Heiko Mell

Herr oder Frau oder Durchlaucht?

Antwort:

Wir haben ganz offensichtlich viele Mitbürger mit ausländischen Wurzeln in die Bevölkerung unseres Landes erfolgreich integrieren können. Damit kommen Nachnamen auf uns zu, die hierzulande „kein Mensch“ aussprechen kann (damit werden wir leben müssen), aber auch Namenskombinationen, bei denen man nicht mehr weiß, wo der Vorname aufhört und was der Nachname ist. Schlimmer noch: Bei manchen Vornamen weiß man nicht, ob der Träger männlich oder weiblich ist. Das macht die Angelegenheit für den Adressaten eher peinlich, fürchtet er doch, zu einer falschen Brief-Anrede zu greifen.

Wenn Sie also betroffen sind, geben Sie in Ihrer Zuschrift eine kleine Hilfe. Sie könnten beispielsweise unter die Unterschrift setzen: „(xxx ist ein weiblicher Vorname)“.

Ich gestehe heute öffentlich ein, vor etwa vierzig Jahren die Bewerbung eines Mannes allein wegen seines Namens abgelehnt und zurückgeschickt zu haben. Der Kandidat war ein Fürst „von und zu“, mit Krone auf dem Briefkopf in Prägedruck und also mit durch und durch „eindrucksvollem“ Hintergrund. Ich war absolut nicht sicher, wie ich den Bewerber hätte im Gespräch anreden müssen – und ob ich dazu bereit gewesen wäre. Teils war es Unsicherheit, verbunden mit der Angst vor einer Blamage, teils eine instinktive Abwehr davor, mich eines vielleicht angebrachten „Euer Durchlaucht“ befleißigen zu müssen. Glücklicherweise hat es keine Wiederholung gegeben, über Barone und Grafen ging es später nie mehr hinaus.

Aber es zeigt: Irgendwo hat jeder von uns seine individuellen Grenzen.

Kurzantwort:

Wir haben ganz offensichtlich viele Mitbürger mit ausländischen Wurzeln in die Bevölkerung unseres Landes erfolgreich integrieren können. Damit kommen Nachnamen auf uns zu, die hierzulande „kein Mensch“ aussprechen kann (damit werden wir leben müssen), aber auch Namenskombinationen, bei denen man nicht mehr weiß, wo der Vorname aufhört und was der Nachname ist. Schlimmer noch: Bei manchen Vornamen weiß man nicht, ob der Träger männlich oder weiblich ist. Das macht die Angelegenheit für den Adressaten eher peinlich, fürchtet er doch, zu einer falschen Brief-Anrede zu greifen.

Wenn Sie also betroffen sind, geben Sie in Ihrer Zuschrift eine kleine Hilfe. Sie könnten beispielsweise unter die Unterschrift setzen: „(xxx ist ein weiblicher Vorname)“.

Frage-Nr.: 422
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 36
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2013-09-05

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