Management

Wie neue Ideen in Märkte eindringen

Das technologische Wissen besser zu nutzen, haben sich, wie auf der Hannover Messe zu hören war, Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf ihre Fahnen geschrieben.

Der Satz „Wissen ist Macht“, meint Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn, gelte heute nicht mehr. Systemlösungen spielten am Markt eine immer größer werdende Rolle. Und dabei komme es darauf an, Wissen abzugeben, um die Lösung zustande zu bringen und am Markt anbieten zu können. Gerade für die mittelständische Industrie ergäben sich daraus nie da gewesene Chancen, stellte sie während einer Podiumsdiskussion anlässlich der Hannover Messe auf dem Stand der Initiative tech transfer in Halle 18 fest..
Der Zusammenschluss von Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft, dem Kreditgewerbe, den Medien, des Bundesbildungsministeriums sowie der Deutschen Messe AG in Hannover hat sich zum Ziel gesetzt, zwischen Ideen und dem Markt zu vermitteln. Die Chancen, die sich in Deutschland über das vielfach noch ungenutzte technologische Wissen bietet, sollen deutlich verbessert werden. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass es im internationalen Wettbewerb Innovationsfähigkeit, Effizienz der Innovationssysteme und für die Realisierung von Innovationen eingesetze Potenziale die künftige Entwicklung von Volkswirtschaften bestimmen, insbesondere jedoch deren Stellung untereinander, die sich dann in Wohlstand und auch in politischen Einflüssen ausdrückt.
Bulmahn sieht dabei die Politik in der Rolle, Rahmenbedingungen für die Forschungseinrichtungen zu verbessern. So wird unter anderem das Dienstrecht auf Leistungsorientierung hin geändert. „Junge Mitarbeiter müssen eher forschen und lehren können“, wünscht sich Bulmahn. Als Hemmschuh für den Mittelstand, aus den Ergebnissen gemeinsam mit Instituten betriebener Forschung Nutzen ziehen zu können, hätten sich zudem immer wieder rechtliche Unklarheiten erwiesen. Diese würden beseitigt: Den Mittelständlern sollen Nutzungsrechte zugestanden werden.
Um Angebot und Nachfrage transparenter werden zu lassen, gibt es seit der Hannover Messe ein Portal (www.kompetenznetzwerk.de), das diesem Zweck dienen soll. Ausgründungen aus öffentlichen Forschungseinrichtungen sollen ebenso erleichtert wie Antragsverfahren für kleine und mittlere Unternehmen verbessert werden.
Bulmahn mahnte schließlich auch eine Änderung des Patentrechts an. Heute stünden Wissenschaftler im Konflikt, ob sie ihre Idee zuerst, manchmal langwierig, patentieren und dann veröffentlichen sollen – auch auf die Gefahr hin, dass im Patentierungsverfahren die Idee bereits überholt ist. Die Ministerin sprach sich deshalb für eine Regelung aus, wonach mit einer wissenschaftlichen Veröffentlichung die Idee patentrechtlich bereits geschützt werden kann.
Als Partner der tech-transfer-Initiative bietet die Deutsche Messe AG die leicht zugängliche Innovationsbörse im Internet mit mehr als 1500 aktuellen Technologieangeboten. Ihr Vertreter, der Vorstandsvorsitzende Prof. Klaus E. Goehrmann, betonte während der Podiumsdiskussion, dass auch im Zeitalter des Internets Vernetzung zwar eine wichtige Sache sei, eine Messe wie die CeBIT oder eben die Hannover Messe aber ihre Berechtigung nicht verlieren werde. Wer miteinander arbeite, der möchte sich auch in die Augen sehen können, sagte er. Beweis für seine These sei die Hannover Messe selbst: Die Besucher und Aussteller informierten sich vor dem Ereignis ausgiebig, sie planten ihren Auftritt am heimischen Schreibtisch bis ins Detail, um sich dann auf der Messe selbst in persönlichen Kontakten überraschen zu lassen.
Es werde eine Koexistenz zwischen Foren geben, die ausschließlich im Internet realisiert werden, und solchen, die auf einem Messegelände wie dem in Hannover stattfinden. Wissen sei künftig in unüberschaubarem Maße vorhanden und zugänglich, Kapital über einen langen Zeitraum so günstig wie lange nicht mehr. „Der einzig limitierende Faktor ist immer die Person selbst“, sagte Goehrmann.
Das sah Prof. Hartmut Grübel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich ähnlich, wobei er, wie auch Dietmar Harting von der Harting KG, auf die Chancen verwiesen, die ländliche Regionen durch Vernetzung bieten. Die Rolle, die der VDI hier übernehmen könnte, beschrieb VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs: „Der VDI versteht sich als Filter in der unübersichtlichen Internet-Landschaft für technische Innovationen.“ Alle Referenten hofften, dass sich mit der tech-transfer-Initiative die Geschwindigkeit der Vermittlung von Innovationen erhöht und die „intelligenten Köpfe stärker als bisher vernetzt“ (Grübel) würden. DOROTHEA WENDELN-MÜNCHOW
VDI-Direktor Willi Fuchs will technische Informationen im Internet filtern.
Edelgard Bulmahn: Rahmenbedingungen für die Forschung verbessern.
Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler betonten auf der Hannover Messe, dass sie mit der Initiative tech-transfer die Vermittlung von Wissen beschleunigen wollten.

tech transfer

Forschung und Praxis virtuell verbunden

Die Initiative tech transfer hat die Funktion, den anwendungsbezogenen und innovationsorientierten Austausch zwischen Wissenschaft und Forschung einerseits sowie Praxis andererseits zu fördern. Künftig sollen die Partner von tech transfer nicht nur auf einem Stand der Hannover Messe vertreten sein, sondern an einer „Börse der Innovationen“ werden ganzjährig Informationen und Problemlösungen gehandelt. tech transfer verkörpert somit die virtuelle Kompetenz von „Forschungs-Technologie“ zu jeder Zeit und für jedermann. Nähere Informationen hierzu gibt die Deutsche Messe AG (Telefon 05 11/ 89-0). Als Partner steht für Infos auch der VDI bereit. DW

Von Dw

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