Personalmanagement

„Vieles versäumt“  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 21. 7. 06, has – Der Wirtschaftsverband VDMA sieht im Ingenieurmangel ein Wachstumshemmnis. IG-Metall-Vorstandsmitglied Regina Görner wirft den Arbeitgebern vor, nicht genügend auszubilden und Älteren kaum noch eine Chance auf einen Arbeitsplatz zu geben.

Von der Hälfte der Unternehmen werde der Ingenieurmangel als „wachstumshemmend“ angesehen, so Hesse. Dem Verband seien keine Fälle bekannt, in denen auf Grund fehlender Fachkräfte Aufträge abgelehnt wurden. Die Firmen würden stattdessen vermehrt Leiharbeiter beschäftigen oder die Lieferzeit verlängern.

Um die Fachkräftelücke zu überbrücken, fördern 40 % der Maschinenbau-Unternehmen „gezielt die Weiterbildung von Facharbeitern und Technikern und ersetzen damit die fehlenden Ingenieure“, erklärt Hesse. Ebenso viele Unternehmen vergäben Unter-Aufträge an andere Unternehmen oder setzten Leiharbeiter ein. 11 % verlagerten Ingenieurkapazität ins Ausland.

Weiterbildung ist ein Schlüsselthema. Hier hätten die Unternehmen in der Vergangenheit vieles versäumt, meint Regina Görner, im Vorstand der IG Metall für Bildungs- und Qualifizierungspolitik zuständig. Der Qualifizierungstarifvertrag, den Gewerkschaft und Arbeitgeber in diesem Jahr geschlossen haben, soll sicherstellen, dass Wissen und Fertigkeiten der Mitarbeiter nicht veralten.

Den Fachkräftemangel sieht die IG Metall weniger dramatisch. „Wenn Unternehmen Bedarf haben, lässt der sich schnell über Einstellungen decken“, meint Regina Görner. Auf dem Arbeitsmarkt gebe es genügend qualifizierte Kräfte, vom Facharbeiter bis zum Ingenieur. Sie kritisiert auch, dass Unternehmen den Mangel an Fachkräften beklagten, während nicht mehr genügend junge Menschen ausgebildet würden und Ältere kaum noch Chancen auf einen Arbeitsplatz hätten.

Eine Abschwächung der Nachfrage nach Arbeitskräften könnte sich schon bald bemerkbar machen. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer im nächsten Jahr werde sich dämpfend auf die Beschäftigung auswirken, meint der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel. Durch den Anstieg der Produktivität und die Restrukturierung in den Unternehmen würde Wachstum erzeugt, das sich nicht in mehr Beschäftigung niederschlage: jobless growth. Für mehr Vollzeitarbeitsplätze sei über mehrere Jahre ein Wachstum von knapp 3 % nötig, für Hickel illusorisch. So werde die Spaltung des Arbeitsmarktes fortgesetzt: in Vollzeitstellen und einen wachsenden Niedriglohnsektor. H. STEIGER

Von H. Steiger

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