Heiko Mell

Das große Karriere-Quiz

Antwort:

Es gibt ein Spiel in Deutschland, das mir ausnehmend gut gefällt: Ehepaare, so schreiben sie, lesen in den VDI nachrichten die Fragestellung der Einsender in dieser Serie – und überlegen gemeinsam, was dem Autor diesmal wohl als Lösung eingefallen ist. Sie diskutieren, wägen ab – und schauen erst dann nach der Mell’schen Lösung.

Letztere muss ja nicht die allein richtige sein, aber die Auseinandersetzung der beiden Partner mit dem Problem, die Suche nach den vermuteten Ursachen und nach möglichen Lösungsansätzen ist bereits ein Traumresultat meiner Bemühungen. Denn wo haben die weitaus meisten beruflichen Schwierigkeiten ihre zentrale Ursache? Die Betroffenen beschäftigen sich zu wenig mit dieser ja durchaus existenziellen Materie!

Es ist nicht wichtig, welche „Trefferquote“ bei diesem Spiel erreicht wird – allein die Auseinandersetzung mit dem Thema zählt. Dabei sollte man sich ruhig auch mit Fällen beschäftigen, die anscheinend sehr fern der eigenen Gegebenheiten angesiedelt sind: Erstens weiß man nie, welche Bereiche in der Antwort zumindest gestreift werden und zweitens versuche ich, ein möglichst umfassendes Gesamtverständnis des komplexen Systems zu vermitteln. Konkret: Ich will nicht, dass jemand stur die ihn derzeit betreffenden Regeln auswendig lernt; ich will hingegen, dass er/sie die Zusammenhänge versteht. Daher gebe ich mir so viel Mühe mit den Begründungen und Erläuterungen. Sie sollen nicht nur verstehen, wie das System „funktioniert“, sondern auch, warum man so urteilt oder handelt.

Von unendlichem Wert ist bei diesem spielerischen „Quiz“ die Einbeziehung des Partners. Der hat in der Regel einen ganz anderen Beruf oder übt derzeit gar keinen aus oder ist bei einem völlig anderen Typ von Arbeitgeber tätig. Sein Verständnis überhaupt erst einmal für das Problem (später auch für die erforderliche Lösung) zu finden, ist ein äußerst hilfreicher Schritt. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie wenig Menschen, die nicht in einem Industriebetrieb arbeiten, etwas darüber wissen, was da vorgeht, welche Anforderungen gestellt werden, welchen Zwängen ein Angestellter dort unterworfen ist.

Da drängt sich mir fast eine Vision auf: Vielleicht wissen eines Tages die Teilnehmer am Berufsleben nahezu ebenso so viel über die Regeln dieses „Spiels“ wie irgendwelche Amateure, die am Wochenende eine Runde Tennis spielen, über ihren Sport. Oder anders: Haben Sie eine Vorstellung davon, wie dick das Regelbuch des Golfsports ist, das man jedem Anfänger in die Hand drückt? Und wie dick das Regelbuch des ungleich wichtigeren Berufslebens eigentlich sein müsste, das aber überhaupt nie geschrieben wurde, geschweige denn beim Berufseintritt ausgehändigt wird? Boshafterweise wird hier verlangt, dass man sich selbst um das Wissen kümmert.

Dabei hilft jenes Quiz Ihnen jede Woche ein bisschen weiter. Und mir, indem ich hoffen darf, Nützliches zu tun.

Kurzantwort:

Es gibt ein Spiel in Deutschland, das mir ausnehmend gut gefällt: Ehepaare, so schreiben sie, lesen in den VDI nachrichten die Fragestellung der Einsender in dieser Serie – und überlegen gemeinsam, was dem Autor diesmal wohl als Lösung eingefallen ist. Sie diskutieren, wägen ab – und schauen erst dann nach der Mell’schen Lösung.

Frage-Nr.: 185
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 52
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2003-12-20

  • Heiko Mell

    Heiko Mell ist ein deutscher Personalberater, Buchautor und freier Mitarbeiter der VDI-Nachrichten. Er verantwortet die Serie Karriereberatung innerhalb der VDI-Nachrichten.

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