Heiko Mell

Per E-Mail gewünscht

Manche (insbesondere sehr große) Unternehmen erwarten Bewerbungen ausdrücklich per E-Mail. Trotz der von Ihnen geäußerten Bedenken muss ich dann doch wohl diesem Wunsch folgen?

Antwort:

Unbedingt! Der ausdrücklich geäußerte Wunsch des potenziellen Arbeitgebers ist Gesetz! Bei der Gelegenheit: Wünscht der etwas zum Gehalt zu lesen, bekommt er diskussionslos auch dazu konkrete Angaben (in Zahlen!). Mit dem albernen Satz, man werde dazu später etwas sagen, ist niemandem gedient.

Übrigens hat der Wunsch nach E-Mail-Bewerbungen bei sehr großen Firmen einen nachvollziehbaren Grund: Dort gehen täglich sehr viele, auch unerbetene, Bewerbungen ein – der Sog des „großen Namens“. Die Personalabteilung leitet diese intern an die unterschiedlichen Fachabteilungen weiter. Bei vielen Bewerbungen ist noch nicht einmal klar, was und wohin der Absender will. Aber auch bei denen, die ein halbwegs klares Ziel enthalten, ist es üblich, die Unterlagen an drei oder vier verschiedene Abteilungen zu schicken („bitte prüfen, ob evtl. Bedarf besteht“).

Per Post in Mappen verschickte Bewerbungen müssten entweder in Umlauf („1. Abteilung A, Herrn Müller; 2. Abteilung B, Frau Schulze …“) auf den Weg gebracht werden, was einen hohen Verwaltungsaufwand erfordert oder die Bereitschaft zu akzeptieren, dass die Dinger irgendwo zwischen Start und drittem Ziel im Nirwana des innerbetrieblichen Alltags verschwinden. Oder man fotokopiert jede Mappe mehrfach. Wer will das bezahlen – und wer will Akten darüber führen, wer wann was zugeleitet bekommen hat?

Also E-Mail-Bewerbungen in manchen (!) dieser Konzerne als Standard. Die Zuschrift steckt im Rechner, fünf interne Adressen eintippen, ein Tastendruck – alle fünf haben die Information vorliegen, die Personalabteilung hat sich Aufwand erspart.

Es ist nicht etwa „fortschrittlich“, wenn ein Unternehmen E-Mail-Bewerbungen erbittet, es passt nur besser zur individuellen Arbeitssituation in diesem(!) Hause. Andere Firmen arbeiten anders, bevorzugen also auch anders aufbereitete Informationen. Sofern das Unternehmen in seinen Anzeigen oder Internet-Veröffentlichungen eine bestimmte Form wünscht – tun Sie ihm den Gefallen. Wenn Sie dort erst arbeiten, wird das nicht Ihr letzter (Gefallen) sein.

Frage-Nr.: 1790
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 38
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2003-09-19

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