Gezielt bewerben 01.12.2008, 01:00 Uhr

Gegen die Arbeitslosigkeit von Ingenieuren gibt es Strategien

Arbeitslosigkeit muss für Ingenieure keine Sackgasse sein. Wer individuelle Bewerbungsunterlagen erstellt und den Markt analysiert, hat gute Chancen, eine neue Stelle zu finden. Grundvoraussetzungen dabei sind Flexibilität und die Bereitschaft zu Weiterbildungen.

Weiterbildungen schützen vor Arbeitslosigkeit.

Weiterbildungen schützen vor Arbeitslosigkeit.

Foto: Hemera / Thinkstock

Am besten ist es, wenn es nach der Kündigung erst gar nicht zur Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs und somit zur gefürchteten Lücke im Lebenslauf kommt. Manchmal lässt sich die Arbeitslosigkeit aber nicht abwenden und mündet häufig in Ratlosigkeit. Statt lange die Wunden zu lecken, sollten jetzt die Ärmel hoch gekrempelt werden und der Arbeitsmarkt in Deutschland und gegebenenfalls den angrenzenden Nachbarländern von A bis Z durchforstet werden. Ziel muss es sein, eine lange Zeit der Arbeitslosigkeit zu verhindern.

Je länger die Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs dauert, desto unattraktiver wird der Ingenieur für den Arbeitsmarkt, desto schwieriger wird es, überhaupt zum Vorstellungsgespräch zu kommen, und umso unangenehmer werden dann die Nachfragen von Personalern, Personalberatern und Personalentscheidern. Dies gilt typischerweise für den deutschen Arbeitsmarkt. Toleranter verfahren da die Unternehmen im benachbarten Ausland. In der Schweiz oder in Österreich führt nicht jeder vermeintliche Makel im Lebenslauf gleich zur Ablehnung des Bewerbers.

Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs gar nicht erst entstehen lassen

Den größten Erfolg versprechen Bewerbungen, die noch vor der tatsächlichen Kündigung angestoßen werden. In diesen kann der Kandidat noch selbstbewusst behaupten, sich in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis zu befinden. Wurde die Kündigung bereits ausgesprochen, kann der Kandidat zwar noch sagen, er bewirbt sich aus einem laufenden Beschäftigungsverhältnis, mehr jedoch nicht. Für die Bewerbungen wird es aber mit jedem Tag der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs schwieriger. Bis zu sechs Monaten nach Eintritt der Arbeitslosigkeit stehen die Chancen noch relativ gut, in eine Anschlussbeschäftigung zu kommen. Danach wird es sehr schwer.

So schlimm das Schicksal der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs auch sein mag, auf fremde Hilfe oder Mitleid darf bei der Bewältigung des Problems kaum gehofft werden. Zwar empfiehlt es sich, die recht bescheidenen Möglichkeiten der Arbeitsbehörde auszuschöpfen, doch weitestgehend wird der Einzelne alleine gelassen. Arbeitslose Ingenieure werden gerne auf die gute Verfassung des Arbeitsmarktes für technische Fach- und Führungskräfte verwiesen und es heißt lapidar: „Na ja, Sie als Ingenieur mit Ihren Berufserfahrung sollten doch im Handumdrehen eine Weiterbeschäftigung finden.“ Jetzt aufkommende Frustration und Aggression bringt nichts!

Netzwerke helfen gegen die Arbeitslosigkeit des Ingenieurs

Auf der Hand liegt es, die über Jahre aufgebauten und gepflegten Netzwerke jetzt auch zu benutzen. Falschen Charme gilt es allerdings, hierbei zur Seite zu schieben und die missliche Situation offen anzusprechen. Wofür sonst wurde mit viel Zeit und Aufwand das Netzwerk geknüpft? Allerdings werden die meisten Ingenieure feststellen, dass die Idee des Netzwerkens in Schönwetterphasen gut ist, im Notfall der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs aber nicht wirklich viel bringt.

Kaum jemand wird einen Freund/Bekannten am offiziellen Bewerbungsprozess vorbei in bei seinem Arbeitgeber einschleusen. Es ist zu fürchten, dass schnell der Betriebsrat auf der Bühne erscheint (was ja durchaus auch berechtigt ist) und sich der Initiator der Sache den Vorwurf der Kungelei gefallen lassen muss. Gar nicht daran zu denken, wenn die Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs tatsächlich beendet wird und der ehedem arbeitslose Ingenieur den erwarteten Vorstellungen nicht entspricht.

