nur im Sport, das gilt natürlich auch im beruflichen Bereich. Dort ist die Sache recht einfach: Der Lebenslauf ist der „geborene“ Platz für solche Spuren. Und dann müssen diese nur noch zum erhobenen Anspruch, zur behaupteten Qualifikation passen.

Ein solcher Anspruch muss nicht einmal besonders penetrant erhoben werden, er geht aus der Zielposition hervor, um die Sie sich z. B. extern bewerben. Und wenn das eine herausgehobene Führungsfunktion oder eine Aufgabe mit überdurchschnittlicher Fachverantwortung ist, Sie aber drei Arbeitgeber in vier Jahren verschlissen haben und mit daraus resultierenden schwachen Zeugnissen und ohne jegliche interne Auszeichnung abgegangen sind, dann hat jemand „Ich will ein Löwe sein“ gerufen, doch seine Spuren waren eher die eines Füchsleins. Wie so oft im Leben sind viele der zunächst ungeheuer komplex erscheinenden Zusammenhänge in Wirklichkeit recht einfach: Wer sich um eine Position bewirbt, die zwingend mit einem großen Vertrauen verbunden ist, das der Arbeitgeber ihm entgegenbringen müsste – der sollte im Lebenslauf unter Beweis stellen können, dass ihm z. B. schon der heutige Arbeitgeber besonderes Vertrauen entgegengebracht hat. Das könnte sich in der Berufung in eine verantwortungsvolle Führungsposition, in einen Förderkreis, in der Erteilung von Handlungsvollmacht oder Prokura zeigen. Denn wer sich auf eine besondere Befähigung beruft, der sollte unter Einsatz derselben schon Spuren in seinem bisherigen berufsrelevanten Leben hinterlassen haben.

Konkret: Es kann nie schaden, in angemessener Form im Anschreiben einer Bewerbung besondere eigene Fähigkeiten anklingen zu lassen. Aber dort in eigener Sache zu „trommeln“, während der Werdegang ohne Höhepunkte dahinplätschert, das wird im Volksmund abfällig so eingestuft: Keine Zähne im Mund, aber La Paloma pfeifen.

Kurzantwort:

Frage-Nr.: 449
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 6
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2015-02-05

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