Management

Reif für Aufstieg in die Weltklasse

Ein aus Asien importiertes und weltweit eingesetztes, ganzheitliches Unternehmenskonzept soll mit 20 Schlüsseln deutsche Firmen systematisch in die Weltklasse führen.

In Japan half es Konzernen wie Sanyo und Seiko Instruments, ihre Produktivität mehr als zu verdoppeln, in Deutschland wird es seit zwei Jahren mit wachsendem Erfolg eingesetzt: „20 Keys“ , ein ganzheitliches Unternehmensentwicklungssystem, das kein Crashprogramm für kurzfristige Sanierungen sein will, sondern eine langfristig angelegte Strategie zur kontinuierlichen Verbesserung von Unternehmen. Darauf legt Gero Panskus großen Wert. Der Wuppertaler Unternehmensentwickler, Inhaber des „Panskus Team“ und deutscher Lizenznehmer der von dem japanischen „Guru“ für Unternehmensentwicklung Iwao Kobayashi entwickelten Methode, ist sich seiner Sache sicher: „20 Keys ist ganz einfach, aber sehr erfolgreich. Das Programm integriert auch Verbesserungsaktivitäten aus anderen Ansätzen wie Balanced Scorecard, TQM, Kaizen, Just in time oder KVP. Es wirkt auf 20 Handlungsfeldern und verbessert die Geschäftsprozesse im Hinblick auf Erhöhung der Wertschöpfung, Produktivität, Qualität, Durchlaufzeiten und Kosten.“ Bei engagiertem Einsatz aller Beteiligten im Unternehmen, meint Panskus, seien schon nach kurzer Zeit Erfolge zu verbuchen.
Der Remscheider Hersteller von Chemiefasermaschinen, die Barmag AG, führt zur Zeit die 20 Keys im Bereich der Produktion von Texturiermaschinen ein. „Wir haben vor einigen Jahren schon mit Gruppenarbeit, einem Verbesserungsvorschlagswesen und KVP angefangen“, sagt Bereichsleiter Dr. Michael Schopen, „aber uns fehlte ein ganzheitliches Instrument. Der systematische Ansatz der 20 Keys-Methode hat uns überzeugt.“
Zwei Schlüssel bearbeitet Schopen derzeit schwerpunktmäßig als Pilotprojekt. Key 1, Arbeitserleichterung durch Ordnung und Sauberkeit, und Key 6, der die Analyse und Verbesserung von Prozessen erschließt. Am Anfang steht die Identifizierung von Schwachstellen mit Hilfe eines differenzierten Benchmarking-Verfahrens. Dabei wird anhand von Checklisten der Ist-Zustand festgehalten, der gleichzeitig Aufschluß über die vorhandenen Entwicklungspotentiale gibt. Fünf Stufen umfaßt das Ranking. Die erste Stufe besagt, daß das Unternehmen in seinem derzeitigen Zustand kaum Überlebenschancen hat, während die fünfte Weltklasse-Niveau und Resistenz gegenüber dem globalen Wettbewerb bezeichnet.
„Wir haben drei Key-Experten, die vom Panskus Team trainiert wurden und jetzt die Arbeitsgruppen vor Ort in die Methode einführen,“ berichtet Schopen. Wichtig bei der Implementierung der 20 Keys ist ihm vor allem, die Mitarbeiter einzubeziehen: „Sie sollen das Verfahren verstehen und sich zu eigen machen, sie sollen kreativ mitdenken. In der Regel geht es um unendlich viele Kleinigkeiten, die meistens schnell einen Aha-Effekt hervorrufen.“
Damit alle Mitarbeiter den Prozeß verfolgen können, hängen die Benchmarkprotokolle und Aktivitätenpläne, auf denen die Erfolgsverläufe stehen, aus. „Die Sache muß in die Köpfe hinein, muß gelebt und weitergetragen werden,“ sagt Gerardo Franciosi, Leiter der Produktion im Bergisch-Borner Werk der Barmag.
Erste Verbesserungen wie kürzere Wege zwischen den Arbeitsplätzen und Änderungen in der Materialanlieferung wurden bereits umgesetzt. „Manchmal gibt es auch Rückschläge, das merken wir, weil wir alle zwei Monate benchmarken und so die Situation überprüfen,“ erläutert Franciosi. „Dann müssen wir eben wieder neue Maßnahmen einleiten.“
Die Barmag will sukzessive alle Bereiche des Hauses mit den 20 Keys erschließen. „Es sind nicht alle Schlüssel für jeden Bereich und jede Ebene geeignet,“ sagt Manager Schopen. „Wir haben ein Kernteam für das ganze Haus gebildet, das die jetzt laufenden Pilotprojekte auswertet und die weiteren Ziele bestimmt.“
Unternehmensberater Gero Panskus ist sicher, daß die 20 Keys auch in Deutschland Furore machen. „Der systematische, ganzheitliche Weg ist neu und einmalig. Das spricht sich mehr und mehr herum.“ Neben der Barmag gehören auch die Gillette Deutschland, die Siemens AG, Elektronikwerk Amberg („Fabrik des Jahres 1997“), der Lüfterhersteller Papst, die Firma Grundvos, Hersteller von Pumpen, und der Zulieferer für Automatisierungskomponenten Kuhnke GmbH, Malente, zu seinen Kunden und verzeichnen allesamt, wie Panskus weiß, „drastische Verbesserungen. Aus der internationalen Anwendung wissen wir, daß Produktivitätssteigerungen zwischen 50 % und 80 % zu erwarten sind, wenn ein Unternehmen von einer Benchmarkstufe in die nächst höhere klettert.“
Panskus betont, daß die 20 Keys keine Arbeitsplätze vernichten, sondern international wettbewerbsfähig machen und neue Arbeit schaffen können. Mehrere hunderttausend sind nach seiner Einschätzung möglich, wenn die Unternehmen das Verfahren als langfristig angelegten und kontinuierlichen Entwicklungsprozeß begreifen, der sie fit macht für den globalen Wettbewerb.
Am 29. und 30. September lädt das Panskus Team zur „1st International European 20 Keys® Conference“ ein, bei der ein Erfahrungsaustausch der Anwender und Berichte aus der internationalen Praxis der 20 Keys auf dem Programm stehen. Mit dabei sind Management-Koryphäen wie der Engländer Peter Wickens, lange Jahre Personalmanager bei Nissan Sunderland, und der 20-Keys-Erfinder Prof. Iwao Kobayashi. Als weiteres Highlight wird Konrad Seitz erwartet, Autor des Bestsellers „Wettlauf ins 21. Jahrhundert – Die Zukunft Europas zwischen Amerika und Asien.“
CHRISTIANE GIBIEC
Die 20 Keys sind kein Crashprogramm. Sprosse für Sprosse muß auf dem Anstieg in Richtung Erfolg genommen werden.

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