Heiko Mell

Foto echt oder eingescannt?

Was halten Sie davon, das Bewerbungsfoto einzuscannen und zusammen mit dem Lebenslauf (schwarz/weiß) auszudrucken? Wird das als fortschrittlich eingeschätzt oder zeugt es von schlechtem Stil?

Antwort:

Das Foto ist Ihre Visitenkarte. Wenn Ihr privater Drucker eine „richtige“ Visitenkarte so perfekt ausdrucken könnte wie sie eine Druckerei anfertigt, so gäbe es keine Einwände. Kann Ihr Drucker das? Kann er nicht, ich sehe ja täglich die Versuche.

Möchten Sie also gern eine „zweitklassige“ Visitenkarte abgeben? Sicher nicht.

Außerdem wirkt ein farbiges Foto, wenn es professionell gemacht ist, meist „frischer“ als ein schwarz-weißes. „Fortschrittlich“ ist hier nicht die Frage. Ich habe das schon öfter gesagt: „Fortschrittlich“ im allgemeinen Sinne kann nur etwas sein, das insgesamt besser ist als die alte Lösung. Beim Foto aber geht es um den optischen Eindruck – und da muß die Druckertechnik noch lange arbeiten, bis die Resultate „besser“ werden.

Denken Sie auch an das Ziel der Aktion: Der Ausdruck einer eingescannten Vorlage heißt: „Hier hast du eine Massendrucksache, werde nun glücklich damit.“ Das sauber eingeklebte Originalbild heißt hingegen: „Siehe, ich habe extra deinetwegen ein Bild anfertigen lassen. Du bist es mir wert.“

Anmerkung 1: Spielzeug zu haben, heißt doch nicht, daß man jederzeit damit spielen muß. Was den Millionen von Handy-Besit-zern auch einmal jemand sagen sollte. Vielleicht denken die ja auch, die Benutzung unter allen denkbaren Umständen sei fortschrittlich?

Anmerkung 2: Dem Verband deutscher Bewerbungsfotoersteller steht auf Anfrage meine Kontonummer zur Verfügung.

Kurzantwort:

Frage-Nr.: 1436
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 44
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 1999-11-05

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