Heiko Mell

Jubiläumsglückwünsche an Heiko Mell

Frage Leser A:

Ich möchte die kürzlich veröffentlichte Frage 3.000 zum Anlass nehmen, Ihnen ganz herzlich zu diesem Erfolg zu gratulieren.

Ich lese Ihre Beiträge seit Beginn an und habe auch gelegentlich „erfolgreich“ mit Ihnen korrespondiert (damit meine ich, dass meine Themen in Ihren Beiträgen behandelt wurden. Ich bin der Professor mit den Studenten, denen die Schrift Ihrer Beiträge zu klein und die Aufmachung zu altbacken ist).

Neben der Gratulation zur Frage 3.000 möchte ich Ihnen auch zum 35-jährigen Erscheinen der Serie gratulieren, das ja demnächst erreicht sein müsste. Ein solches „Standvermögen“ ist bewundernswert. Das geht nur, wenn Beruf und Berufung deckungsgleich sind.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und noch viele gesunde Jahre, damit weiter Jubiläen gefeiert werden können.

Antwort:

Herzlichen Dank für diese Anerkennung. Wir haben sogar beide Jubiläen glatt übersehen. Begonnen hat diese Serie im April 1984 – wenn Sie dies lesen, sind wir schon im Juni des Jubiläumsjahres 2019. Die Nummern der Fragen wiederum sehe ich beim Schreiben noch gar nicht, die vergibt meine langjährige Sekretärin, die mit kleinsten Ausnahmen alle Beiträge von Anfang an in eine präsentable Form gebracht hat (das waren ca. 12 600 meiner handschriftlichen Seiten mit nicht immer einfachem Text). Und wir beide haben den Symbolwert der Nr. 3.000 nicht gewürdigt.

Wenn ich mich recht erinnere, haben Ihre Studenten damals auch noch gerügt, dass in meinen Texten „keine Bilder“ stünden. Hoffentlich verlangt man nicht noch von mir, dass ich mir die Haare blau färbe, unter falschem Namen auftrete und meine Beiträge vor laufender Kamera als Film präsentiere. Das wären dann immerhin „Bilder pur“. Und ich würde auf manche Menschen vielleicht glaubhafter wirken, auf andere wiederum garantiert nicht. Nun, man kann nicht alles haben.

Aber bei der Gelegenheit kann es nicht schaden, hier noch einmal zu versichern: Ich versuche, die Probleme real existierender Leser zu lösen, die Einsendungen sind ausnahmslos echt. Insofern gewinnt bereits ein interessantes Bild aus der Praxis, wer vor allem die Fragen liest. Nun ja, ein wenig schade wäre es aus meiner Sicht um so manche Antwort schon. Aber ich bin Partei.

Leser B:

Über 30 Jahre ist es jetzt her, dass Sie meinem Anliegen eine ganze Seite widmeten. Darüber freute ich mich damals und freue ich mich heute noch.

Unterdessen bin ich 67 und Rentner und blicke auf eine wechselvolle berufliche Vergangenheit zurück. Ab 1990 hatte ich mich selbstständig gemacht und Höhen und Tiefen erlebt. Die Höhen haben aber überwogen, ich habe es nicht bereut.

Zu Ihren damaligen Empfehlungen möchte ich Ihnen gratulieren. Ja, Sie hatten recht! Und zwar punktgenau – das war eine sehr scharfsinnige Analyse.

Ich hoffe, dass Sie noch lange in Ihrem Metier tätig sein können und jungen Ingenieuren „die Leviten“ lesen. Abseits sich ändernder Märkte und gesellschaftlicher Umstrukturierungen wird es stets Konstanten geben, das sollte einem Ingenieur entgegenkommen: Die Naturgesetze sind überall im Universum gleich.

Antwort:

Über den mitgesandten alten Originalbeitrag habe ich mich ebenso gefreut wie über Ihre Anerkennung. Übrigens ist die Einleitung Ihrer damaligen Frage auch heute noch wert, hier zitiert zu werden – sie ist äußerst originell:

„Ich beziehe ein unanständig hohes Gehalt.“ Und etwas weiter: „Meine Frau unterstützt mich in meinem Beruf erheblich. … Sie mit Ihren Beiträgen finden Gnade in ihren Augen. Das heißt etwas!“ Das sehe ich auch so – und lasse herzlich grüßen.

Leser C:

Auf dem letzten Recruiting Tag der VDI nachrichten kam eine Mitarbeiterin des Verlags auf mich zu und sagte, sie solle mir unbedingt etwas ausrichten. Ich hätte vor Jahren anlässlich eines öffentlichen Auftritts im Auftrage dieser Zeitung einen Ingenieur beraten und offenbar ziemlich deutlich dargelegt, dass es für ihn „in Sachen Karriere absolut keinen Zweck“ hätte, es so wie bisher weiter zu versuchen, es käme ja doch immer nur das gleiche fatale Ergebnis dabei heraus. Ich hätte ihm sehr geraten, sich besser selbstständig zu machen. Dem sei er gefolgt.

Heute habe er eine eigene Firma mit etwa 100 Mitarbeitern und sei immer noch dankbar für die damalige Analyse und die Empfehlung.

Antwort:

Ich überlege die ganze Zeit, ob wir damals nicht im Falle eines Erfolges Gewinnbeteiligung vereinbart hatten, bin aber auch ohne einen Beweis dafür sehr angetan von dieser Begebenheit.

Und da ich gerade dabei bin, Lob abzuarbeiten: Sehr viele Einsendungen zu dieser Serie enthalten Einleitungen oder längere Passagen im Text mit ausdrücklicher Anerkennung unserer Arbeit. Wir alle lesen das immer wieder gern, auch Autoren brauchen ihre regelmäßigen Einheiten an Motivation. Wir drucken hier aber nur eine Auswahl dieser Formulierungen ab, um nicht in den Geruch einer ständigen Selbstbeweihräucherung zu kommen. Wundern Sie sich also nicht, wenn oft gerade dieser Teil Ihrer Einsendung im Abdruck fehlt (und lassen Sie sich dadurch nur nicht von diesbezüglichen Meinungsäußerungen abhalten). Bei deutlicher Kritik übrigens bemühen wir uns stets um die Wiedergabe eines realistischen Gesamtbildes – wenn hier wenig davon steht, gibt es kaum etwas in der Art.

 

Frage-Nr.: 3.018
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 26-27
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2019-06-28

Von Heiko Mell

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