Management

Verantwortung übernehmen und trotzdem Spaß am Leben haben

VDI nachrichten – Bewahre das Gute, erneuere den Rest. Diese These gefällt Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der Schott AG, denn damit bleibe Raum für Individualismus und Optimismus, und den starken Willen nach Erfolg und Hunger auf technologische Innovationen.

VDI nachrichten: Welche Herausforderung sehen Sie wirtschaftlich auf sich zukommen?
Udo Ungeheuer: Der globale Wettbewerb um das beste Produkt, die schnellste Lieferung, den niedrigsten Preis ist längst Realität. Mit dem größten Modernisierungsprozess der Unternehmensgeschichte ist Schott dabei, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und so die Voraussetzung für stabiles Wachstum von Umsatz und Ertrag zu schaffen. Als globaler Zulieferer müssen wir flexibel und bei unseren Kunden vor Ort sein.

Udo Ungeheuer
Vorstandsvorsitzender der Schott AG, Mainz. Geboren am 23. Oktober 1950 in Bonn-Bad Godesberg, verheiratet, vier Kinder. Nach Abitur und Wehrdienst studierte Dr. Ungeheuer Maschinenbau an der RWTH Aachen (Diplom-Ingenieur) und wurde geschäftsführender Oberingenieur am Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre. Nach der Promotion zum Dr.-Ing. Wechsel zur BMW AG im Jahre 1986, wo er zuletzt Leiter der Logistik, der Technischen Planung und des Versuchsfahrzeugbaus war. 1994 trat Ungeheuer als Mitglied der Konzernleitung bei Schott ein. Im folgenden Jahr Berufung zum Mitglied des Vorstands. Seit 2004 Vorstandssprecher. Nach der Umwandlung zur Schott AG zum 1. Juli 04 Berufung zum Vorstandsvorsitzenden.
Udo Ungeheuer ist Vorsitzender des Vorstandes der Hüttentechnischen Vereinigung der deutschen Glasindustrie Vizepräsident des Bundesverbandes Glasindustrie Mitglied im Landeskuratorium Rheinland-Pfalz/Saarland des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft Mitglied in der Vollversammlung und im Industrieausschuss der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen Mitglied des Beirates der Landesbank Rheinland-Pfalz.
Er ist zudem Vorsitzender des TSV Schott, einer der größten Sportvereine im Raum Mainz.
Das Unternehmen Schott
Schott ist ein internationaler Technologiekonzern, der – nach eigenen Angaben – seine Kernaufgabe in der nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen sieht. Gegründet wurde das Unternehmen 1884 in Jena. Seit 1952 befinden sich Hauptwerk und Konzernzentrale in Mainz. Die Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Optik, Elektronik, Pharmazie und Solarenergie. Die Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Europa, Nordamerika und Ostasien. Rund 18 500 Mitarbeiter erwirtschaften einen Weltumsatz von 2 Mrd. €. Der Auslandsanteil am Umsatz liegt bei über 70 %.

Name: Schott AG
Sitz: Mainz
Umsatz(2003): 2 Mrd. €
Mitarbeiter 18 500
Produkte: Werkstoffe, Komponenten und Systeme für Hausgeräteindustrie, Optik, Elektronik, Pharmazie und Solarenergie.

Schott ist ein internationaler Technologiekonzern, der – nach eigenen Angaben – seine Kernaufgabe in der nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen sieht. Gegründet wurde das Unternehmen 1884 in Jena. Seit 1952 befinden sich Hauptwerk und Konzernzentrale in Mainz. Die Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Optik, Elektronik, Pharmazie und Solarenergie. Die Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Europa, Nordamerika und Ostasien. Rund 18 500 Mitarbeiter erwirtschaften einen Weltumsatz von 2 Mrd. €. Der Auslandsanteil am Umsatz liegt bei über 70 %.

Name: Schott AG
Sitz: Mainz
Umsatz(2003): 2 Mrd. €
Mitarbeiter 18 500
Produkte: Werkstoffe, Komponenten und Systeme für Hausgeräteindustrie, Optik, Elektronik, Pharmazie und Solarenergie.

Welche Herausforderung sehen Sie im technologisch-wissenschaftlichen Bereich auf sich zukommen?
Das Vertrauen auf den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess und die Akzeptanz von Technologie werden zu entscheidenden Faktoren in Wirtschaft und Gesellschaft. Im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarn und weltweiten Konkurrenten ist beides in Deutschland nur unterdurchschnittlich entwickelt. Wir sollten zunehmend die Chancen sehen und handeln – statt so lange zu zögern, bis aus den Chancen Risiken geworden sind.

Welche Herausforderungen sehen Sie im gesellschaftlichen Bereich auf sich zukommen?
Die Folgen der demographischen Entwicklung zu meistern, wird eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte in Deutschland sein. Wenn die Gesellschaft „ergraut“ und zugleich kleiner wird, während parallel die Kosten für das Alter steigen, wird es zu schwerwiegenden Veränderungen auf vielen Gebieten kommen.

Wer sollte Vorbild der Deutschen sein?
Die Deutschen sind immer noch hoch geachtet in der Welt. Wir sollten mehr Mut aufbringen, zu unseren Tugenden, die uns diese Achtung eingebracht haben, zurückzufinden. Auf dieser Basis ist es dann auch richtig, den Blick auf andere zu richten und nach der Maxime zu handeln „Bewahre das Gute, erneuere den Rest“. Die Vereinigten Staaten zum Beispiel bestechen durch ausgeprägte Individualität und den großen Optimismus. An China gefällt mir der starke Wille zum wirtschaftlichen Erfolg und der Hunger nach technologischen Innovationen.

Welche moralischen Werte sind besonders aktuell?
Ich würde lieber von Grundwerten sprechen. Freiheit, Friede und Gerechtigkeit sind meiner Ansicht nach fundamentale Prinzipien für das Zusammenleben – besonders in Zeiten des schnellen Wandels und der Unsicherheit. Sie sind seit Jahrhunderten aktuell und haben nichts von ihrer Faszination verloren.

Wie könnte man Ihren Umgang mit Mitarbeitern/Innen charakterisieren?
Mein Prinzip heißt fördern und fordern. Ich aktiviere die Potenziale meiner Mitarbeiter und unterstütze sie gleichzeitig in ihrer Entwicklung. Besonders im direkten Kontakt versuche ich nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen zu erreichen, denn Leidenschaft ist eine entscheidende Triebfeder für den Erfolg eines Unternehmens.

Was ist Ihr Lieblingssport?
Ich begeistere mich für viele Sportarten- aktiv und passiv. In meiner Jugend bin ich Rennkajak gefahren. Heute halte ich mich durch Joggen und Radfahren fit. Als Vorsitzender des TSV Schott, eines Sportvereins, der auch für Nicht-Unternehmensangehörige offen steht, liegt mir die Förderung des Breitensports besonders am Herzen.

Wo tanken Sie auf?
Wann immer es möglich ist, verbringe ich die knapp bemessene Freizeit mit meiner Familie. Abschalten kann ich auch bei klassischer Musik und einem Buch mit historischem Stoff.

Wie sollten Kinder heute erzogen werden?
Die Vorbildfunktion der Eltern ist nach wie vor ein entscheidender Faktor bei der Erziehung. Meine Frau und ich versuchen unsere vier Kinder im Sinne einer liberalen und werteorientierten Geisteshaltung zu erziehen. Die Welt von morgen braucht Menschen, die tolerant sind, die Verantwortung übernehmen und die auch Spaß am Leben haben.

Was ist Ihr Lebensmotto?
Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Serie wird fortgesetzt

 

Von fl/rus

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