Vor Dienstantritt noch mal hin?

Ich werde in zwei Monaten eine neue Position in einem Ingenieurbüro antreten. Die Vorstellungsgespräche und die Unterschrift unter den neuen Vertrag wurden vor sechs bzw. vier Wochen abgeschlossen. Seitdem ist der Kontakt zu der neuen Firma unterbrochen, da ich noch vollkommen in meinen derzeitigen Job eingebunden bin.

Ist es ratsam bzw. gehört es zum guten Ton, daß man sich vor Dienstantritt noch einmal bei der neuen Firma sehen läßt und wenn ja, wie vereinbare ich am geschicktesten und diplomatischsten einen Termin (telefonisch / schriftlich und mit welcher Begründung)?

Antwort:

Formal (juristisch) ist nichts dergleichen erforderlich. Da reicht es, wenn Sie am ersten Arbeitstag morgens einfach „da“ sind. Einen „guten Ton“ für solche Fälle gibt es wohl auch nicht, jeder handhabt das so, wie es ihm gefällt.

Aber wer die üblichen Abläufe insbesondere in kleineren Unternehmen kennt, der weiß, daß folgende Szene denkbar wäre: Sie erscheinen am ersten Arbeitstag. Fröhlich stellen Sie sich bei der Empfangsdame / Telefonistin als neuer Mitarbeiter vor und fragen nach Ihrem Arbeitsplatz. Verlegen hämmert die auf ihrer Computertastatur herum und meint dann: „Davon weiß ich gar nichts.“ Dann fragt sie, wer Sie denn eingestellt habe. „Herr Müller? Das tut mir leid, der ist in Urlaub. Kennen Sie sonst noch jemanden? Ach kennen Sie nicht. Frau Schulze, die unsere Personalangelegenheiten macht, ist gerade beim Zahnarzt. Warten Sie hier mal, ich frage einfach, ob sonst jemand etwas weiß.“ Klar ist: niemand wird wissen.

So kann es gehen. Und diese Peinlichkeit sollten Sie dem Unternehmen und sich ersparen. Also rufen Sie Ihren neuen Chef so drei bis vier Wochen vorher an, bringen Sie sich ganz freundlich in Erinnerung (der Dienstantritt stehe ja nun kurz bevor, Sie freuten sich schon sehr) – und fragen Sie z. B. nach dem genauen Arbeitszeitbeginn morgens.

Besuche vorher sind nicht üblich und werden auch nicht erwartet. Anrufe sind dann sinnvoll, wenn sich in dieser Angelegenheit etwas ergeben hat (vielleicht hat man Ihnen anläßlich Ihrer Kündigung ein Zwischenzeugnis ausgehändigt, dann könnten Sie Ihren neuen Chef fragen, ob er es sehen will).

Zur Beruhigung: Eine mehrmonatige Wartefrist dieser Art ist für den Arbeitgeber ganz normal, er ist daran gewöhnt.

Aber wenn Sie so zwischendurch einfach auftauchten, könnte er wenig mit Ihnen anfangen. Vermutlich würden Sie eher stören.Anders ist es, wenn der Arbeitgeber den Kontakt sucht und hält. Wenn der dann ein zwischenzeitliches Treffen vorschlägt, wird er sich etwas dabei gedacht haben – und Sie können frohgemut dort auftauchen.

Kurzantwort:

In der Wartezeit zwischen Vertragsunterzeichnung und Dienstantritt sind Besuche des Bewerbers beim neuen Chef nicht erforderlich.

Frage-Nr.: 1410
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 30
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 1999-07-30

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