Heiko Mell

Sesshaftigkeit als Karrierekiller?

Besteht ein Zusammenhang zwischen der „Sesshaftigkeit“ eines Mitarbeiters (Familie mit schulpflichtigen Kindern, Eigenheim …) und dem Aufstieg in höhere Ebenen der Unternehmenshierarchie?

Antwort:

Ja, unbedingt. Abgesehen von Einzelfällen, die aber nur Ausnahmen sind, gilt:

Die optimale Ausnutzung der in der Person liegenden Karrierechancen setzt grundsätzlich die Bereitschaft voraus, sich räumlich zu verändern. Als pauschale Aussage: Wer nicht umziehen will, reduziert seine Möglichkeiten gegenüber dem Mitbewerber, der zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen flexibel ist, auf etwa ein Fünfzigstel! Warnend sei darauf hingewiesen, dass auch der Flexible bei intensiver Suche in einem Zeitraum von etwa sechs Monaten (der grundsätzlich für eine Stellensuche anzusetzen ist) nur etwa fünf unterschriftsreife Vertragsangebote zustande bekommt. Ein Fünfzigstel davon …Dieser Aspekt wirkt sich um so mehr aus, je höher man in der Hierarchie bereits gekommen ist.

Ebenso pauschal lässt sich sagen: Selbstverständlich ist ein Umzug eine große Belastung, ist er mit Aufwand, Kosten und Risiken verbunden. Auf der anderen Seite ist aber auch zu berücksichtigen, wie unglücklich ein Akademiker mit Karriereambitionen werden kann, wenn er mit 50 Jahren feststellt, dass viele Träume unerfüllt blieben – und es jetzt für Korrekturen zu spät ist. Hier muss jeder individuell entscheiden.

Als allgemeine Empfehlung: Eigenheime sollten so erbaut oder erworben werden, dass sie problemlos verkaufbar sind. Das Umziehen mit Schulkindern ist für diese zweifelsfrei zunächst einmal eine Belastung (viele haben jedoch später die positiven Aspekte z. B. einer Zeit im Ausland als Gewinn empfunden). Aber selbst wenn ein Kind dabei einmal ein Jahr verlieren sollte: Kinder haben viele Möglichkeiten, das z. B. im Studium wieder aufzuholen. Die wesentlich älteren Eltern haben eine Aufholchance zumeist nicht mehr. Im Zeitalter der Globalisierung gewinnt die Bereitschaft zur räumlichen Flexibilität zunehmend an Bedeutung, das ist ziemlich sicher.

Kurzantwort:

Umzugsbereitschaft ist Voraussetzung, wenn ein Akademiker alle Karrierechancen nutzen will, die er sich durch sein Studium erarbeitet hat. Facharbeiter beispielsweise ziehen kaum jemals wegen eines Jobs um.

Frage-Nr.: 2125
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 21
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2007-05-23

Top Stellenangebote

Schütz GmbH & Co. KGaA-Firmenlogo
Schütz GmbH & Co. KGaA Ingenieur für Automatisierungstechnik (m/w/d) Selters
LS Laser Systems GmbH-Firmenlogo
LS Laser Systems GmbH Projektleitung (m/w/d) München
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW-Firmenlogo
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Ingenieur/Techniker Versorgungstechnik/Technische Gebäudeausrüstung als Projektverantwortlicher (m/w/d) Duisburg
Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen-Firmenlogo
Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen Ingenieur (m/w/d) Elektrotechnik- Gebäudemanagement Darmstadt
Stadt Frankfurt am Main-Firmenlogo
Stadt Frankfurt am Main Abteilungsleiter (m/w/d) für Statik / Baugrund Sonderbaukontrollen Frankfurt am Main
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH Sachverständiger (w/m) Frankfurt am Main
TÜV Rheinland AG-Firmenlogo
TÜV Rheinland AG Ingenieur als Sachverständiger Feuerlöschtechnik – ggf. zur Ausbildung (w/m/d) Frankfurt am Main
Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern-Firmenlogo
Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern Ingenieure / Naturwissenschaftler (m/w/d) für den zentralen Einkauf von Spezialprodukten Bonn
Giesecke+Devrient Mobile Security GmbH-Firmenlogo
Giesecke+Devrient Mobile Security GmbH Quality Engineer (m/w/d) Neustadt bei Coburg
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW-Firmenlogo
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Ingenieurinnen / Ingenieure der Fachrichtung Versorgungstechnik (Projektverantwortlicher oder Projektteammitglied) Aachen

Zur Jobbörse

Top 5 Heiko Mell: K…