Heiko Mell

Lebenslauf paradox

In Frage 2.257 ging es um das Thema „Lebenslauf – falsch herum“. Eine kleine Anmerkung dazu von mir als Bewerbungsempfänger bzw. -leser:

Den Rat von Ihnen, die „deutsche“ Chronologie für den Lebenslauf zu verwenden, teile ich voll und ganz. Im Grunde müsste man es dem Bewerbungsempfänger überlassen, ob er in „deutscher“ oder „amerikanischer“ Reihenfolge lesen will. Im letztgenannten Fall müsste er eben von hinten nach vorn lesen und konsequenterweise die Daten auch von rechts nach links.

Die Angst eines Bewerbers, dass „die sonst eher unwichtigeren Stationen meiner Karriere auf der ersten Seite stehen“, kann man ihm nehmen. In einem Krimi steht die Auflösung (das Wichtigste) auch eher hinten als vorne. Und manchen Lebenslauf kann man sehr gut mit einem Krimi vergleichen.

Mit freundlichen Grüßen und einem „Weiter so“ …

Antwort:

Eine deutsche Stadt Anfang September. Der Direktor eines Gymnasiums begrüßt die Neuzugänge des Jahrgangs in der Aula. Er weiß, Motivation ist alles: „Liebe Schüler, keine Angst vor dem, was euch in den nächsten acht Jahren erwartet. Ihr befindet euch hier nur in einer eher unwichtigen Phase eures Lebens, legt man die Maßstäbe des späteren Berufslebens an!“ Hm!

Also ganz so unwichtig scheint mir das, was meist auf Seite 1 des Lebenslaufes steht, auch nicht zu sein – das sollten Bewerber stets bedenken. So ergibt die Kombination von „Probleme am Anfang des Weges (Schule)“ und „Probleme im Studium“ schon eine nicht ganz einfache Ausgangslage für die fällige Prognose hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Bewerbers.

Oder sagen wir es so: Gegen eine problemlose, mit einem „Gut“ abgeschlossene Schulphase spricht eigentlich gar nichts. Außerdem bereitet sie erfahrungsgemäß auf eine problemlose, mit einem „Gut“ abzuschließende Studienphase vor („Wie das Abi, so das Uni-Examen“, Mell).

Die Geschichte mit dem Krimi ist die weitaus originellste Begründung für einen chronologischen Lebenslauf, die ich je gehört habe. Auch wenn es Unterschiede anderer Art zwischen beiden Machwerken gibt.

 

Frage-Nr.: 2271
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 46
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2008-11-12

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