Organisation 28.08.2009, 19:42 Uhr

Outsourcing ist out  

Lange war Outsourcing der große Trend – vor allem im produzierenden Gewerbe. Inzwischen gehen aber immer mehr Firmen dazu über, wertschöpfende Prozesse wieder in die eigenen Hallen zurückzuholen. VDI nachrichten, Düsseldorf, 28. 8. 09, sta

„Man mag denken, dass diese Selbermach-Ausrichtung der Wirtschaftskrise geschuldet ist, weil die Auftragsdecke zu kurz ist“, erklärt Fraunhofer-Experte Steffen Kinkel. Tatsächlich gehe es aber um die Erhöhung der Produktivität. „Die Produktivitätschampions unter den Betrieben der Metall- und Elektro-, Chemischen und Kunststoffverarbeitenden Industrie Deutschlands zeigen seit Jahren unabhängig von der Betriebsgröße, dass es eine lohnenswerte Alternative zur Beschränkung auf wenige Kernkompetenzen gibt.“ Kinkel hat berechnet, dass sich durch eine aktive Gestaltung der Fertigungstiefe hin zu einem Insourcing mehr als zehn Prozentpunkte an Produktivität gewinnen lassen.

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Noch spielt die Produktivität als strategisches Steuerungsinstrument aber nur eine untergeordnete Rolle. Sie wird nur in etwa zwei Dritteln der deutschen produzierenden Betriebe genutzt. Weiter verbreitet sind Rendite (90 %), Cash-flow (85 %) oder Kundenzufriedenheit (75 %). In einer vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) durchgeführten Studie gaben weniger als ein Drittel der befragten Firmen an, den Mitarbeitern auf den ausführenden Ebenen Stand und Entwicklung der Produktivität im Betrieb zu kommunizieren. Hier rangieren Qualitäts- oder Flexibilitätskennziffern – wie Termintreue und Lieferzeiten – höher. Unter immerhin fünfzehn abgefragten Kennzifferarten nimmt die Produktivität als Gegenstand der Rückkopplung an die Mitarbeiter lediglich Rang zwölf ein.

Dabei ist die Produktivität ein gewichtiges Argument im Gespräch mit potenziellen Kapitalgebern. Das weiß auch Mario Kohle, Mitgründer der Beko Käuferportal GmbH. „Wir zeigen, was Wachstum aus eigener Kraft bedeutet und können gerade in der Aufbauphase bei den Finanzierern punkten, wenn wir eine exzellente Produktivität gewährleisten.“ Beko erlaubt es Mittelständlern, Bedarfe aus dem Bereich Bürokommunikation im Web auszuschreiben und Produktinformationen abzufragen.

Claudia Erben, Geschäftsführerin des bundesweit agierenden Gründernetzwerkes Forum Kiedrich, empfiehlt Start-ups, auf eine hohe eigene Fertigungstiefe zu achten. Die beim Outsourcing anfallenden Transaktionskosten würden die Spezialisierungsvorteile eines Zulieferers oft überkompensieren. Außerdem leide die Produktivität von jungen Unternehmen ohnehin schon darunter, dass sie auf Kundenwünsche stets flexibel reagieren müssten.

K.-M. ERBEN/sta

Ein Beitrag von:

  • Katharina Erben

  • Stefan Asche

    Stefan Asche

    Redakteur VDI nachrichten
    Fachthemen: 3-D-Druck/Additive Fertigung, Konstruktion/Engineering, Logistik, Werkzeugmaschinen, Laser

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