Heiko Mell

Was anziehen zum Vorstellungsgespräch?

Ich (weiblich) stelle diese Frage nicht für mich selbst, sondern für einen sehr guten Freund (Ingenieur), der es ablehnt, Anzug, Krawatte, Sakko oder dergleichen zu tragen und stets betont, durch seine Leistungen und Persönlichkeit überzeugen zu wollen und nicht durch sein Äußeres. Ich wollte ihn schon mehrfach von der Wichtigkeit des „ersten Eindrucks“ überzeugen, es ist mir jedoch noch nicht gelungen.

Welche Kleidung wird bei welcher Art von Unternehmen erwartet, wie sollten Frauen sich kleiden, darf man chicer als „die andere Seite“ gekleidet sein?

Antwort:

So, so; Sie fragen nur wegen Ihres Freundes. Warum will der wissen, wie sich Frauen kleiden sollen – was macht der in Frauenkleidern? Nun, sagen Sie es mir lieber nicht.

Die beste Empfehlung für Vorstellungsgespräche ist Routine, Erfahrung. Das trifft auch für die Kleidungsfrage zu.

Generell gilt: Die „Verpackung“ spielt in der Marktwirtschaft eine extrem wichtige Rolle, bei Produkten wie bei Menschen. Schlecht bzw. falsch gekleidete Menschen verkaufen schlecht – der Bewerber will aber seine Arbeitskraft „verkaufen“!

Als Grundsatz: Zur Vorstellung eine Stufe besser, korrekter, gepflegter als beim täglichen Arbeiten dort(!) üblich wäre. Standard ist z. B. die tägliche Arbeitskleidung der Vorgesetzten dort(!). Weil man bei „dort“ vorher nie genau weiß, was man antrifft, hilft die Routine. Wer sieben Gespräche absolviert hat, geht gelassener in das achte.

Ein Akademiker, auch ein junger, werdender, der im Anzug mit Krawatte (alles eher dezent als schreiend, im Zweifelsfall konservativ orientiert) erscheint, wird nie etwas falsch machen (für Damen entsprechend ein Kostüm o. ä.). Ihr Freund kann „beruhigt“ sein: Ein Chef-Urteil über ihn wie „keine Ahnung, der Mann, aber toller Anzug“ führt nie zu einer Einstellung, umgekehrt jedoch ist Ablehnung gut möglich.

Die Kleidung soll auch den Respekt vor der besonderen Bedeutung ausdrücken, den der Bewerber diesem Termin beimißt. Es ist nicht hilfreich, dabei so auszusehen, als hätte man dafür lediglich seine Freizeitbeschäftigung unterbrochen.

Frage-Nr.: 1212
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 44
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 1998-10-30

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