Aus Australien ist es schwer

Ich bin FH-Ingenieur, 31, und stehe kurz vor Abschluss meiner Promotion in Australien. Dem Arbeitsmarkt in Deutschland stehe ich etwa in vier bis fünf Monaten zur Verfügung. Die ersten zwölf Bewerbungen habe ich schon verschickt und durchweg Absagen erhalten. Bewerbe ich mich zu früh oder liegt das Problem in meinem beigefügten Werdegang?

Antwort:

Ihr Werdegang zeigt durchgängig („roter Faden“) über alle Stufen hinweg Aktivitäten in einem zukunftsorientierten Fachgebiet. Es kann sein, dass nicht jeder Ihren Weg von der Realschule über Lehre, FH bis zur Promotion ideal findet; ich würde auch über die Frisur auf dem Foto noch einmal nachdenken.Kritisch sind Formulierungen in Ihrem deutschen Arbeitszeugnis als Entwicklungsingenieur. Es ist – unter vielfachem Gebrauch des Wortes „gut“ – eben nur gut, nicht sehr gut. Ob jedem gefällt, dass Sie sich allgemein „größter Beliebtheit“ erfreuten, ist auch offen. Hauptgrund aber dürfte sein, dass Sie wegen der riesigen Entfernung ein unbequemer Bewerber sind. Personalleute wissen durchaus nicht alle, wann man in Melbourne nach deutscher Zeit anrufen müsste und sind durchaus nicht alle mit Vorstellungsgesprächen über Skype vertraut (die Sie anbieten).Und: Verbreiten Sie lieber nicht so viel „schmalziges“ Lob gegenüber den Empfängerfirmen in Ihrer Bewerbung wie in dem mir überlassenen Beispiel. Bleiben Sie sachlich („Wer lobt, maßt sich ein Urteil an“ – das steht Ihnen über Unternehmen aber nicht zu). Schreiben Sie z. B. zum Hauptthema „Entfernung“: „Ich werde ab … in Deutschland sein und stehe dann gern für Vorstellungsgespräche zur Verfügung. Bis dahin bin ich problemlos per E-Mail erreichbar oder rufe Sie gern zu einer von Ihnen festzulegenden Zeit an.“

Kurzantwort:

Frage-Nr.: 2907
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 41
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2017-10-12

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