Heiko Mell

Hilfe, ich bin gut!

Antwort:

Nehmen wir einmal an, Sie hielten sich im berufsrelevanten Sinne für „gut“ (oder noch besser). Das wäre erlaubt. Und nun hätten Sie das dringende Bedürfnis, das den für Sie wichtigen Leuten mitzuteilen, beispielsweise anlässlich von Bewerbungen. Das wäre nicht nur auch erlaubt, es wäre sogar ratsam. Und nun überlegen Sie, wie Sie diese Information überzeugend an den Empfänger bringen. Auch das läge noch im grünen Bereich.

Damit stellt sich die Frage der Methodik des Vorgehens:
Jede Art von schriftlicher Darstellung in Richtung „ich bin gut, eigentlich sehr gut“ liest sich fürchterlich. Wie immer Sie das formulieren, es bleibt meist ein penetrant klingendes Eigenlob. Und das ist – moralisch – nur Politikern erlaubt.

Rechnen Sie damit, dass Sie nicht trotz, sondern wegen Ihrer allzu vollmundigen Umschreibungen Ihrer Qualitäten abgelehnt werden können.

Es gab eigens dafür vorgesehene „Spielwiesen“ genug in Ihrer Vergangenheit. Dort wurden Sie ständig beurteilt und Sie sammelten Fakten. Diese Ergebnisse listen Sie einfach auf. Dann sieht der Fachmann Ihre Qualitäten schon. Von Boxern heißt es beispielsweise: „In 17 Profikämpfen blieb er 11 Mal Sieger, 5 Mal gab es ein Unentschieden, nur eine Begegnung verlor er.“ Ein „Eigentlich verlor er immer, aber er ist ein boxerisches Genie“ gibt es nicht.

Also: Ihre „Wettkämpfe“ fanden statt in der Schule (Noten), während der Hochschulzeit (Noten, aber auch Dauer, Praktika, Auslandsbezug), im Freizeitbereich (außeruniversitäres Engagement, Mitwirkung in Teams, Übernahme von Verantwortung in Leitungsfunktionen) und im Arbeitsleben (Berufsweg, Beförderungen, Zeugnisse). Und so wie beim Fußball Tore zählen, so gilt hier: Dort hatten und haben Sie Ihre Chance, alles andere ist Geschwafel.

Kurzantwort:

Nehmen wir einmal an, Sie hielten sich im berufsrelevanten Sinne für „gut“ (oder noch besser). Das wäre erlaubt. Und nun hätten Sie das dringende Bedürfnis, das den für Sie wichtigen Leuten mitzuteilen, beispielsweise anlässlich von Bewerbungen. Das wäre nicht nur auch erlaubt, es wäre sogar ratsam. Und nun überlegen Sie, wie Sie diese Information überzeugend an den Empfänger bringen. Auch das läge noch im grünen Bereich.

Frage-Nr.: 322
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 13
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2008-03-26

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