Ingenieure sollten ihre Arbeitslosigkeit ernst nehmen

Ist die Kündigung ausgesprochen oder rechnet man fest mit ihr, sollte ein regelrechtes Feuerwerk am Arbeitsmarkt abgebrannt werden. Viele Ingenieure verlassen sich anfänglich zu sehr auf ihre schnellen Bewerbungserfolge der Vergangenheit und beziehen das Bild des händeringend gesuchten Ingenieurs auf sich selbst. Als Konsequenz werden zu spät und viel zu wenige Bewerbungen in Umlauf gebracht. Die Zeit plätschert dahin, und bevor der Ingenieur registriert, dass er wohl doch nicht zur großen Mangelware gehört, dauert die Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs bereits zu lange an.

Gerade zu Beginn der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs sollte kein Bewerbungsweg ausgelassen werden. Der Eintrag in die großen Bewerberdatenbanken, der Besuch von Rekrutierungsveranstaltungen und Industriemessen gehört genau so zu den Pflichtveranstaltungen wie das Bewerben auf Stellenanzeigen in Print und Online. Das im Grunde zugkräftigste Bewerbungsinstrument für arbeitslose Ingenieure ist allerdings die Initiativbewerbung.

Stellengesuche helfen Ingenieuren bei Arbeitslosigkeit

Auch Stellengesuche in den großen Medien können zum Erfolg führen. Der Hinweis von Ingenieuren, dass die Wege teilweise mit finanziellem Aufwand verbunden sind, ist nur dann nachvollziehbar, wenn der betreffende Ingenieur schon früher mehr schlecht als recht verdient hat. Für den im Regelfall gut bezahlten Ingenieur, darf kein Weg zu weit und kein Aufwand zu hoch sein, schnellstmöglich in einen neuen Job zu kommen – sonst wird die Arbeitslosigkeit für ihn richtig teuer!

Bei der Initiativbewerbung wird eine große Anzahl von Unternehmen angeschrieben, die den Ingenieur interessieren. Dabei verbieten sich banale Anschreiben nach dem Motto: „Ich habe dieses und jenes in der Vergangenheit getan und suche jetzt eine neue Beschäftigung. Bitte prüfen Sie meine Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Hause.“ Etwas einfallsreicher sollte schon vorgegangen werden. Insbesondere sollte dem jeweiligen Unternehmen aufgezeigt werden, in welchen (neuralgischen) Bereichen des Unternehmens der Ingenieur mitarbeiten kann, bei welchen wichtigen Tätigkeiten und aktuellen Themen er helfen kann. Nur so lässt sich die Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs beenden.

Keine Personalberater bei der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs 

Nie war es so leicht wie heute, systematisch alle potenziellen Arbeitgeber zu recherchieren. Das Internet und die unzähligen Adressverzeichnisse machen dies möglich. Es ist relativ einfach, sich über die Unternehmen (Unternehmensgegenstand, Standorte, Umsatz- und Mitarbeiterzahlen) zu informieren. Man wird dabei überrascht sein, wie viele interessante Arbeitgeber im Tagespendelbereich liegen. Natürlich macht die Recherche Arbeit, sie ist aber mehr als spannend und Zeit genug für das Bewerbungsgeschehen sollte der Arbeitslose oder Gekündigte schon mitbringen. Außerdem bringt die Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs ja viel freie Zeit mit sich.

Einige Ingenieure glauben, für Personalberater besonders interessant zu sein. In der Hoffnung, dass diese für ihn loslaufen und einen Job suchen, sitzen sie allerdings einem Irrglauben auf. Grundsätzlich sind arbeitslose beziehungsweise gekündigte Ingenieure für Personalberater starker Tobak. Ohnehin läuft das Beratergeschäft anders ab, als viele vermuten. Der Berater zeigt im Regelfall nur dann Interesse an dem Kandidaten, wenn er eine konkrete Position zu besetzen hat, auf die der Kandidat passt. Gegen die Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs hilft das selten.

Flexibilität ist bei der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs gefragt

Ansonsten ist der Ingenieur in seiner Arbeitslosigkeit für ihn im Prinzip uninteressant. Ohnehin vermitteln Berater am liebsten Ingenieure, die fest in einer Beschäftigung sind und eigentlich gar nicht den Arbeitgeber wechseln wollen. Instrumentalisieren von Bewerberseite lassen sich Personalberater also nicht. Findige Ingenieure bieten den Beratern eine Erfolgsbeteiligung, falls er einen Job für sie findet. Auch das entspricht nicht der Realität des Beratungsgeschäftes.

