Heiko Mell

Befristetes Arbeitsverhältnis

Kann eine auf zwei Jahre befristete Projektarbeit (ohne nennenswerte Qualifizierungsmaßnahmen oder Promotionsaussichten) für einen FH-Absolventen einen ungünstigen Berufsstart darstellen?

Antwort:

Ich liebe kurze Fragestellungen! Aber sie müssen verständlich bleiben, sonst hätte man ein Prinzip (Kürze) zu Tode geritten. Hier hat man.

Zunächst „hakt“ das Verständnis bei den Promotionsaussichten für FH-Absolventen. Was soll das? Dann die Befristung: Ein irgendwie befristetes Projekt macht ja nichts, kein Projekt dauert ewig. Kritischer wäre ein befristeter Arbeitsvertrag, mit dessen Auslaufen Sie nämlich „automatisch“ arbeitslos wären.

Was ich sagen will: Von einem Akademiker wird verlangt, darf auch verlangt werden, ein Problem klar, präzise und eindeutig zu beschreiben – und sich dabei in die Situation des Angeschriebenen zu versetzen. Es gilt zu berücksichtigen, was der wissen kann, was für ihn vielleicht vorhersehbar unverständlich bleiben muß.

Das ist hier versäumt worden – ein Fehler, der sowohl bei innerbetrieblichen Vorlagen als auch bei Bewerbungen immer wieder „gern“ begangen wird. Wegen der großen, für manche Karriereentwicklungen sogar zentralen Bedeutung nehme ich das Thema so wichtig.Als ich so weit gekommen war, ließ mir die Geschichte dennoch keine Ruhe. Denn die Erfahrung lehrt: Wenn deutsche Akademiker auch Ungewöhnliches und Merkwürdiges in Mengen tun, so haben sie doch aus ihrer Sicht stets einen Grund dazu und sei der noch so gut versteckt.

FH-Absolvent und ganz ohne Promotionsaussichten – da stimmt doch etwas nicht. Es muß irgendwie eine Erklärung geben. Gibt es auch: Das sorgfältige Studium der ausgedruckten E-mail fördert neben dem Namen des Einsenders im Absender eine Universität zutage. Also schließe ich daraus: Dieser FH-Absolvent ist irgendwo im Bereich einer Universität als Angestellter mit einem auf zwei Jahre befristeten Vertrag tätig. Und die anderen Angestellten dort sind überwiegend Uni-Absolventen, die jetzt dort als Assistenten / Doktoranden tätig sind. Daß die alle „Promotionsaussichten“ haben und er nicht, das fällt ihm auf; daher schreibt er das, auch wenn es für den Adressaten seiner Botschaft keinen leicht erkennbaren „Sinn macht“.

Nun zur Kernfrage. Die Antwort lautet: Ja.

Kurzantwort:

Jede Art von Problemdarstellung im Berufsbereich muß so abgefaßt werden, daß sie für den Adressaten ohne großen Denkaufwand verständlich (und logisch) ist. Das gilt auch – und besonders – für Bewerbungen.

Frage-Nr.: 1461
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 5
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2000-02-04

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