Heiko Mell

Leserreaktion – Interessantes kann man tun oder werden

Insbesondere Ihre Anmerkung (Notizen aus der Praxis 157), dass es letztlich eine Frage der inneren Einstellung zu den Dingen sei, ob man seine Tätigkeit als interessant empfindet, hat mir so aus der Seele gesprochen, dass ich diese Aussage noch einmal unterstreichen möchte.

Mein Grundsatz ist es, dass Arbeit, die anliegt, getan werden muss. Dabei ist es mir egal, ob ich sie mag oder nicht. Sicherlich wähle ich mir das für mich Angenehmere, wenn ich die Wahl habe! Letztendlich habe ich aber auch festgestellt, dass eine ungeliebte Arbeit mir auch Befriedigung gibt, wenn ich sie dann erledigt habe.

Ungeliebte Arbeiten gibt es übrigens auf allen Positionen und sei es die langweilige Aufsichtsratssitzung, bei der die anderen Teilnehmer längst abgehandelte Punkte immer wieder aufs Neue hervorholen und in die Länge ziehen.

Antwort:

Das sehen wir beide deckungsgleich, vielen Dank für die Bestätigung aus Ihrer Sicht.Mir fällt noch eine originelle Möglichkeit ein, wie man diesem von mir als erfolgsentscheidend eingestuften Gedanken eine weitere Verbreitung sichern könnte: Kinder werden schon in der Schule, die jungen Erwachsenen werden dann wieder im Studium entscheidend geprägt. Eltern, sofern sie Einfluss und den Mut haben, ihn auch auszuüben, sollten dem Nachwuchs schon früh das entsprechende Denken vermitteln. Wie viel Zeit und Energie verschwenden junge Leute heute mit Widerständen gegen ungeliebte Fächer, Hausaufgaben, Themenstellungen. Eine Einstellung der Betroffenen wie „Wenn ich da schon sitze, dann mache ich das auch engagiert – und andere als gute Arbeit kommt unter meinem Namen ohnehin nicht in Frage“ würde Schüler, Lehrer und Professoren sowie Eltern gleichermaßen glücklich machen. Der Versuch lohnt – auch wenn der Weg dorthin nicht leicht sein dürfte.

Ich erinnere mich aus der Schulzeit meiner Kinder an ein ähnliches Problem, das tatsächlich gelöst werden konnte: Kinder halten sich gern damit auf (und gefährden ihren Erfolg), sich von bestimmten Lehrern verfolgt und systematisch gedrückt zu fühlen. Dabei ist, wie ich aus eigenem Erleben wusste, oft bis meist das Kind der konfliktauslösende Partner. Ich habe meinen Kindern stets erklärt, Lehrer seien – auch wenn sie als „schwierig“ erschienen – ein Problem, das eben gelöst werden müsste. Und in jedem Fall auch gelöst werden könnte. Das ist durch intensive Aufklärung und Detailarbeit tatsächlich gelungen – und war sicher eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben, in dem es von schwierigen Chefs und Kunden ja nur so wimmelt.

Frage-Nr.: 1787
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 36
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2003-09-07

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