Je länger die Zeit der Arbeitslosigkeit des Ingenieurs dauert, desto mehr Flexibilität wird verlangt, um zu einer Anschlussbeschäftigung zu kommen. Der Einzelne sollte sich nicht stur auf bestimmte Unternehmensgrößen, Branchen, Funktionen, Regionen, Unternehmen fixieren. Bei langanhaltender Arbeitslosigkeit müssen aber auch noch weitere Zugeständnisse gemacht werden, was Gehalt, Laufzeit des Arbeitsverhältnisses (Befristung) angeht. Auch die Tätigkeit in Zeitarbeitsunternehmen ist nichts Abwegiges und sollte in Betracht gezogen werden. Wenn gar nichts mehr hilft, hilft nur noch der Weg in die Selbständigkeit. Aber auch hier wird man sich intensiv um jeden einzelnen Auftrag kümmern müssen.

Bewerbung ist bei der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs ein Fulltime Job

Das Bewerben bei der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs ist ein Fulltime Job. Gut gemeinte Beschäftigungstherapien von Familie, Freunden, Nachbarn sollten strikt abgelehnt werden. Es geht hier ja nicht darum, sich irgendwie über die Runden zu retten, sondern sich ein neues Beschäftigungsverhältnis zu erarbeiten. Ein Arbeitstag hat mindestens acht Stunden und die sollten für die Stellensuche eingesetzt werden! Die Zeit ist auch dafür da, sich technologisch auf dem Laufenden zu halten oder zu bleiben. Sprich, die Zeit sollte aufgewendet werden, um potenzielle Arbeitgeber zu sichten, Jobvakanzen zu finden, erstklassige Bewerbungsunterlagen zu erarbeiten und die Gesprächsinhalte von Vorstellungsgesprächen akribisch vorzubereiten.

Bis zum ersten Tag der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs läuft das Bewerben as usual. Dass man gekündigt ist, erfährt der potenzielle Arbeitgeber nur dann, wenn er danach fragt. Erst, wenn die Arbeitslosigkeit tatsächlich läuft, schlägt sie sich diese einschneidende Veränderung im Lebenslauf nieder. Dabei sollte der Lebenslauf nicht einfach am letzten Tag des Arbeitsverhältnisses abbrechen. Es sollte dokumentiert werden, wie die Zeit der Beschäftigungslosigkeit genutzt wird. Gut kommen ingenieurnahe Aktivitäten (auch ehrenamtlicher Art) und Weiterbildungen an. Wohlwollend werden auch Sprachtrainings registriert.

Arbeitslosigkeit des Ingenieurs im Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch sieht sich der Kandidat gleichfalls schnell in der Defensive. Zum einen wird kritisch hinterfragt, wie es zur Arbeitslosigkeit des Ingenieurs kam. Gleich anschließend folgt dann die Frage, weshalb der Kandidat bislang noch keinen Job gefunden hat. Bei der ersten Frage sind wirtschaftliche Gründe des Arbeitgebers am ehesten nachvollziehbar. Im Zuge der globalen Krise setzte eben auch der Arbeitgeber Ingenieure frei.

Am besten findet sich dieser Umstand dann so oder ähnlich auch im Arbeitszeugnis. Warum der Ingenieur in der Arbeitslosigkeit geblieben ist, ist schwieriger zu beantworten. Nur die Schuld auf die globale Krise zu schieben, wäre wohl etwas billig. Ein Hinweis, die Situation unterschätzt zu haben, kann aber auch nicht schaden, um hier die Diskussion um den Schwachpunkt abzukürzen. Wer sich weiterbildet, kann bemerken, dass er die Sache zu Ende bringen wollte.

Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs und Gehaltsfragen

Ein weiteres unangenehmes Thema bei der Arbeitslosigkeit eines Ingenieurs ist die Frage nach der Gehaltsvorstellung. Hier versuchen die Unternehmen, in der Rezession die Gehälter zu drücken. Zugeständnisse werden von dem arbeitslosen/gekündigten Ingenieur erwartet. Wichtig ist, sich zunächst ein realistisches Bild über die im Durchschnitt gezahlten Gehälter der Branche, des zutreffenden Funktionsbereiches, der entsprechenden Hierarchieebene zu machen. Die so entwickelte Gehaltsvorstellung wird zunächst im Vorstellungsgespräch genannt.

Gleichzeitig sollte aber auch Verhandlungsbereitschaft signalisiert werden. Jetzt ist das Unternehmen am Zuge, da der Kandidat eine Zahl in den Raum gestellt hat. Wo die Schmerzgrenze bei den nun ansetzenden „Verhandlungen“ für den Ingenieur liegt, ist sehr individuell und von der Länge der Zeit der Arbeitslosigkeit des Ingenieurs abhängig. Seine Arbeitskraft verschenken sollte allerdings niemand. Der „nur“ gekündigte aber noch im Job stehende Ingenieur sollte allerdings nicht zu früh und zu viel von seinem eigentlichen Marktwert abgeben.

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